
Mitten im tobenden Publikum: die Fuldaer Andy, Niklas und Joachim Herget sowie Markus Kunert. - Fotos: Privat
LONDON
Vier Fuldaer mitten im Hexenkessel
Darts, Drama, Gänsehaut: Ein Wochenende im legendären "Ally Pally"
26.12.25 - Laut, dramatisch, emotional und einfach unvergesslich: genau so kann man die Darts-Weltmeisterschaften im Londoner "Ally-Pally" ganz gut beschreiben! Jedes Jahr lockt die Sportveranstaltung tausende von Menschen aus der ganzen Welt - und die sorgen natürlich für eine ganz besondere Atmosphäre, die der eine oder andere von uns definitiv nicht mehr vergessen wird.
Die traditionelle und alljährliche Darts-Weltmeisterschaft läuft seit dem 11. Dezember - rund 128 Spielerinnen und Spieler sind in dieser Ausgabe dabei. Mitten im tobenden Publikum: die Fuldaer Andy, Niklas und Joachim Herget sowie Markus Kunert. Vier Tage lang tauchten sie ein in dieses Spektakel, sammelten Eindrücke, Emotionen und Erinnerungen, die sie so schnell nicht wieder loslassen werden. Im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS erzählen sie von einer Reise, die man nur als unvergesslich bezeichnen kann.
Zwischen Premiere League und Darts-Fieber

Los ging alles mit einem Abstecher ins Fußballstadion: Am 13. Dezember sahen sie Chelsea ...
Für die vier Fuldaer war es bereits der zweite Besuch im Alexandra Palace. Los ging alles mit einem Abstecher ins Fußballstadion: Am 13. Dezember sahen sie Chelsea gegen Everton - ein perfekter Auftakt, um die Stimmung für das bevorstehende Darts-Wochenende so richtig anzuheizen. Die folgenden zwei Tage standen dann ganz im Zeichen von Dart - und diese Erlebnisse brannten sich ein. "Am ersten Tag stach vor allem die Partie von Nitin Kumar hervor. Dieser wurde mit einer überragenden Leistung in einem sehr spannenden Spiel zum Publikumsliebling und dementsprechend auch nahezu über die komplette Spieldauer mit Sprechchören unterstützt", so Herget.
Mit einem hart erkämpften 3:2 sicherte sich Kumar den Einzug in Runde zwei. Den krönenden Abschluss des Abends lieferte dann Publikumsliebling Joe "Rockstar" Cullen, der Bradley Brooks souverän mit 3:0 besiegte.
Emotionen, Ausraster und der große Auftritt von Peter Wright
Der nächste Tag brachte noch mehr Drama: "Im zweiten Match schied der gesetzte Spieler Cameron Menzies in einem engen Spiel aus. Kurz vor dem Matchdart täuschte dieser dann zuerst an seine Sachen Richtung Publikum zu werfen. Nach erfolgreicher Verwandlung des Matchdarts ließ er dann seiner Wut freien Lauf, indem er erst die Pyrotechnik mit seiner bloßen Hand verdeckter und danach mit selbiger den Getränketisch in sämtliche Einzelteile zerlegt hat", erinnert sich Herget. Ein Moment, den wohl viele TV-Zuschauer ebenfalls mit offenem Mund verfolgt haben dürften.

Das legendäre "Ally Pally" in London.
Danach wurde es wieder etwas ruhiger: Die Fans erlebten die österreichische Hoffnung Mensur Suljovic, der von hunderten Landsleuten lautstark unterstützt wurde. Spieler und Publikum verschmolzen quasi zu einer Einheit - ein echtes Highlight! Und dann kam der große Auftritt: "Zum Schluss spielte einer unserer absoluten Favoriten - Peter Wright", erzählt der Fuldaer. Wie immer ließ er es sich nicht nehmen, mit einem spektakulären Outfit und einem perfekt inszenierten Walk-On die Bühne zu betreten. Mit einem klaren 3:0 gegen Van Leuven startete er eindrucksvoll ins Turnier.
Am letzten Tag ihres Trips ging es die Vier noch einmal in die Stadt - dort wurden noch letzte Geschenke besorg und die Weihnachtsmärkte besucht, bevor es abends wieder nach Hause ging. Eine tolle Erfahrung, von der die Fuldaer wahrscheinlich noch lange zehren werden. (Julia Schuchardt)+++ 