29.04.26 - In Zeiten wachsender globaler Krisen und sinkender finanzieller Spielräume stehen auch Hilfsorganisationen unter enormem Druck. Aus diesem Grund hat "Apotheker ohne Grenzen Deutschland" auf seiner Mitgliederversammlung in Münster Bilanz gezogen und zusätzlich die Weichen für die Zukunft gestellt. Zudem wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Jochen Wenzel bleibt hierbei weiter der Vorsitzende. Der Fuldaer Apotheker Justus Schollmeier ist als Schatzmeister gewählt worden - und neu im Vorstand.
Der gemeinnützige Verein mit mehr als 2.400 Mitgliedern hat im Jahr 2025 rund 2,1 Millionen Euro für Nothilfe und Langzeitprojekte in der Ukraine, Argentinien, Tansania, Indien und anderen Ländern ausgegeben. Allein in Deutschland gibt es inzwischen acht Projekte für Menschen ohne Zugang zu regulärer Gesundheitsversorgung. Neue Auslandsprojekte gibt es in Syrien und Südsudan.

Die medizinische Versorgung ist in vielen Ländern der Welt deutlich schlechter, ...Symbolbild: Pixabay
Weltweite, nachhaltige Gesundheitsversorgung im Vordergrund

Justus Schollmeier aus Fulda flog 2018 für "Apotheker ohne Grenzen" nach Mexiko. ...Archivfoto: Privat

Dringend benötigte Medikamente sind nicht immer überall verfügbar. Symbolbild: Pixabay

Justus Schollmeier ist als Schatzmeister Mitglied des Vorstandes Archivfoto: O|N / Rene Kunze
"Wir stehen vor großen Herausforderungen, die entschlossenes Handeln erfordern", betont der Vorsitzende Jochen Wenzel (48), Apotheker aus Groß Schwansee. Besonders wichtig sei ihm ein stark aufgestelltes Team: Der Vorstand vereine unterschiedliche Kompetenzen und genieße das Vertrauen der mehr als 2.400 Mitglieder. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen und der Geschäftsstelle wolle man sich weiterhin engagiert für die Gesundheit von Menschen weltweit einsetzen.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte Apotheker ohne Grenzen seine Arbeit im Jahr 2025 fortführen und gezielt ausbauen. Neue Projekte in Ländern wie Südsudan und Syrien unterstützen fragile Gesundheitssysteme. Parallel dazu wurden interne Strukturen gestärkt, Partnerschaften in der Nothilfe ausgebaut und neue Instrumente zur Wirkungsmessung eingeführt. Ziel der Organisation bleibt es, den Zugang zu einer gerechten und nachhaltigen Gesundheitsversorgung weltweit zu verbessern. Dabei gehe es nicht nur um akute Nothilfe, sondern auch um den langfristigen Aufbau stabiler Strukturen vor Ort.
Mit dabei im neugewählten Vorstand ist auch der Apotheker Justus Schollmeier aus Fulda, der schon in der Vergangenheit unter anderem in Mexiko großes Engagement zeigte. Seit 11 Jahren ist er bereits Mitglied bei "Apotheker ohne Grenzen" und nun erstmalig als Schatzmeister in einer Vorstandsposition. Zuvor war er von 2017 bis 2022 ehrenamtlicher Projektkoordinator. Als Inhaber der Altstadt-Apotheke in Fulda ist er schon seit einigen Jahren in der Domstadt aktiv.
Das ist der neue Vorstand im Überblick:
Jochen Wenzel, Groß Schwansee – erster Vorsitzender
Katarzyna Ostendorf, Hamburg – zweite Vorsitzende
Charlotte Dette, München –Beisitzerin
Christian Splett, Berlin – Beisitzer
Justus Schollmeier, Fulda – Schatzmeister
Marla Sickenberger, München – Beisitzerin
Catrin Vietmeier, Lemgo - Beisitzerin

Foto: privat
Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern soll weiterhin gewährleistet werden, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, und zugleich nachhaltige Verbesserungen erzielt werden können. Auch unter zunehmend schwierigen globalen Bedingungen will der Verein seine Arbeit konsequent fortsetzen und weiterentwickeln.
(pg/pm) +++