21.11.25 - Mit modernster Technik, deutlich mehr Platz und einem klaren Fokus auf Menschlichkeit hat das Klinikum Fulda am Donnerstagabend feierlich seine neue Dialysestation eröffnet! Die Einrichtung gilt als Meilenstein für die Versorgung von Nierenpatientinnen und -patienten in der gesamten Region - und soll ihnen vor allem eines bringen: Sicherheit, Würde und neue Lebensqualität.
Nach rund drei Jahren Bauzeit und intensiver Planung hat das Klinikum Fulda seine komplett modernisierte Dialysestation offiziell eingeweiht. Die neue Einheit der Medizinischen Klinik III - Nephrologie bietet nicht nur modernste Technik und spezialisierte Therapieformen, sondern setzt vor allem auf ein Umfeld, das Patientinnen und Patienten Komfort in einer schweren Zeit bietet.

Am Donnerstag wurde die neue Dialysestation im Klinikum Fulda eröffnet. ...Alle Fotos: Martin Engel

Zur feierlichen Eröffnung begrüßte Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstandes, ...
Ein Meilenstein für die Region
Zur feierlichen Eröffnung begrüßte Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstandes, zahlreiche Gäste im Hörsaal des Klinikums. Er sprach von einem "Meilenstein für uns im Klinikum Fulda und für die gesamte Region" und betonte, wie sehr das Projekt vom gesamten Team getragen worden sei.
Die Station hat sich mit der Modernisierung grundlegend verändert. Die Fläche wurde im Zuge der Kernsanierung verdreifacht. Insgesamt stehen nun 22 Dialyseplätze zur Verfügung. Jährlich führt das Klinikum rund 10.000 Behandlungen durch - von der klassischen Hämodialyse (klassische Blutwäsche) über Peritonealdialyse (Dialyseform, bei der das Bauchfell als natürlicher Filter dient und eine spezielle Flüssigkeit Abfallstoffe aus dem Blut aufnimmt) bis hin zu hoch spezialisierten extrakorporalen Verfahren, wie der Lipidapherese (gezielte Entfernung der Blutfette). 4,6 Millionen Euro hat das Bauprojekt gekostet. "Hier kann ein Ort entstehen, an dem medizinische Qualität und Menschlichkeit Hand in Hand gehen", so Menzel. Für viele Betroffene bedeute das eine spürbare Steigerung ihrer Lebensqualität.

Prof. Dr. Marion Haubitz, Direktorin der Medizinischen Klinik III, blickte bei der ...
"Ein Ort, der Patienten Zuversicht und Hoffnung bringt"
Auch Fuldas Bürgermeister Dag Wehner (CDU) hob die Bedeutung des Neubaus hervor. "Wir eröffnen heute einen Ort, der mehr als moderne Räume und neue Technik bringt. Die Stadt übernehme Verantwortung für die Gesundheitsversorgung von rund einer halben Million Menschen, weshalb eine gute Versorgung hohe Priorität habe. Wehner machte deutlich, wie tief die Diagnose Nierenversagen in den Alltag eingreift: Dialysepatientinnen und -patienten verbringen durchschnittlich dreimal pro Woche mehrere Stunden an der Maschine, oftmals über viele Jahre hinweg. "Ihr Alltag zählt, und Ihre Lebensqualität ist unser Maßstab", betonte er.

Auch Fuldas Bürgermeister Dag Wehner (CDU) hob die Bedeutung des Neubaus hervor. ...
Prof. Dr. Marion Haubitz, Direktorin der Medizinischen Klinik III, blickte bei der Eröffnung auch auf die Entwicklung der Dialyse zurück. "Was lange währt, wird endlich gut - dieser Satz passt nicht nur zur Bauzeit. Viele Ärzte und Techniker haben über Jahrzehnte versucht, gute Dialyse zu ermöglichen. In dieser Entwicklung steckt viel Arbeit und Herzblut."
Die neuen Therapiemaßnahmen sind individuell auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten - das macht die Station so besonders. "Egal welche Religion, egal welche politische Richtung, egal wofür man kämpft, es ist immer richtig, Leid zu mindern", sagte Haubitz. "Und genau das können wir in diesen hochmodernen Räumen tun."
Nach den Ansprachen segnete Klinikseelsorgerin Annegret Hart-Laibold die neuen Räume. Als Symbol übergab sie je eine Schutzfigur für die beiden Stationszimmer in der fünften Etage des Klinikums. Im Anschluss wurden die neuen Räume natürlich noch begutachtet. Das Interesse war groß, die Reaktionen geprägt von Staunen über die modernen Geräte und die freundlich-hellen Räume. Die Eröffnung endete mit einem kleinen Empfang mit Häppchen und Getränken, sowie natürlich vielen angeregten Gesprächen und Nachfragen rund um das neue Highlight des Klinikums.
(Emely Schrön) +++ 