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Ein Brummschädel beim Start ins neue Jahr muss nicht sein! - Symbolbild: pixabay

REGION Was tun, wenn der Kopf brummt?

O|N-Arzt gibt Tipps gegen den Kater am Neujahrsmorgen

01.01.26 - Ein Glas Sekt zu viel und der Neujahrsmorgen beginnt mit Kopfschmerzen. Für viele Menschen gehört das Feiern, insbesondere mit alkoholischen Getränken, zum Jahreswechsel trotz Katergefahr einfach dazu. Doch während der Abend oft fröhlich verläuft, meldet sich der Körper am nächsten Tag nicht selten mit deutlichen Warnsignalen. Übelkeit, pochende Schläfen und bleierne Müdigkeit sind klassische Begleiter eines Katers.

Verantwortlich dafür ist der Alkoholabbau im Körper. In der Leber wird Ethanol in mehreren Schritten verarbeitet, wobei unter anderem Acetaldehyd entsteht. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der als giftig gilt und im Verdacht steht, maßgeblich an den typischen Beschwerden beteiligt zu sein. Hinzu kommen Flüssigkeitsverlust und ein Ungleichgewicht der Elektrolyte. Warum ein Kater bei manchen Menschen besonders stark ausgeprägt ist und bei anderen kaum auftritt, ist wissenschaftlich bislang nicht vollständig geklärt. Neben körperlichen Beschwerden berichten einige Betroffene auch über innere Unruhe, gedrückte Stimmung oder Herzklopfen. Treten Herzrhythmusstörungen nach Alkoholkonsum auf, sprechen Mediziner vom sogenannten Holiday-Heart-Syndrom.

Vorbeugen ist die beste Strategie

Die sicherste Methode, um einem Kater zu entgehen, ist der Verzicht auf Alkohol. Die Auswahl an alkoholfreien Alternativen ist inzwischen groß: Neben Bier und Wein gibt es auch Sekt und sogar alkoholfreie Spirituosen. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte Maß halten und zwischendurch regelmäßig Wasser trinken.

Auch die Art des Alkohols spielt eine Rolle. Klarere Getränke wie Wodka oder Gin enthalten weniger Begleitstoffe und werden vom Körper oft besser vertragen als etwa Rotwein oder Whisky. Hochprozentiger, minderwertiger Alkohol mit vielen sogenannten Fuselstoffen kann die Beschwerden zusätzlich verstärken. Eine leichte Mahlzeit während des Trinkens entlastet zudem den Stoffwechsel.

Wenn der Kater da ist

Am Tag danach helfen vor allem Ruhe, frische Luft und Bewegung in moderatem Maß. Spaziergänge können den Kreislauf in Schwung bringen. Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken, idealerweise Mineralwasser oder ungesüßte Tees, um den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen.

Kopfschmerzen lassen sich bei Bedarf mit Ibuprofen lindern, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegensprechen. Im Zweifel sollte vor der Einnahme ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden. Andere Schmerzmittel sind weniger geeignet: Paracetamol belastet die Leber zusätzlich, Acetylsalicylsäure kann den Magen reizen, was beides ungünstig nach Alkoholkonsum sein kann.

Hausmittel: hilfreich oder Mythos?

Ob deftiges Frühstück, Rollmops oder fettige Speisen: Viele schwören auf traditionelle Hausmittel. Wissenschaftliche Belege für deren Wirksamkeit fehlen jedoch. Da der Körper noch mit dem Alkoholabbau beschäftigt ist, sind leichte Speisen wie Joghurt, Obst oder Zwieback oft besser verträglich. Auch verdünnte Fruchtsäfte können helfen, den Energiehaushalt wieder zu stabilisieren.

Am Ende gilt: Der beste Schutz vor einem Kater bleibt ein bewusster Umgang mit Alkohol. Wer auf seinen Körper hört, startet nicht nur entspannter ins neue Jahr, sondern auch gesünder. (ab) +++


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