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Mit Patricia Bickert holen sich die Bad Hersfelder Festspiele (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) eine langjährige Pressesprecherin und Kommunikationsexpertin an Bord, die bereits die Landesgartenschau in Fulda (2023) maßgeblich begleitet und geprägt hat. - Fotos: Carina Jirsch

FULDA Von einem Herzensprojekt zum nächsten

Patricia Bickert: Die neue Stimme der Bad Hersfelder Festspiele

28.12.25 - Die neue Stimme einer Persönlichkeit, die Erfahrung und Begeisterung für große Projekte mitbringt - mit Patricia Bickert holen sich die Bad Hersfelder Festspiele (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) eine langjährige Pressesprecherin und Kommunikationsexpertin an Bord, die bereits die Landesgartenschau in Fulda (2023) maßgeblich begleitet und geprägt hat.

Mit offenem Blick, klarer Haltung und der Überzeugung, dass gute Öffentlichkeitsarbeit vor allem eines braucht: echtes Interesse an Menschen und Themen - startet Bickert in die Öffentlichkeitsarbeit der Bad Hersfelder Festspiele. Sie folgt damit auf Monika Liegmann und Ina Rumpf.

Patricia Bickert (zweite von links) und die Intendantin der Bad Hersfeld Festspiele ...

Bickert im Interview mit OSTHESSEN|NEWS-Redakteurin Katharina Geppert. ...

"Ich muss Begeisterung für ein Thema haben, sonst fühle ich mich nicht wohl und dann ...

Großprojekte wie die Festspiele sind für Bickert nichts Neues. So war sie auch Pressesprecherin der Landesgartenschau Fulda vor über zwei Jahren. "Ich muss Begeisterung für ein Thema haben, sonst fühle ich mich nicht wohl und dann würde auch die Arbeit darunter leiden. Die Landesgartenschau war für mich natürlich ein echtes Herzensprojekt", berichtet sie im OSTHESSEN|NEWS-Interview.

Bickerts Weg zu den Festspielen

Im März wurde sie dann kontaktiert, ob sie sich vorstellen könnte, dass die Festspiele ein Thema für sie seien. "Die Intendantin Elke Hesse hat mich so begeistert - nicht nur für sich, sondern auch für das Thema -, dass ich gesagt habe: Das kann ich mir vorstellen", berichtet die 63-Jährige. Gesagt, getan. Bereits im Mai, also weit vor der 75. Saison der Festspiele legte sie los, um die Stücke für die Jubiläumssaison 2026 vorzubereiten. "Die Zusammenarbeit mit den Regisseuren und Beteiligten war sehr schön - da ist ein anderer Flow. Ein kleines bisschen hat es mich auch an Gartenschau erinnert, weil man viele neue Leute kennenlernt", berichtet Bickert über die anfängliche Zeit. Den richtigen Start gab es dann bei der Pressekonferenz im August - erstmals in der Stiftsruine.

"Bad Hersfeld könnte mein nächstes Herzensprojekt werden."

Auch die Zusammenarbeit mit der neuen Intendantin Elke Hesse funktioniert reibungslos. "Wir verstehen uns wirklich - das ist ein tolles Miteinander. Ich verstehe, was sie will, und kann es umsetzen und verschriftlichen", so Bickert. "Wenn wir menschlich nicht funktionieren würden, wäre ich die Falsche für den Job", resümiert sie.

Bickerts Aufgabenbereich ist vielfältig und breit gefächert. "Ich koordiniere Termine, bereite Presseeinladungen vor und plane die Vorstellungen der Hauptdarsteller", sagt sie über ihre aktuellen Tätigkeiten. Auf eine Sache legt sie dabei immer großen Wert: "Mir ist wichtig, dass sich alle wohlfühlen - Journalisten genauso wie die Künstler." Außerdem: "Ich versuche, Druck aus dem Kessel zu nehmen, gerade bei jungen Schauspielern."

"Die Stiftsruine flößt mir Ehrfurcht ein."

Die Stiftsruine mit ihrer besonderen Magie ist auch für die 63-Jährige etwas Besonderes. "Ich begleite die Bad Hersfelder Festspiele schon viele Jahre - beruflich und privat. Die Stiftsruine flößt mir aber auch immer noch Ehrfurcht ein." Nach den vielen Projekten, die sie in ihrem Leben bereits erfolgreich gemeistert hat, ist sie vor der kommenden Saison nicht mehr aufgeregt, sondern freut sich vor allem. Die größte Faszination: "Die Proben und die Arbeit hinter den Kulissen mitzuerleben."

Schon jetzt zeichnen sich für sie die besonderen Höhepunkte der kommenden Saison ab. Besonders "Parzival" und "Lysistrata" haben es ihr angetan. Da sie Teil einer Generation ist, in der die Klassiker der Weltliteratur noch selbstverständlich zum Schulunterricht gehörten, sind ihr beide Stoffe vertraut. "Bei Parzival werden Hoffnung und Empathie in den Mittelpunkt gestellt. Lysistrata hingegen zeigt mit einem Augenzwinkern, wie Frauen versuchen, Krieg zu beenden." Angesichts der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Lage berühren sie diese Werke ganz besonders. Für Bickert sind es genau solche Stücke, die Theater auch heute noch relevant und wirksam machen.

Nach der LGS, ihrem ersten Herzensprojekt, geht es also zu den Bad Hersfelder Festspielen - und das mit jeder Menge Leidenschaft für den Job. "Bad Hersfeld hat alles, um mein zweites Herzensprojekt zu werden." (Katharina Geppert) +++


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