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Überfüllte Schulbusse - das Problem hängt bei der Deutschen Bahn - Archivfotos: ON

EICHENZELL Und die Bahn ist schuld

Zug kommt nicht, Bus zu voll - Schüler müssen in der Kälte stehen

26.11.25 - Die ÖPNV-Situation auf dem Land ist dringend ausbaufähig - das zeigt auch wieder ein aktuelles Beispiel aus Eichenzell-Löschenrod (Kreis Fulda). Hier kam der Bus am Dienstagmorgen zwar pünktlich - einige Schüler mussten aber dennoch in der Kälte stehen bleiben. Laut der LNG Fulda, die für die Beförderung zuständig ist, ist die Unzuverlässigkeit der Deutsche Bahn das Problem.

"Elf Kinder konnten trotz gültiger Fahrkarten nicht befördert werden", schreibt uns ein O|N-Leser am Dienstag. Dass Schüler stehen gelassen werden mussten, bestätigt uns auch Daniel Vollmann, Geschäftsführer der LNG Fulda. "Der Zug von Frankfurt nach Fulda ist am Morgen ausgefallen. Dadurch weichen die Schüler aus Flieden oder Neuhof auf die Busse nach Kerzell und Hattenhof aus. In den Bussen ist schlicht kein Platz, die Fahrgäste eines halben Zuges zusätzlich zu befördern."

Der RB51 ist in den letzten Tagen mehrfach ausgefallen

Die Rhönbahn. Archivfotos: O|N/ Marius Auth

Das führt dann dazu, dass die Busse bereits voll in Löschenrod ankommen und dadurch kein Platz mehr ist, um weitere Fahrgäste aufzunehmen. Das Problem gab es bereits am Montag vergangene Woche - auch hier ist der Zug der RB51 mit Ankunft 7.31 Uhr in Fulda wegen einer Weichenstörung ausgefallen. Am darauffolgenden Dienstag habe man laut Daniel Vollmann zwei zusätzliche Busse eingesetzt. Doch dies lässt sich leider nicht immer so regeln. "Wir sind froh, wenn wir die Busse laut den Fahrplänen besetzen können. Zwar haben wir noch keinen Personalmangel, aber auch kein zusätzliches Personal für weitere Fahrten", erklärt Vollmann. Für den anstehenden neuen Fahrplan sei man in Gesprächen mit der RhönEnergie.

Volker Nies, Pressesprecher der Rhön Energie teilt mit: "Wir bedauern es, wenn Busse so voll sind, dass nicht jeder, der das möchte, mitfahren kann. Im konkreten Fall in Löschenrod können wir leider nicht viel tun. Hier waren heute Morgen erneut einige Schülerinnen und Schüler nicht von den Linienbussen nach Fulda mitgenommen worden, weil der Bus überfüllt war.

"Die Deutsche Bahn ist gefordert"

Auslöser des Problems ist – nun schon mehrfach -, dass ein Zug der Deutschen Bahn, der Schüler aus Neuhof nach Fulda bringen soll, nicht fährt. Dass Schüler und Eltern dort, wo das möglich ist, auf das zuverlässige Verkehrsmittel Bus ausweichen, ist vollkommen nachvollziehbar. Die Folge ist dann allerdings, dass in Löschenrod, dem letzten Halt vor Fulda, die Kapazität der Busse nicht mehr ausreicht.

Die RhönEnergie Verkehrsbetriebe erbringen ihre Leistung, aber das reicht in dem konkreten Fall nicht aus, weil ein anderes Verkehrsmittel, nämlich die Bahn, seine Leistung nicht erbringt. Um das Problem für die nächsten Tage und dann auch dauerhaft zu lösen, ist die Deutsche Bahn gefordert. Falls die LNG oder der RMV prüfen wollen, zusätzliche Busse bei den RhönEnergie Verkehrsbetrieben zu bestellen, werden wir das selbstverständlich wohlwollend prüfen."

Deutsche Bahn und der RMV hat OSTHESSEN|NEWS ebenfalls um ein Statement gebeten. Eine Antwort steht noch aus. (Moritz Pappert) +++


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