
Der Winterdienst ist im Dauer-Einsatz - Foto: Marvin Myketin
REGION
Für hunderte Kilometer zuständig
Um 2 Uhr gehts los: Der Winterdienst ist derzeit im Dauer-Einsatz
13.01.26 - Die letzten Tage waren geprägt von Schnee, Glätte und Frost. Um bei diesen Bedingungen für sichere Straßen zu sorgen, ist der Winterdienst derzeit im Dauer-Einsatz. Die Männer und Frauen von Hessen Mobil sind in unserer Region auf Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen im Einsatz.
Im Landkreis Fulda betreuen die drei Straßenmeistereien von Hessen Mobil (Neuhof, Gersfeld und Hünfeld) im Winterdienst insgesamt über 185 Kilometer Bundesstraßen, rund 490 Kilometer Landesstraßen und rund 383 Kilometer Kreisstraßen. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg werden rund 147 Kilometer Bundesstraße, ca. 286 Kilometer Landesstraßen und über 232 Kilometer Kreisstraßen von den beiden zuständigen Meistereien (Rotenburg und Bad Hersfeld) beräumt.

Foto: Hessen Mobil
"Die Entscheidung über den Streueinsatz basiert auf einer Kombination aus Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes, Glättemeldeanlagen entlang der Straßen und lokalen Einschätzungen der Straßenmeistereien. Je nachdem wird der Einsatz des Personals und der Fahrzeuge koordiniert", heißt es von Hessen Mobil auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS.
Die Frühschicht beginnt um 2:15 Uhr
Im Landkreis Fulda stehen bis zu 24 Fahrzeuge zur Verfügung. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg können bei entsprechendem Bedarf bis zu 14 Fahrzeuge eingesetzt werden. Darüber hinaus werden auch je nach Bedarf und Wettervorhersage Fremdunternehmen zum Winterdienst hinzugezogen.
"Bei vorhersehbaren winterlichen Wetterlagen wird der Winterdienst im Schichtbetrieb organisiert. Die Frühschicht beginnt in der Regel um 2:15 Uhr, damit die Straßen rechtzeitig vor dem Berufsverkehr geräumt und gestreut sind. Gestreut wird bei Reifglätte, Eisglätte, Eisregen und Schneefall", erklärt die Pressestelle von Hessen Mobil abschließend.
Für den Winterdienst in den Städten und Gemeinden sind auch die Kommunen zuständig. Bei der Stadt Fulda waren am Montag 95 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. Davon sind 90 beim Gehweg-Winterdienst tätig. Dazu kommen jeweils fünf Fahrer, die beim Fahrbahn-Winterdienst pro Schicht unterwegs sind.
So kämpft der Vogelsberger Winterdienst gegen Schnee und Eis
Auch im Vogelsbergkreis läuft der Winterdienst derzeit auf Hochtouren. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Straßenmeistereien im Vogelsberg, also in Homberg (Ohm), Lauterbach und Grebenhain, sind bei der derzeitigen Witterung von circa 2 Uhr bis in die späten Abendstunden im Einsatz." Zeiten ohne akuten Räum- und Streubedarf würden dabei durch Rufbereitschaft abgedeckt, "sodass eine 24-stündige Erreichbarkeit sichergestellt ist." Ein regulärer Einsatz sei in der Regel nach mindestens drei Stunden abgeschlossen, könne sich bei starkem Schneefall und Wind aber deutlich verlängern. Aktuell stehen den Straßenmeistereien im Vogelsbergkreis 21 von 22 Winterdienstfahrzeugen zur Verfügung, zusätzlich können Fremdunternehmen eingesetzt werden. Auch bei den Streustoffen sieht sich Hessen Mobil gut aufgestellt: "Die zum Beginn der Winterdienstsaison eingelagerte Salzmenge auf den Straßenmeistereien im Vogelsbergkreis beträgt etwa 5000 Tonnen. Zusätzlich stehen 280 Tonnen Sole zur Verfügung." Bislang seien rund 45 Prozent der Salzmenge verbraucht, Nachbestellungen seien jederzeit möglich. Zum Einsatz komme dabei modernes Feuchtsalz. Das sorge für eine bessere Haftung und eine hohe Tauwirkung bei geringer Salzmenge.
Abschließend weist Hessen Mobil auf die Belastung der Einsatzkräfte hin und bittet um Rücksicht. "Zur Durchführung eines ordnungsgemäßen Winterdienstes ist eine Durchfahrtsbreite von mindestens 3,75 Metern zwingend erforderlich." Parkende Fahrzeuge in engen Ortsdurchfahrten könnten den Einsatz erheblich behindern. (Moritz Pappert) +++ 