28.11.25 - Mit einem feierlichen Akt, vielen Gästen und einem sichtlich bewegten Bürgermeister ist in Schenklengsfeld der Grundstein für die neue Seniorenwohngemeinschaft gelegt worden. Die Einrichtung, die unter dem Namen "Landhaus Senvital" entsteht, gilt als eines der wegweisenden Projekte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Sie soll pflegebedürftigen Menschen ein modernes, warmes und selbstbestimmtes Zuhause bieten - mitten im Ort, nah an der Gemeinde und geprägt vom Anspruch, Wohnen und Pflege auf einen neuen Standard zu heben.
Der feierliche Nachmittag zeigte: Hier entsteht weit mehr als ein Gebäude. Hier entsteht ein Ort, der das Leben im Alter für viele Menschen nachhaltig verbessern soll.

Andre Wenzel (Bürgerliste Schenklengsfeld), Bürgermeister der Gemeinde Schenklengsfeld ...
Ein neues Kapitel für die Gemeinde
Gleich zu Beginn machte Thoralf Bäring von der Exsos GmbH deutlich, welche Bedeutung dieses Projekt für eine ländliche Region wie Schenklengsfeld hat. Er sprach von einem Meilenstein, der weit über die reine Bauphase hinausreiche. "Das ist ein ganz besonderer Tag", sagte Bäring. "Was wir hier schaffen - alle gemeinsam - ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig."

Landrat Torsten Warnecke (SPD)
Im Mittelpunkt stehe für ihn, die Region langfristig zu stärken: "Wir haben viele Herausforderungen: Es fehlen Pflegeimmobilien und viele Pflegefachkräfte. Unsere Mission ist es, die Infrastruktur in der Region zu stärken - speziell im ländlichen Raum." Er betonte außerdem die Zukunftsfähigkeit des Neubaus: "Unser Gebäude ist vollkommen CO2-neutral. Was wir neu bauen, bauen wir so, dass es zukunftsfähig ist."
Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Projektentwicklern lobte er ausdrücklich: "Das muss ein Vorbild für andere Baustellen sein."

Thoralf Bäring: „Das ist ein ganz besonderer Tag"

Wenzel sieht einen wichtigen Schritt für die Gemeinde.

Ein tolles Team sorgte für die perfekte Verpflegung.
Bürgermeister Wenzel sieht "wichtigen Schritt für die Zukunft"
Bürgermeister Andre Wenzel (Bürgerliste Schenklengsfeld) zeigte sich emotional. Für ihn ist der Tag eine Zäsur - und ein Versprechen. "Es ist ein besonderer Moment für unsere Gemeinde, denn wir legen heute nicht nur den Grundstein für ein neues Gebäude, sondern auch für ein wichtiges Stück Zukunft - für ein gutes und innovatives Leben im Alter hier vor Ort", sagte er.
Wenzel stellte den lokalen Bezug in den Mittelpunkt: "Unsere Gesellschaft wird älter, und zugleich wächst der Wunsch, möglichst lange in der vertrauten Umgebung zu bleiben." Die neue Einrichtung ermögliche genau das. Sie biete moderne Pflegeplätze, kurze Wege für Angehörige und sichere Perspektiven für viele Familien.
Mit Blick auf die rasante Entwicklung betonte er: "Heute vor einem Jahr war hier noch ein Acker, heute sehen wir die Verwirklichung des Projektes und quasi die Schaffung eines neuen Ortsteiles." Zudem hob er die Bedeutung für die Infrastruktur hervor: "Es schafft nicht nur dringend benötigte Pflegeplätze, sondern auch rund 30 wohnortnahe Arbeitsplätze."

Andy Barge: „Wir legen den Grundstein für etwas ganz Besonderes
Betreiber SenVital: "Hier entsteht Zukunft"
Aus Sicht des künftigen Betreibers SenVital stand vor allem der Lebenswert der neuen Einrichtung im Vordergrund. Geschäftsführer Andy Barge betonte: "Wir legen den Grundstein für etwas ganz Besonderes." Hier entstehe ein Wohn- und Lebensort, der den Bewohnern ein neues Gefühl von Zuhause vermitteln solle. Nachhaltigkeit spiele dabei eine zentrale Rolle: "Der, der Verantwortung für Menschen übernimmt, übernimmt auch Verantwortung für die Umwelt." Sein Fazit: "Hier entsteht Zukunft für pflegebedürftige Menschen."

O|N-Journalist Constantin von Butler
Landkreis unterstützt Projekt
Auch Landrat Torsten Warnecke (SPD) meldete sich zu Wort und machte deutlich, dass die Region hinter dem Vorhaben steht. "Dieses Projekt ist hier gewollt", sagte er. Besonders wertvoll sei die zentrale Lage: "Das Besondere ist hier: Man hat einen direkten Bezug und ist nicht abseits auf einer grünen Wiese." Sein Wunsch an alle Beteiligten: "Ich wünsche Ihnen einen unfallfreien Bau und ein tolles Team, das Ihre Wünsche gestalten kann."
Pfarrerin Marie-Therese Eckardt ergänzte, wie lange der Wunsch nach einer solchen Einrichtung bereits in der Gemeinde verankert ist. "Ich bin seit 27 Jahren hier Pfarrerin - schon zu Beginn meiner Zeit hieß es, dass es schön wäre, wenn hier ein Altenheim entstehen könnte."
(Constantin von Butler) +++