Die "Shooting Stars" v.l.n.r: Anni Weber, Josefine Rieger, Mila Wiegand, Helena Spiegel, Finja Schaum und Fritzi Schmier. - Fotos: Ronja Wiegand

HÜNFELD "Shooting Stars" geben Einblick

Karnevalistischer Tanzsport: Wie viel Schweiß und Tränen stecken dahinter?

03.05.26 - Viele Menschen denken, dass es im karnevalistischen Tanzsport um den Spaß an Fasching geht. Aber wie viel Arbeit steckt eigentlich hinter solch einem Tanz? Monate voller Training für fünf Minuten auf der Bühne?

Das sind die "Shooting Stars"

Für die 13 Tänzerinnen und Tänzer des TV Burghaun ist es viel mehr als nur ein Hobby. Das Training startet unmittelbar nach der Kampagne. Zwei bis drei Mal die Woche treffen sich die "Shooting Stars", um gemeinsam mit ihrer Trainerin Ronja Wiegand einen Tanz auf die Beine zu stellen.

Trainerin Ronja Wiegand (r.)

Das Ziel: die hessischen Meisterschaften. Um besonders erfolgreich zu werden, haben die Tänzer schon an mehreren Workshops einer professionellen Choreografin teilgenommen. Außerdem hat ihre Trainerin eine Ausbildung abgeschlossen, da sie den Tänzerinnen die Grundlagen des Gardetanzes möglichst genau beibringen möchte. Doch wichtig sind nicht nur der Tanz, sondern auch die Kostüme. Diese wurden von Hand und genau nach den Vorschriften des BDK (Bund Deutscher Karneval) geschneidert.

Hessische Meisterschaft 2025

Bereits im letzten Jahr konnten sie den 4. Platz der Hessischen Meisterschaft für sich entscheiden. Voller Vorfreude und Nervosität machten sie sich auf den Weg nach Kassel. Dort angekommen haben sie als Erstes Perücken und Make-up gemacht, bevor es ans Aufwärmen und Dehnen ging.

Und dann war es so weit: Die Musik ging an und alle waren in ihrem Element. Sie wollten zeigen, was sie sich hart erarbeitet hatten. Zuhause angekommen haben sie glücklich ihre gute Leistung gefeiert, bevor sie müde ins Bett gefallen sind. Solche Tage zeigen, worauf es im Karnevalistischen Tanzsport wirklich ankommt: Zusammenhalt, um eine möglichst gute Gesamtleistung zu bekommen, und Disziplin, um seine eigene Leistung zu perfektionieren.

Die Tänzerinnen erhalten männliche Verstärkung durch Konstantinos Bracaj. ...

Nicht nur Leistung, sondern auch der Spaßfaktor zählt

An Karneval sieht das ganz anders aus. Man tanzt nicht für Leistung, sondern nur zum Spaß. Obwohl man dem heimischen Publikum zeigen will, was in einem steckt, ist ein kleiner Patzer nicht schlimm und gehört dazu. Für mich persönlich ist das Tanzen sehr wichtig, da ich zusammen mit meinen Freunden an meiner Leistung arbeiten kann und es, vor allem an Karneval, sehr viel Spaß macht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass karnevalistischer Tanzsport viel Arbeit und Zeit beansprucht, aber es sich lohnt, weil man dadurch die besten Freunde bekommt und lernt, was Disziplin bedeutet. (Emma Noll) +++


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