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Zur Frauenwoche gab es am Montagnachmittag eine Sitzdemo am Uniplatz. - Fotos: Marvin Myketin

FULDA Zeichen für feministische Solidarität

Sitzstreik am Uniplatz rückt Gleichstellung und Gewaltprävention in den Fokus

10.03.26 - Im Rahmen der Frauenwoche drehte sich am Montag in Fulda alles um feministische Solidarität und darum, auf Probleme aufmerksam zu machen, die Frauen und andere marginalisierte Geschlechter noch immer betreffen. Auf dem Uniplatz versammelten sich am Nachmittag viele Menschen, um gemeinsam gegen Ungleichheit, Gewalt und fehlende Selbstbestimmung einzustehen.

Die Aktion war Teil des bundesweiten intersektional‑feministischen Frauenstreiks, der jedes Jahr darauf hinweist, wie tief strukturelle Benachteiligungen sitzen und wie wichtig Care‑Arbeit ist. "Wir wollen zeigen, wie viel unbezahlte Arbeit Frauen leisten. Und wir wollen sichtbar machen, was passiert, wenn Frauen ihre Arbeit einfach mal niederlegen", erklärte Versammlungsleiterin Frauke Goldbach im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.

Versammlungsleiterin Frauke Goldbach.

Am Nachmittag begann ein etwa einstündiger Sitzstreik, an dem sich viele Beteiligte mit selbst gestalteten Plakaten beteiligten. Auf Decken und Matten nahmen die Teilnehmenden Platz und machten ihre persönlichen Gründe für den Streik sichtbar. Zum Auftakt wurde ein Redebeitrag gehalten, der die Zusammenhänge zwischen ökonomischer Abhängigkeit und Gewalt thematisierte. Ergänzend stand ein Infotisch bereit, an dem Hinweise zu regionalen Hilfe‑ und Anlaufstellen gesammelt werden konnten.

Die Aktion verstand sich als parteiunabhängiger und solidarischer Protest, offen für alle, die von Ungleichheit betroffen sind oder Unterstützung zeigen wollten. Im Mittelpunkt standen Forderungen nach einer gesellschaftlichen Anerkennung von Care‑Arbeit, einem verlässlichen Schutz vor Gewalt und einer tatsächlichen Gleichstellung, die über symbolische Maßnahmen hinausgeht.

Der Streik machte deutlich, wie zentral die Arbeit von Frauen und marginalisierten Geschlechtern für das Funktionieren des gesellschaftlichen Alltags ist und wie sichtbar dieser Umstand wird, wenn er kollektiv verweigert wird. (js)+++


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