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Für Frauensolidarität und Gleichbehandlung der Geschlechter warben die Teilnehmerinnen bei ihrer Kundgebung zum 8. März. - Fotos: Marvin Myketin

FULDA "Wir kämpfen für unsere Ziele!"

Kundgebung gegen Ungleichheit und Gewalt zum Internationalen Frauentag

09.03.26 - Innerhalb der 36. Fuldaer Frauenwoche hat der 8. März eine herausragende Bedeutung, denn zum Internationalen Frauentag hat das Bündnis 08. März – ein Zusammenschluss von über 25 Fuldaer Vereinen, Initiativen und Gruppen – zu einer feministischen Kundgebung und Demonstration auf dem Uniplatz aufgerufen. Rund 200 Teilnehmerinnen haben sich ab 14 Uhr dort versammelt, um gemeinsam gegen Gewalt, Unterdrückung und Ungleichbehandlung von Frauen weltweit zu demonstrieren. In mehreren Redebeiträgen kommentieren Frauen die derzeitige Lage und bekräftigen ihre Ziele, echte Gleichstellung der Geschlechter durchzusetzen.

Anna Kleespies

Emely Charlotte Rödel

"Echte Gleichberechtigung ist nicht verhandelbar! Wir gehen gemeinsam auf die Straße, um auf die weiterhin bestehenden strukturellen Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Der Internationale Frauentag erinnert uns daran, dass zwar schon Fortschritte erkämpft wurden, aber noch viele weitere erkämpft werden müssen. Wir stellen uns gegen Diskriminierung, soziale Ungleichheit und jede Form von Gewalt – und fordern grundlegende Verbesserungen in Politik, Arbeitswelt und Gesellschaft. Jede Stimme stärkt das gemeinsame Ziel", postulieren die Initiatorinnen von der Feministischen Initiative Fulda. Unter dem Motto "Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls." ("Rechte. Gerechtigkeit. Handeln. Für ALLE Frauen und Mädchen.") hatte die Abteilung Women der Vereinten Nationen 2026 erneut dazu aufgerufen, für die Gleichstellung der Geschlechter einzutreten.

Frauke Goldbach von Feminista

Mitinitiatorin der Kundgebung, Frauke Goldbach von Feminista, sagt zu den Zielen der Bewegung: "Auf dem Papier sind Frauen und Männer in Deutschland zwar gleichgestellt, aber wir alle wissen, dass der Schein trügt und Frauen weiterhin vielfacher Unterdrückung, Ungerechtigkeit und nicht zuletzt alltäglicher Gewalt ausgesetzt sind." Beispielsweise erlebe jedes achte Mädchen weltweit schon vor ihrem 18. Lebensjahr sexualisierte Gewalt, das seien 370 Millionen Mädchen. Als Mitgründerin des feministischen Kollektivs "Feminista" will sie sich aktiv für eine Gesellschaft einsetzen, in der alle Menschen frei von Gewalt, Unterdrückung und Diskriminierung leben können.

Für das Bündnis "Foll bunt", das unter anderem den Christopher-Street-Day in Fulda organisiert, sprach Emily Charlotte Rödel bei der Kundgebung, die betonte, dass transsexuelle Menschen unter denselben systematischen Unterdrückungsmechanismen litten wie Frauen generell, und der Kampf für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben, Sichtbarkeit und Authentizität solidarisch gemeinsam geführt werden müsse.

Ergänzt werden die verschiedenen Redebeiträge auf dem Uniplatz bis 17 Uhr durch Informationsstände und Mitmachangebote. (ci)+++


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