
Erhöhte Präsenz, verstärkte Kontrollen: Die hessische Polizei ist für die diesjährigen Weihnachtsmärkte gerüstet. - Fotos: O|N Archiv
FULDA
Keine Hinweise auf Gefährdung!
So bereitet sich Hessen vor: Weihnachtsmärkte im Fokus der Polizei
20.11.25 - In wenigen Tagen starten in Hessen die ersten Weihnachtsmärkte, so etwa am Freitag auch in Fulda. Während die Aussteller und Budenbetreiber schon fleißig am Vorbereiten sind, stellen sich die Sicherheitsbehörden ebenfalls auf. "Polizei, Kommunen und Veranstalter arbeiten eng zusammen, damit die Menschen in Hessen auch in herausfordernden Zeiten unbeschwert feiern können", sagt Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und betont: "Weihnachtsmärkte gehören zu Hessen. Sie bringen die Menschen zusammen, stimmen auf die Weihnachtstage ein und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Städte und Unternehmen."

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU): "Ich alle Menschen dazu auf, unsere ...Foto: Hessische Staatskanzlei
Nach Terroranschlägen - wie am 20. Dezember 2024 in Magdeburg - steigen die Sicherheitsvorkehrungen, und auch die Kosten dafür, seit Jahren. Absperrungen, Sicherheitsdienste, Zufahrtssperren mit Wachposten - all das hat zugenommen und gehört mittlerweile zum Stadtbild. Es soll den Besuchern ein stärkeres Sicherheitsempfinden geben. Doch eine Garantie gibt es nicht.
"Mir ist bewusst, dass es in einer Demokratie keine hundertprozentige Sicherheit geben kann – das ist der Preis für unsere Freiheit", erklärt Regierungschef Rhein gegenüber OSTHESSEN|NEWS und appelliert: "Trotzdem rufe ich alle Menschen dazu auf, unsere Weihnachtsmärkte zu besuchen und fröhlich und voller Vorfreude in die Weihnachtszeit zu starten. Damit senden wir das klare Signal: Wir lassen uns unsere Lebensweise nicht von den Feinden der Demokratie diktieren."
Sicherheitsbehörden: "Keine Hinweise auf konkrete Gefährdung"

Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck (CDU) im Dezember 2024 am Weihnachtsmarkt in ...

Gehört mittlerweile zum Stadtbild: Straßensperren bei Großveranstaltungen. ...
Auch in diesem Jahr gibt es einen Erlass des Landespolizeipräsidiums an die Flächenpräsidien: Erhöhte Polizeipräsenz, verstärkte Kontrollen und andere Maßnahmen wie Absperrungen und die Durchsetzung des Waffengesetzes tragen zu einem Mehr an Sicherheit bei. "Wir wollen, dass die Bürger unbeschwert Weihnachtsmärkte besuchen können. Unser Anspruch ist ein Höchstmaß an Sicherheit. Wir tun alles, damit die Menschen sicher sind und sich vor allem auch sicher fühlen können", sagt Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) und macht deutlich: "Den Sicherheitsbehörden liegen aktuell keine Erkenntnisse oder Hinweise vor, aus denen sich eine konkrete Gefährdung speziell für Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Adventszeit, insbesondere für Weihnachtsmärkte, ableiten lässt. Abstrakte Gefahren sind aber nach wie vor gegeben."
Die hessische Polizei ist also vorbereitet und setzt auch neue Taktik-Maßnahmen ein. "Weihnachtsmärkte werden wir mit einem '3er Ring-Konzept' begleiten, in dem die Polizei den Veranstaltungsort, die äußere Begrenzung und den umliegenden inneren Bereich betrachtet", heißt es aus Wiesbaden. Zudem wird gewährleistet, dass Kräfte des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz für ad-hoc Maßnahmen landesweit verfügbar sind.
Viele Notfall-Pläne, ein umfangreiches Sicherheitskonzept und ein hoher Kräfteeinsatz für die Polizei. Bleibt zu hoffen, dass alles ruhig bleibt, der Ernstfall niemals eintritt und es für alle eine besinnliche Adventszeit wird. (Christian P. Stadtfeld) +++