Das Rätsel um den mysteriösen Pfeifton in Hünfeld ist nun endlich gelöst! Eine Heizungsanlage ist schuld. - Fotos: Philipp Gerhard / Marvin Myketin

HÜNFELD Heizungsanlage ist Schuld

Quelle von nervigem Ton endlich gefunden: Das ist die "Hünfelder Flöte"

28.04.26 - Ein ständiges Pfeifen, Summen oder einfach ein schriller Ton – das mysteriöse Geräusch, welches die Bürger in der Hünfelder Innenstadt nun schon seit Wochen nervt, ist schwierig zu beschreiben. Während Marderfallen oder das Trafohäuschen am Rewe-Parkplatz und auch die neue Alarmsirene am Bürgerhaus unter Verdacht standen, konnte keine Ursache gefunden werden – das hat sich nun geändert.

OSTHESSEN|NEWS
berichtete über den kuriosen Fall und erhielt einige Leserzuschriften. Dort kam man aber zu keinem eindeutigen Ergebnis. Durch Radio FFH-Recherche-Arbeit, das Mitwirken von Hörern aus Hessen und durch einen ähnlichen Fall in Dortmund konnte nun endlich Licht ins Dunkel gebracht werden. Als Quelle für den nervigen Ton konnte ein Schornstein ganz in der Nähe des Rewe-Marktes ausgemacht werden.

Wie lange es noch aus dem Schornstein pfeift, bleibt zunächst ungewiss. Fakt ist: ...

"Hünfelder Flöte" ausfindig gemacht

Nach ewigem Suchen und Recherchieren kam endlich der entscheidende Hinweis von einem FFH-Hörer. Beim Blick in ein Video der Ruhr-Nachrichten, welches einen ähnlichen Fall behandelte, wurde ein ganz neuer Ansatz ins Spiel gebracht. Eine Gasheizung könnte der Auslöser für das Geräusch sein. Daraufhin wurde die Suche gezielt an einem Gebäude nahe dem "Großenbacher Tor" fortgesetzt, wo das Geräusch besonders laut zu hören war. Vor Ort fiel auf, dass beim Auftreten des Tons plötzlich verstärkt Dampf aus einem Schornstein austrat, insbesondere aus einem dickeren Rohr, ähnlich wie bei einem alten Wasserkocher.

Das zunächst vermutete Trafohäuschen war nicht die Quelle des nervigen Tons ...

Die Stadtwerke konnten keine Störgeräusche aufgrund von Hochspannung feststellen ...

Im Bereich des Kreisels und des Großenbacher Tors wird der Ton wohl vorerst noch zu ...

Der gebürtige Hünfelder und FFH-Reporter Olaf Brinkmann zog für eine genauere Analyse der Sachlage ein Expertenteam heran. Dieses konnte mit einer Akustikkamera eindeutig nachweisen, dass der Schornstein die Quelle des Geräusches ist. Mit einer Frequenz von etwa 800 Hertz pfeift das nun scherzhaft "Hünfelder Flöte" genannte Rohr also stand jetzt noch weiterhin munter vor sich hin. Der ausströmende Dampf strömt hierbei unter hohem Druck durch das Rohr – beim Austreten an einer engen Stelle gerät die Luft ähnlich wie bei einer Flöte ins Schwingen und erzeugt den Pfeifton.

Nach Bestätigung der Ursache wurden die Hausverwaltung "Focus 2000" und die Stadtwerke Hünfeld informiert. Nun soll das Problem schnell behoben werden, damit endlich wieder Ruhe in Hünfeld einkehrt. Außerdem sind der Stadt durch die gefundene Ursache nun einige Kosten für Messungen und Prüfungen erspart geblieben – schon bald kann man also sagen: Ende gut, alles gut. (pg) +++


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