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Wie lässt sich die hausärztliche Versorgung langfristig sichern und attraktiver gestalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Austauschs zwischen dem Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Mitglied im Gesundheitsausschuss Pascal Reddig (CDU), Vertreterinnen und Vertretern der CDU Bruchköbel sowie dem Allgemeinmediziner und Diabetologen René Pavlu. - Foto: Privat

BRUCHKÖBEL Austausch mit René Pavlu

Hausarzt schlägt Alarm: MdB Reddig (CDU) fordert weniger Bürokratie

27.02.26 - Wie lässt sich die hausärztliche Versorgung langfristig sichern und attraktiver gestalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Austauschs zwischen dem Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Mitglied im Gesundheitsausschuss Pascal Reddig (CDU), Vertreterinnen und Vertretern der CDU Bruchköbel sowie dem Allgemeinmediziner und Diabetologen René Pavlu.

Das Gespräch fand in Pavlus Praxis in Bruchköbel-Niederissigheim (Main-Kinzig-Kreis) statt. Mit dabei waren unter anderem Ingrid Cammerzell und Guido Rötzler von der CDU Bruchköbel.

Belastung durch Bürokratie im Praxisalltag

Hausarzt René Pavlu schilderte die aktuelle Situation aus seiner Sicht: Vor allem umfangreiche Dokumentationspflichten, Genehmigungsverfahren und die Sorge vor Regressforderungen würden die ambulante Versorgung zunehmend belasten. Dadurch bleibe immer weniger Zeit für die direkte Behandlung der Patientinnen und Patienten.

Reddig fordert weniger Bürokratie – mehr Zeit für Patienten

Reddig zeigte Verständnis für die Sorgen aus der Praxis: "Was die Hausärzte heute leisten, ist bemerkenswert, aber die Rahmenbedingungen stimmen nicht mehr. Zu viel Zeit geht für Verwaltung verloren, statt in die Medizin zu fließen", sagte der Abgeordnete. Ein funktionierendes Gesundheitssystem brauche daher "weniger Bürokratie, mehr Vertrauen in die ärztliche Kompetenz und eine stärkere Ausrichtung auf Prävention".

Primärarztsystem als möglicher Lösungsansatz

Die CDU‑Vertreter sowie Hausarzt Pavlu sprachen sich dafür aus, das Primärarztsystem stärker in den Blick zu nehmen. Ein solches Modell, in dem der Hausarzt die erste Anlaufstelle ist, könne laut den Beteiligten:
  • Doppeluntersuchungen vermeiden
  • Abläufe zwischen Fachärzten, Kliniken und Praxen verbessern
  • die Versorgung effizienter organisieren

Fazit: Bürokratieabbau und Stärkung der Hausärzte entscheidend

Reddig, Pavlu und die CDU Bruchköbel betonten gemeinsam, dass eine bessere Unterstützung des hausärztlichen Bereichs – besonders im ländlichen Raum – dringend notwendig sei. Zentrale Aspekte seien Bürokratieabbau, Prävention und eine klare Stärkung der primärärztlichen Versorgung.

Zum Abschluss kündigte Reddig an, die Themen mit nach Berlin zu nehmen: "Wir müssen die guten Ideen aus der Praxis ernst nehmen. Wenn wir gesunde Strukturen in der Primärversorgung wollen, dürfen wir die Hausärzte mit Regelflut und Misstrauenskultur nicht allein lassen." (mmb/pm) +++


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