FRANKFURT/M. Haarspray im Fokus der Security

O|N testet das neue Terminal 3 am Airport: Vom Check-in bis zum Boarding

11.03.26 - In gut sechs Wochen geht das Terminal 3 am Flughafen Frankfurt am Main in den Regelbetrieb. Über 50 Airlines werden im Süden des Flughafens andocken. Zunächst ist das Terminal 3 auf bis zu 19 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt. Nach zehn Jahren Bauzeit befindet sich eines der größten privat finanzierten Infrastrukturprojekte Europas mit einem Bauvolumen von rund vier Milliarden Euro also sozusagen kurz vor dem Take-off.

Nach Unternehmensangaben wurden der Kosten- und der Zeitrahmen eingehalten. Bevor die ersten Flieger tatsächlich vom Terminal 3 aus in die Lüfte abheben, werden im Flughafengebäude die Prozesse mit insgesamt 8.000 Statisten auf Herz und Nieren gecheckt.

Im Terminal 3 läuft der Probebetrieb auf Hochtouren Fotos: Hans-Hubertus Braune

Der Marktplatz im Terminal 3bietet viele Angebote für die Passagiere während der ...

Jede menge Koffer für den Testlauf

Die Airline Etihad am Terminal 3

Esther Nitsche, Projektdirektorin für die Inbetriebnahme-Vorbereitung Terminal ...

Am Dienstag durfte die versammelte Presse den Probebetrieb in Augenschein nehmen. Vom Check-in samt Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrollen durchliefen die Journalisten und Kamerateams die einzelnen Prozesse. Das Team von OSTHESSEN|NEWS war mit dabei und checkte für einen Emirates-Flug nach Dubai ein. "Das Flugziel ist vielleicht aktuell nicht passend. Die Vorbereitungen für den Testlauf sind jedoch seit geraumer Zeit im Gange", schildert ein Fraport-Sprecher beim Briefing.

Großes Interesse am Probetag: 120.000 Bewerbungen

Auch die Airlines samt Bodenpersonal, Sicherheitsdienste und die Bundespolizei sind im Probebetrieb integriert. Die maximale Zahl der Testpassagiere reicht von 200 bis zu 1.000 Personen je Probebetriebstag. Anmeldestart für Interessierte am Probebetrieb war Mitte September 2025. In einem Zeitraum von knapp zwei Monaten haben sich über 120.000 Interessierte für den Probebetrieb registriert. Während des Probebetriebs testet Fraport auch Sondersituationen, wie beispielsweise einen Stromausfall oder eine Störung der Gepäckförderanlage.

Das Team von O|N hatte als Sonderaufgabe Sperrgepäck in Form eines Golfbackages erhalten. Der rund dreistündige Testlauf verlief reibungslos. "Gerade der Sicherheitscheck war sehr intensiv und beinhaltete mehrere Scannerdurchläufe. In meinem Rucksack befand sich Haarspray, welches genau unter die Lupe genommen wurde", sagte O|N-Reporter Hans-Hubertus Braune. Auch die Beamten der Bundespolizei nehmen sich dieser Situation an. Im Terminal 3 ist hochmoderne Technik verbaut. Im Selfserviceprozess können die Passagiere im Internet oder an Kiosken einchecken und ihre Koffer aufgeben. Die digitalen Möglichkeiten sollen die Abläufe optimieren und verkürzen.

"Es läuft sehr, sehr gut. Wir haben noch acht weitere Tage mit jeweils bis zu 1.000 Statisten", sagt Projektdirektorin Esther Nitsche gegenüber O|N. Auch die Rückmeldungen seien positiv. Vor allem die sehr moderne Architektur gefällt den Leuten. Im Probebetrieb würden noch einige Mängel festgestellt, welche bis zum Start behoben sein sollen. "Beispielsweise bei der Beschilderung", sagte Nitsche weiter.

Sehen Sie in unserem Videobeitrag einen Testlauf unseres Teams mit Kameramann Maurice Schumacher und Reporter Hans-Hubertus Braune. (hhb) +++


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