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Paul Panzer begeisterte mit seinem Programm in Fulda - Fotos: Moritz Pappert

FULDA "KI ist freundlicher als meine Frau"

Paul Panzer begeistert: Comedy zwischen Lachtränen und Lebensweisheiten

22.12.25 - Es war ein wahrer Blick in eine wehmütige Vergangenheit und gleichzeitig in eine visionäre Zukunft: Comedian Paul Panzer begeisterte am Sonntagabend mit seinem Programm "Schöne neue Welt" die Fans in der Fuldaer Esperantohalle.

Paul Panzer beim O|N-Interview im Backstagebereich der Esperantohalle

Im Fokus standen, getreu dem Programm, die Dinge des täglichen Lebens, die sich in den letzten Jahren rasant gewandelt haben. Besonders die Technik. So erzählte der Comedian mit dem bekannten Sprachfehler von seinen Erfahrungen mit der künstlichen Intelligenz "die ist freundlicher, als meine Frau. Diese Freundlichkeit bin ich zuhause garnicht gewohnt". Zwischendrin hatte er auch immer wieder ernst gemeinte Botschaften für das reale Leben an die Fuldaer. Etwa, dass durch die KI das Handwerk endlich wieder eine größere Rolle spielen wird.

Aber auch von den Tücken der Smartphones und den Umgang seiner Eltern damit. Etwa, dass seine Mutter, die immer Selfies von unten machte, einen VHS-Kurs für Selfies absolvierte. Ausgerechnet bei einer 90-jährigen Freundin seiner Mutter. Und auch Vaters Gartenteich spielte eine Rolle in seinem Programm. Um etwas gegen die nervende Mutter zu tun, schlug er seinem Vater vor, sie doch in den Teich zu werfen. Keine gute Idee. "Da muss ich sie ja auch noch füttern", so der Vater.

"Nicht, dass ich noch Oberbürgermeister von Fulda werde"

Doch noch ein weiteres Familienmitglied war maßgeblich für Paul Panzer - sein Hund. Der Comedian wunderte sich, warum seine Haut nach dem Rasieren juckte. Die Antwort war schnell gefunden. Seine Frau Hilde hatte dem Hund damit den Hintern rasiert. Apropos Familienmitglied. Panzer ist eher weniger erfreut über seinen, nun ja, eher minderintelligenten Sohn Bolle. Oder wie er es beschreibt: "Bolle ist nicht dumm. Er hat nur einen anderen Punkt der Wahrnehmung." Und ein Besuch mit seiner Influencer-Tochter in einem Outdoor-Laden werden beide so schnell sicher auch nicht vergessen.

Was bei seinem Programm nicht fehlen durfte, war die Weltpolitik. Hier ging er auf seinen "Kollegen" Wolodymyr Selenskyj aus der Ukraine ein, der im früheren Leben tatsächlich Komiker war. "Nicht, dass ich noch Oberbürgermeister von Fulda werde. Ich würde den Laden schon auf Trab halten", ist sich nicht nur Panzer sicher. Und am Ende, nach vielen Lachern und tosendem Applaus, hatte der Comedian wieder eine Botschaft an die Fuldaer: "Jeder hat die Aufgabe im Leben, glücklich zu sein. Und wenn man noch Energie übrig hat, sollte man sehen, dass man auch andere glücklich macht."

OSTHESSEN|NEWS hat den sympathischen Komiker, vor der Show getroffen. Es war sein letzter Auftritt vor den Weihnachtsfeiertagen, auf die sich der 53-Jährige sehr freut. Kein Wunder, im Jahr ist er rund 130 Tage unterwegs. "Ich werde zuhause mit meinem Sohn Bolle zocken, Netflix schauen und mit den Hunden rausgehen", so Panzer, der im echten Leben Dieter Tappert heißt, zu O|N. Für die Fans war dieser Abend ebenfalls ein humorvoller und gelungener Start in die Weihnachtszeit. (Moritz Pappert) +++


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