Der Schornstein der einstigen Ziegelei Zange am Ortsrand von Niederaula - Fotos: Hans-Hubertus Braune

NIEDERAULA 38 Meter-Schornstein

Trotz Rewe-Neubau: Das Wahrzeichen der alten Ziegelei bleibt stehen

20.03.26 - Er ist ein markanter Hingucker in der Ortslage von Niederaula (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und dokumentiert einen Teil der Industriegeschichte der Marktgemeinde: Die Rede ist vom Schornstein der ehemaligen Ziegelei Zange. Bis ins Jahr 2009 produzierte das Unternehmen am Ortseingang Ziegelsteine.

Die Firma Julius Zange wurde im Jahr 1879 im norddeutschen Delmenhorst gegründet. In den 1920er-Jahren eröffnete Zange sein Werk am Ortseingang von Niederaula. Der Wandel im Bausektor, Überkapazitäten und die damals schon hohen Öl- und Strompreise bedeuteten 2009 dann das Aus der heimischen Produktion. Sechs Jahre später musste auch der dazugehörige Baustoffmarkt schließen.

Neben der Antenne befindet sich ein Storchennest

Das Gebäude muss einem Neubau für den neuen Rewe-Markt weichen

Der 38 Meter hohe Schornstein auf dem Zange-Areal bleibt stehen

In diesem Gebäude werden Mietobjekte etwa für Büros oder Praxisräume angeboten ...

Seitdem gab und gibt es auf dem riesigen Areal verschiedene Unternehmen, die vor allem die Lagerflächen nutzen. In diesem Jahr wird sich jedoch einiges ändern: Die Rewe-Gruppe baut im vorderen Teil zur Bundesstraße B62 einen neuen Einkaufsmarkt. OSTHESSEN|NEWS hatte mehrfach berichtet.

Diese Zeichnung zeigt die Eingangsansicht des geplanten Rewe-Neubaus in Niederaula ...Quelle: Rewe Group

Für den Neubau werden Teile der früheren Fabrik abgerissen. Aktuell ist der Umzug des Holzhändlers Schenk zum Stammsitz nach Hattenbach in vollem Gange. In wenigen Wochen soll dann mit dem Abriss der längst zur Schlitzer Straße stehenden Halle begonnen werden. Sie wird komplett abgerissen, die dahinterliegende Ziegeleihalle wird auf rund 40 Metern abgebrochen. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, beginnt der Neubau des Gebäudes für den neuen Rewe-Markt.

Mietobjekte im Bürogebäude

Viele Bürger fragen sich, was mit dem Schornstein passiert. "Der Schornstein bleibt als prägendes bauliches Element erhalten", erklärt der Projektentwickler BA-Projekt aus Petersberg bei Fulda auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS. Auf dem im Jahre 1971 errichteten 38 Meter hohen Turm befinden sich ein Storchennest und eine Funkantenne. Im angrenzenden, derzeit leerstehenden Bürogebäude stehen Mietobjekte beispielsweise für Büros oder Praxisräume zur Verfügung. (Hans-Hubertus Braune) +++


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