Ausverkauf in Bad Hersfeld: Hammer-Filiale steht vor dem Aus. - Fotos: O|N / Hans Hubertus Braune

BAD HERSFELD 20 Filialen schließen im April

Räumungsverkauf bis Ende Mai: "Hammer" vor dem endgültigen Aus

25.04.26 - Für die Hammer-Filiale in Bad Hersfeld zeichnet sich ein konkretes Ende ab: Nach aktuellem Stand soll der Standort voraussichtlich Ende Mai schließen. Während bundesweit bereits zahlreiche Märkte dichtgemacht haben - so auch in Petersberg (Landkreis Fulda) - und weitere 20 Filialen noch im April folgen, gehört Bad Hersfeld zu den verbleibenden Standorten, in denen der Räumungsverkauf bis zuletzt fortgesetzt wird.

Hintergrund ist die angespannte Lage des Unternehmens: Eine Investorenlösung ist weiterhin nicht in Sicht, mehrere Interessenten sind bereits abgesprungen. Gleichzeitig reicht die vorhandene Ware nicht aus, um alle zuletzt noch 41 Filialen weiter zu betreiben. Deshalb wird das Netz nun deutlich verkleinert. 20 Märkte schließen kurzfristig, während der Abverkauf in den übrigen Standorten gebündelt wird.

Räumungsverkauf läuft bis Ende Mai weiter

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters ordnet die Situation für Bad Hersfeld konkret ein: "Der Markt in Bad Hersfeld gehört nicht zu den 20 Filialen und hat bis Ende Mai geöffnet." Damit ist klar: Der Standort gehört zu den 21 verbleibenden Filialen, in denen der Totalräumungsverkauf bis Ende Mai fortgesetzt wird. Erst danach soll auch hier der Betrieb endgültig eingestellt werden – sofern nicht doch noch eine überraschende Lösung gefunden wird.

Die Hammer Fachmarkt Bad Hersfeld schließt voraussichtlich Ende Mai.

Gespräche über Nachnutzung der Flächen laufen

Parallel laufen weiterhin Gespräche über mögliche Nachnutzungen der Flächen. Dabei geht es nicht nur um eine Fortführung im klassischen Sinne, sondern auch um neue Konzepte.

Der Abverkauf läuft am Standort noch bis zum letzten Öffnungstag.

"Es laufen weiterhin hinsichtlich diverser Standorte Verhandlungen mit branchenfremden Interessenten, die die Mietflächen übernehmen wollen und auch Mitarbeitern an den Standorten ein Arbeitsplatzangebot machen wollen." Für die Beschäftigten könnte sich daraus zumindest eine Perspektive ergeben, auch wenn die Zukunft unter der Marke Hammer als unsicher gilt.

Konkrete Aussagen zu einzelnen Standorten bleiben jedoch die Ausnahme. "Da es sich um laufende Verhandlungen handelt, bei denen sich alle Seiten zur Verschwiegenheit verpflichtet haben, können derzeit keine Angaben zu einzelnen Standorten getätigt werden." (Constantin von Butler) +++


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