Archiv
Die Schüler der 3. und 4. Klassen der Geschwister-Scholl-Schule in Fulda haben im Rahmen der interkulturellen und interreligiösen Werteerziehung Moscheen besucht. - Fotos: Stephan Gregor Plur

FULDA Interreligiöse Werteerziehung

Begegnungen, die verbinden: Grundschüler entdecken Religionen vor Ort

19.03.26 - Wie sieht ein Gebetsraum in einer Moschee aus? Warum tragen manche jüdische Männer eine Kippa? Und was verbindet eigentlich die drei großen abrahamitischen Religionen? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen der Geschwister-Scholl-Schule in Fulda im Rahmen der interkulturellen und interreligiösen Werteerziehung nach.

Auf dem Programm standen besondere außerschulische Lernorte: der Besuch der Bait ul Hameed Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde sowie der Besuch der jüdischen Gemeinde mit ihrem Gebetsraum und einem spannenden Museum inklusive Bibliothek. Ziel war es, den Kindern einen authentischen Einblick in religiöses Leben zu ermöglichen – jenseits von Schulbuchwissen.

In beiden Gemeinden wurden die Klassen herzlich empfangen. Engagierte Gemeindemitglieder nahmen sich viel Zeit, um den jungen Gästen ihre Gotteshäuser zu zeigen und religiöse Bräuche anschaulich zu erklären. Dabei konnten die Kinder nicht nur die Besonderheiten der Gebäude entdecken, sondern auch unterschiedliche Gebetsformen kennenlernen und mehr über Glaubensregeln erfahren.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von den kindgerecht aufbereiteten Führungen. Komplexe Inhalte wurden verständlich und lebendig vermittelt, sodass die Kinder mit großem Interesse bei der Sache waren. Immer wieder meldeten sie sich mit neugierigen Fragen zu Wort – etwa zu Ritualen, Festen oder dem Alltag gläubiger Menschen. Geduldig und offen wurden diese Fragen beantwortet, sodass viele Unsicherheiten und Vorurteile abgebaut werden konnten.

Ein zentrales Thema der Besuche war auch der Vergleich der Religionen. Gemeinsam wurden Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten zwischen Judentum, Islam und Christentum herausgearbeitet. So wurde den Kindern deutlich, dass die sogenannten abrahamitischen Religionen mehr verbindet, als auf den ersten Blick erkennbar ist.

Mit vielen neuen Eindrücken und einem erweiterten Verständnis für religiöse Vielfalt kehrten die Klassen schließlich in die Schule zurück.

Die interreligiöse Entdeckungsreise ist damit jedoch noch nicht abgeschlossen: Zu einem späteren Zeitpunkt sind weitere Besuche geplant – diesmal in den benachbarten christlichen Kirchen St. Paulus und der Bonhoeffergemeinde. So soll das Bild weiter vervollständigt und der respektvolle Dialog zwischen den Religionen nachhaltig gefördert werden. (ems/pm) +++


Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön