Tenor-Blockflöte Sigo lässt Ihre Ohren lächeln! - Dankesschreiben aus aller Welt
19.01.26 - Eine in Fulda realisierte Erfindung revolutioniert seit einem Jahr die Musikwelt: Die Tenorblockflöte Sigo aus dem 3-D-Drucker begeistert mit ihrem Wohlklang die Kunden weit über Fulda hinaus. Das grässliche Gefiepe der Sopranblockflöte, mit der Kinder seit Generationen ihre Umgebung quälen, gehört mit der Kreation des Schweizer Blockflötenentwicklers Geri Bollinger und Instrumentenbauer Joachim Kunath aus Maberzell endlich der Vergangenheit an. Der Run auf die wohlklingende Blockflöte, die dank ihrer ungewöhnlichen Form und Herstellung schon Kinder greifen können, reißt nicht ab. Der Fuldaer Flötenbauer hat sowohl seinen Umsatz als auch seine Belegschaft fast verdoppelt und muss anbauen.
Schon die Weltpremiere von Sigo in London im November 2024 war ein voller Erfolg. Das wie eine C-Flöte spielbare Instrument mit dem satten Klang überzeugte die anwesenden Musiker auf ganzer Linie. Die Tenor-Blockflöte aus dem 3-D-Drucker ist die Alternative zur klassischen Sopran-Blockflöte, dem Anfängerinstrument für viele Generationen von Musikschülern. Die C-Flöte ist für Kinderhände wegen der kurzen Abstände der Tonlöcher zwar leicht zu greifen, klingt aber nur in der Hand von Profis wirklich gut.
Eine Sigo kommt aus einem der 30 3D-Drucker
Flötenbauer Jo Kunath
Ein "Coboter", ein einarmiger Roboter, der zuarbeitet, schleift hier eine Naht der ...
Vor allem das Üben ist für alle Mithörer eine Qual -nah am Tinnitus. Einen angenehmeren Klang erreichte man bisher aber nur mit einem längeren Instrument, dessen Lochung dann für Kinderhände nicht zu greifen ist. Diesem Dilemma halfen die Fuldaer Instrumentenbauer durch eine gefaltete Innenbohrung ab, so dass Sigo eine Oktave tiefer und damit viel angenehmer klingt. Durch das angewinkelte Kopfstück und die in die Form integrierte Daumenstütze ist die Flöte besonders ergonomisch. Korpus und Kopf werden aus dem ebenfalls komplett neuen, von Kunath entwickelten Material Resona aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.
Der Klang ist die beste Werbung für Sigo
Viel Überzeugungsarbeit oder Werbung für das neue Instrument war nicht nötig – die YouTube-Videos, die Sigo zeigten und hören ließen, genügten vollauf. Kurz nach der Londoner Vorstellung gab es einen Boom an Bestellungen, der den kleinen Betrieb völlig überrollte. Mit liebevollen Mails tröstete Jo Kunath die vorfreudigen Kunden über den längeren Lieferzeitpunkt hinweg, denn man kam mit der Herstellung kaum hinterher. Mittlerweile sind über 14.000 Stück verkauft, 30 3D-Drucker produzieren rund um die Uhr Nachschub.
Und wenn die Kunden ihre Sigo endlich anspielen können, sind sie offenbar begeistert. Die "Dankesschreiben aus aller Welt" sind in diesem Fall kein Reklame-Gag.
"Paradiesisch diese neue Sigo-Flöte! Sie übertrifft alle meine Erwartungen! Gleich ihre ersten Töne haben mich so voller Fülle, Wärme und Klarheit umarmt, dass ich nicht anders konnte, als den Rest des Tages mit ihr zu verbringen. DANKE für dieses wunderbare Instrument, das sicher noch ganz besondere Beachtung in der Welt der Flöten bekommen wird", lautete nur eine der Bewertungen, die auf der Website zu lesen sind.
"Nach dem ersten Anspielen bin ich sehr zufrieden und freue mir ein Loch in den Bauch. Elegant, innovativ, laut (!) – ich bin begeistert", ein anderer Kunde. Es gibt jede Menge Bestnoten auch aus dem europäischen Ausland und aus Übersee, ja aus der ganzen Welt.
Jo Kunath und sein Team ruhen sich aber nicht auf diesen Lorbeeren aus: In Kürze wird es auch eine Alt- und Bassflöte geben – der Hype um das Instrument aus Maberzell setzt sich fort. (Carla Ihle-Becker)+++
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