Kollision am Bahnübergang: Ein Auto wird von einem Regionalzug erfasst. - Fotos: 5VISION.NEWS

HANAU Riskantes Manöver

Regionalbahn crasht in Auto: Geschlossene Schranke missachtet

17.04.26 - Ein gefährliches Manöver an einem Bahnübergang hätte am Mittwochabend in Hanau schwerwiegende Folgen haben können - am Ende hatten alle Beteiligten großes Glück. Trotz eines Zusammenstoßes zwischen einem Auto und einem Regionalzug wurde niemand verletzt.

Gegen 21:00 Uhr fuhr ein 19-Jähriger mit seinem VW Golf im Stadtteil Klein-Auheim auf den Bahnübergang an der Obergasse in Richtung Dieselstraße zu. Nach bisherigen Erkenntnissen missachtete er dabei die bereits geschlossene Halbschranke sowie das Rotlicht und versuchte, den Übergang noch zu passieren.

Alle drei Fahrzeuginsassen können sich selbst befreien und bleiben unverletzt. ...

Insassen können sich aus PKW befreien

Zur gleichen Zeit setzte sich ein Regionalzug der VIAS-Bahn von der nahegelegenen Haltestelle in Bewegung. Es kam zur Kollision: Der Zug erfasste den Wagen und drückte ihn gegen die Schrankenanlage.

Die drei Insassen des Autos konnten sich selbstständig aus dem Fahrzeug befreien. Sowohl der Fahrer als auch seine beiden Mitfahrer blieben unverletzt. Auch der Zugführer und die insgesamt 15 Fahrgäste kamen ohne körperliche Schäden davon. Insgesamt waren 18 Menschen von dem Unfall betroffen und wurden vor Ort vom Rettungsdienst untersucht.

Großaufgebot der Einsatzkräfte

Der materielle Schaden ist jedoch erheblich. Sowohl das Fahrzeug als auch Teile der Bahnanlage wurden beschädigt. Die Polizei schätzt die Kosten auf mehr als 10.000 Euro.

Für die Dauer der Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme musste die Bahnstrecke bis etwa Mitternacht gesperrt werden. Auch die umliegenden Straßen waren in diesem Zeitraum nicht passierbar. Zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Bahn waren vor Ort im Einsatz.

Der VW Golf wird gegen die Schrankenanlage gedrückt.

Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie riskant es ist, Warnsignale an Bahnübergängen zu ignorieren. In diesem Fall blieb es bei einem Schrecken und Sachschaden - doch die Situation hätte deutlich dramatischer ausgehen können. (Constantin von Butler) +++


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