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Mehrere Wasserwerfer sin in Gießen positioniert falls es zu Zwischenfällen kommen sollte - Fotos: Hans-Hubertus Braune

GIEßEN Tausende Polizisten vor Ort

Stadt in Aufruhr: Gießener Gesellschaft ruft zu friedlichen Protesten auf

29.11.25 - Die Stadt Gießen ist am Wochenende im Ausnahmezustand. Straßen sind gesperrt. Hintergrund ist das Gründungstreffen der Jugendorganisation der AfD in der Hessenhalle - dagegen wollen Tausende protestieren.

Bereits am Freitag bestimmten die Vorbereitungen das Stadtbild. Ob am Bahnhof oder in der gesamten Innenstadt sind Polizisten und Bundespolizisten bereits im Einsatz. An vielen Stellen wurden Schutzgitter aufgestellt. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt. Den ganzen Tag über reisten Hundertschaften aus vielen Bundesländern an und haben ihre Camps eingerichtet. Auch einige Wasserwerfer wurden platziert.

Viele Organisationen und Gruppieren aus der Mitte und Links rufen zu friedlichen Protesten ...

Grund der Gegendemonstrationen ist eine Tagung der Alternative für Deutschland, ...

In der Stadt sind viele Polizeieinheiten aus dem gesamten Bundesgebiet m Einsatz ...

Aber auch die verschiedenen Protestbewegungen machen mobil. An einigen Häusern hängen bereits Plakate mit Aufrufe zu friedlichen Protest und Ablehnung gegen die AfD-Veranstaltung. Viele prominente Köpfe der Stadt haben auch am Freitag nochmals die Menschen aufgerufen, sich an den friedlichen Aktionen zu beteiligen.

Morgens um fünf Uhr Start am Bahnhof

Morgens um fünf Uhr geht es am Bahnhof in Gießen los. Unter anderem die "Omas gegen Rechts" verteilen Tee, gegen sechs Uhr gibt es erste Rede und dann setzt sich der Demonstrationszug in Richtung des DGD-Kundgebungsortes in Bewegung. Wo dieser genau sein wird, stand am späten Freitagnachmittag noch nicht fest. Am Berliner Platz organisieren verschiedene Parteien und Gruppierungen ein Demokratiefest. Unter anderem hat auch die Band "Juli" ihr Kommen angekündigt. Auf der Internetseite "https://vielfalt-verbindet-giessen.de/" sind viele Aktionen zusammengefasst.

Die Polizei bereitet sich auf einen der größten Einsätze der letzten Jahre in Hessen vor. Über 50.000 Demonstranten werden erwartet. Dementsprechend haben sich die Einsatzkräfte gerüstet - mit Wasserwerfern, Hubschraubern und vielen Absperrungen in der Innenstadt und darüber hinaus.

Der DGB hatte Kundgebungen mit bis zu 30.000 Teilnehmern westlich der Lahn in Nähe der Hessenhallen geplant, um gegen den Gründungskongress der AfD-Jugend zu protestieren. Jetzt hat das Verwaltungsgericht Gießen den Eilantrag des DGB gegen die von der Stadt verhängten Auflagen für die Demonstrationen weitgehend abgewiesen. Am Freitagabend kam dann das Update: Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat entschieden, dass die DGB-Kundgebung östlich der Lahn stattfinden wird. "Wir nehmen diesen Beschluss zur Kenntnis und sind organisatorisch darauf vorbereitet," heißt es von der DGB.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) betont: "Die Polizei steht vor einem Großeinsatz in Gießen. Ich appelliere an alle Beteiligten, auf dem Boden des geltenden Rechts zu agieren und die Arbeit der Polizisten nicht unnötig zu erschweren. Die Beamten werden politisch neutral handeln. Ihr Koordinatensystem ist allein der Rechtsstaat, der für das Wochenende klare Vorgaben macht." Es zwar sei völlig legitim und nachvollziehbar, dass es zu Gegendemonstrationen gegen die AfD-Veranstaltung kommt. "Diese müssen sich aber an die verfassungsrechtlich vorgegebenen Grenzen halten. Dazu gehört, dass jegliche Form der Gewaltausübung verboten", so Poseck in einer Pressemeldung weiter.

OSTHESSEN-NEWS berichtet am Samstag mit mehreren Teams live aus Gießen. (Hans-Hubertus Braune) +++


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