28.01.26 - Am Montag ging es zwischen Schnee und Eis heiß her - und die gesamte Region war von einer winterlichen Großwetterlage geprägt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren im weißen Gestöber im Dauereinsatz. Wie die Bilanz der Polizei verrät, wurde bei den meisten Unfällen niemand verletzt. Dennoch kam es in Osthessen zu über 100 Einsätzen.
Neben der Polizei liefen auch die Krankenhäuser auf Hochbetrieb - sie stehen als stille Anker inmitten des Wintersturms. Während Räumfahrzeuge kämpfen und Einsatzkräfte im Dauertakt ausrücken, halten die Kliniken ihren Betrieb unerschütterlich aufrecht – bereit für jede Verletzung, jeden Notfall, der durch die Witterung entsteht. Stellvertretend für den Winter stehen die Berge - hier in der Region die Wasserkuppe mit der Bergwacht. Wie wirkte sich diese Lage auf die Krankenhäuser aus? Und wie sah die Einsatzlage an Hessens höchstem Berg aus? OSTHESSEN|NEWS hat bei der Bergwacht und den Krankenhäusern nachgefragt.

Tobias Heil, Pressesprecher der Bergwacht Wasserkuppe über die winterliche Situation. ...
Keine großen Einsätze für die Bergwacht - aber sie sind vorbereitet
Auf Hessens höchstem Berg und bei der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe ist die Bergwacht stationiert, die - anders als andere Einsatzkräfte - einen ruhigen Tag hatte. "Vormittags waren die Wanderwege auf der Wasserkuppe wenig und nachmittags teilweise besucht. Auch auf der Piste kam es lediglich zu einem Einsatz, bei dem sich eine Person das Knie leicht verletzt hatte", sagte Tobias Heil, Pressesprecher der Bergwacht Wasserkuppe. Vorbereitet sind sie selbstverständlich trotzdem. "Dank der guten Bedingungen auf den Ski- und Rodelpisten auf der Wasserkuppe sowie den zusätzlich geöffneten Pisten am Zuckerfeld und Simmelsberg rechnen wir mit einem hohen Besucheraufkommen am Wochenende und werden deshalb auch mit einer verstärkten Dienstmannschaft unsere Station besetzen. Von dort aus ist unsere Mannschaft dann für die Notfälle in den verschiedenen Skigebieten und dem Landkreis Fulda einsatzbereit", so Heil.

Das Klinikum Bad Hersfeld war erwartungsgemäß stärker gefordert als an regulären ...

Im Zuge des Wintereinbruchs mit Schneefall und Glatteis verzeichnen wir im Herz-Jesu-Krankenhaus ...

Die befürchtete Überlastung blieb beim Klinikum Fulda aus.
Das sagen die Kliniken in der Region
Von Patienten stark frequentiert wurden die Krankenhäuser. So sagte Werner Hampe, Pressesprecher des Klinikums Bad Hersfeld, gegenüber
O|N: "Das Klinikum war erwartungsgemäß stärker gefordert als an regulären Tagen. Einschränkungen im Straßenverkehr führten vereinzelt zu erschwerten Anfahrtsbedingungen - sowohl für Mitarbeitende als auch für Patientinnen, Patienten und Besucher. Der Klinikbetrieb lief jedoch stabil, die medizinische Versorgung war jederzeit gewährleistet." Trotz tiefem Schnee und kursierender Begriffen wie "Krise" und "Chaos" gehören solche Wetterlagen in den Wintermonaten zur Realität und sind laut Hampe "grundsätzlich beherrschbar."
"Im Zuge des Wintereinbruchs mit Schneefall und Glatteis verzeichnen wir im Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda eine außergewöhnlich massiv hohe Zahl an Patienten, insbesondere die Notaufnahme ist sehr stark gefordert", antwortete Viktoria Schmitt, Pressesprecherin Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda. Besonders betroffen war zudem die Chirurgie mit einer sehr hohen Auslastung durch Sturzverletzungen, vor allem Sprung- und Handgelenksfrakturen - darunter auch komplizierte Brüche. "Zeitweise betreuten wir am gestrigen Tag mehr als 35 chirurgische Notfälle parallel."
Die befürchtete Überlastung blieb beim Klinikum Fulda aus. Barbara Froese, Pressesprecherin des Klinikums, antwortete: "Mit insgesamt 192 versorgten Patientinnen und Patienten entsprach das Aufkommen einem für Montage üblichen Niveau. Im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie wurden 70 Personen behandelt. Mit einem Anteil von rund 34 Prozent bewegt sich dieser Wert im langjährigen Durchschnitt. Zwar gab es mehr Patienten mit sturzbedingten Verletzungen, die Gesamtsituation blieb jedoch zu jedem Zeitpunkt beherrschbar." Gleichzeitig lobte sie die Patienten: "Ein entscheidender Faktor war die Umsicht der Bevölkerung: Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen die Wetterwarnungen ernst und passten ihr Verhalten den Bedingungen an. Für die kommenden Tage ist die ZNA weiterhin personell und organisatorisch bestens aufgestellt."

Einsatzkräfte, Kliniken und Bevölkerung reagierten überwiegend ruhig, organisiert ...
Auch wenn das Winterwetter die Region spürbar gefordert hat, wird deutlich, dass solche Lagen gut zu meistern sind. Einsatzkräfte, Kliniken und Bevölkerung reagierten überwiegend ruhig, organisiert und mit dem nötigen Augenmaß. Genau diese Besonnenheit sorgt dafür, dass selbst herausfordernde Wetterphasen kontrollierbar bleiben und die Region verlässlich zusammensteht, wenn es darauf ankommt.
(Mia Schmitt) +++
Schnee-Walze trifft Osthessen - weitere Artikel
FULDA - 04.02.2026
Kritik aus dem Stadtparlament
Schneechaos in Osthessen: Chaotische Schulschließungen und späte Infos
REGION - 01.02.2026
THW behält im Winterchaos die Nerven
Querstehende Lkws, lange Staus: Ein Einsatz, der kein Ende zu nehmen scheint
REGION - 30.01.2026
"Besondere Herausforderungen"
Nach Schnee-Chaos: Innenminister Roman Poseck dankt den Einsatzkräften
REGION - 30.01.2026
Das sagt der Wetterdienst
Schnee-Chaos bessert sich - Schulunterricht soll am Freitag stattfinden
REGION - 29.01.2026
Hier sind Ihre Leserbilder - Teil 3
Winter kann auch so schön sein: Verschneite Landschaften
REGION - 29.01.2026
Der Wetterdienst warnt!
Autofahrer aufgepasst: Legen Schnee und Glätte schon wieder die Region lahm?
REGION - 28.01.2026
Präsenz oder Digital?
Unsicheres Winterwetter: So läuft der Schulbetrieb am Mittwoch
GERSFELD (RHÖN) - 28.01.2026
Distanzunterricht auf der Wasserkuppe?
Winterchaos wird zum Freizeitspaß: Osthessen stürmt die Pisten
REGION - 28.01.2026
Über 100 Unfälle gemeldet
Zwischen Schnee, Eis und Einsätzen: Polizei zieht Bilanz zum Winterchaos
REGION - 27.01.2026
Einsatz am Limit
Stundenlang im Stau gefangen: Schnee-Chaos wird zur absoluten Geduldsprobe
REGION - 27.01.2026
Schnee soweit das Auge reicht
25 Zentimeter! Der meiste Neuschnee fiel auf dem Hoherodskopf
REGION - 27.01.2026
Winterlage am Dienstag in Osthessen
Distanzunterricht, Ausfälle, Präsenz: So entscheiden die Landkreise
REGION - 27.01.2026
Fahren Sie vorsichtig!
Nach Winterchaos am Montag: So ist die Lage auf Osthessens Straßen
REGION - 27.01.2026
"Warum ist meine Straße nicht geräumt?"
Schneechaos und glatte Straßen in Osthessen: Das leistet der Winterdienst
REGION - 27.01.2026
"Des einen Freud, des anderen Leid"
Neuschnee bringt Chaos auf den Straßen - und Hoffnung auf den Pisten
REGION - 27.01.2026
Polizeisprecher mahnt zur Vorsicht
Zig Unfälle schon in den frühen Morgenstunden - "Es werden minütlich mehr!"
REGION - 27.01.2026
Hier sind Ihre Leserbilder - Teil 2
Verschneite Straßen und winterliche Landschaften: Ihr Blick auf den Winter
REGION - 27.01.2026
Hier sind Ihre Leserbilder!
Winter in Osthessen: Zwischen Alltag, Schnee und stillen Momenten
NIEDERAULA - 27.01.2026
Mehrere Kilometer Stau
VW kracht gegen Brückenmauer auf glatter Landstraße - Fahrer bleibt unverletzt
SINNTAL - 27.01.2026
Bei Räumarbeiten
Hier ging auch für den Winterdienst nichts mehr: Fahrzeug in Graben gekippt
REGION - 26.01.2026
Blitzeis, Schnee, Stillstand
Schulausfall oder nicht? Landkreise entscheiden unterschiedlich
REGION - 26.01.2026
Tief "Leonie" über Osthessen
Nach Chaos am Morgen: Regen, Schnee und Glätte - es bleibt ungemütlich
REGION - 26.01.2026
Alles steht still
Schneechaos in Osthessen: Autobahnen gesperrt, ÖPNV lahmgelegt
REGION - 26.01.2026
Live-Ticker auf O|N
Schnee-Walze über Osthessen: Busverkehr fällt den ganzen Tag aus!
REGION - 26.01.2026
Schneechaos legt Unterricht lahm
Massenhaft Schulausfälle in Osthessen: Hier bleiben Schüler zu Hause
REGION - 26.01.2026
Winter-Schock und glatte Straßen
Viel Schnee in der Nacht! Wetter-Experten warnen: Vorsicht am Montagmorgen
↓↓ alle 26 Artikel anzeigen ↓↓