10.03.26 - In der Gemeinde im östlichen Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird ein neuer Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Alexander Wirth (SPD) tritt nach zwei Amtsperioden nicht wieder an. Zur Wahl stehen Meik Dickmann und Ricardo Gräf.
OSTHESSEN|NEWS stellt die beiden Kandidaten in zwei Interviews mit den identischen Fragen vor. In alphabetischer Reihenfolge folgt nun im ersten Teil Meik Dickmann. Der 45-jährige Familienvater wohnt in Obersuhl und arbeitet beruflich als Polizeihauptkommissar. Kommunalpolitisch ist er seit 2021 Mitglied der Gemeindevertretung als Hospitant für die SPD. Bei der Bürgermeisterwahl tritt er als unabhängiger Kandidat an.
Warum haben Sie sich entschieden, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?
Meik Dickmann: "Weil ich glaube, nein weil ich mir sicher bin, dass Wildeck mehr kann als wir momentan zeigen. Ich möchte Verantwortung übernehmen, unser aller zu Hause aktiv weiter zu entwickeln und gemeinsam die aktuellen Herausforderungen zu meistern."
Was würden Sie als Bürgermeister anders machen als Ihr Vorgänger?
Meik Dickmann: "Ich würde gerne transparenter und kommunikativere Politik betreiben. Für mich ist der Bürgermeister das Bindeglied zwischen dem Bürger und den Gremien, die demokratisch die Entscheidungen für die Gemeinde treffen. (Gemeindevertretung)."
Was sind Ihre drei Top-Themen auf der Agenda, die Sie angehen würden?
Meik Dickmann: "1. Der Haushalt muss stabilisiert werden / Gewerbeansiedlung vorantreiben. 2. Bürgernahe Politik mit dem Bürger für den Bürger machen. 3. Erhalten was Wildeck ausmacht / Wohngemeinde bleiben."
Mit welchem Slogan werben Sie um die Wähler?
Meik Dickmann: "Mit dem Bürger – für den Bürger. Parteiunabhängig für sachorientierte Politik."
Wo liegen Ihre Stärken?
Meik Dickmann: "Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch. Aufgrund meiner dienstlichen Erfahrungen bin ich sehr stressresistent und besitze eine gute Menschenkenntnis. Ich bin mir sicher, dass ich ein gutes Gesamtpaket mitbringe, um die Aufgaben eines Bürgermeisters zu meistern."
Was macht Wildeck aus Ihrer Sicht so besonders?
Meik Dickmann: "Obwohl ich in Nentershausen, Ortsteil Süß groß geworden bin ist Wildeck mein Zuhause. Und auch das Zuhause meiner Familie. Wenn wir mal schauen, was wir in Wildeck alles haben: Kindergärten in 4 Ortsteilen, 2 Grundschulen, Gesamtschule, 2 Autobahnanschlüsse, 3 Bahnhaltestellen, Einkaufsmöglichkeiten, Bürgerhäuser, Naturschutzgebiet, Freibad, das Wildecker Tal, gute Blaulichtinfrastruktur, aktive Vereine …… Ich würde sagen, wir leben in der schönsten Gemeinde im Landkreis Hersfeld-Rotenburg (sorry an alle anderen Kommunen). Und auch andere Kommunen im Bundesgebiet wären froh, eine solche Infrastruktur zu besitzen. Es gilt, dies zu erkennen, gemeinsam zu erhalten, aber auch zu optimieren."
Was wäre die erste Amtshandlung als neuer Bürgermeister?
Meik Dickmann: "Vorstellung und Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und des Bauhofes."
Was haben wir Sie nicht gefragt, worauf Sie aber gerne eine Antwort geben möchten?
Meik Dickmann: "Wenn die Gemeinde Wildeck in 20 Jahren auf Ihre Amtszeit zurückblickt, woran sollen die Menschen sich erinnern? Ich wünsche mir, dass die Menschen sagen: In dieser Zeit hat sich die Gemeinde Wildeck weiterentwickelt und ist Wohngemeinde geblieben. Wir haben wichtige Entscheidungen gemeinsam und rechtzeitig getroffen. Der Bürgermeister hat zugehört, war ansprechbar und hat Entscheidungen transparent erklärt. Die Gemeinde Wildeck ist ein Ort, wo die Menschen gerne leben, sich engagieren und auch die nächsten Generationen gute Perspektiven haben." (hhb) +++