Unter dem Motto "Gemeinsam für ein starkes Europa: Unsere Zukunft" stand der diesjährige Europatag in der Fuldaer Innenstadt ganz im Zeichen des Austauschs, der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. - Fotos: Katholische Akademie | Bistum Fulda

FULDA Gemeinsame Veranstaltung zum Europatag

Bündnis setzt Zeichen für Demokratie, Frieden und europäische Werte

12.05.26 - Unter dem Motto "Gemeinsam für ein starkes Europa: Unsere Zukunft" stand der diesjährige Europatag in der Fuldaer Innenstadt ganz im Zeichen von Dialog, Demokratie und Zusammenhalt. Rund um den Platz unterhalb der Stadtpfarrkirche sowie auf den Kirchenstufen nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, mit Institutionen, Initiativen und engagierten Gruppen ins Gespräch zu kommen.

Von 10 bis 15 Uhr boten Aktionsstände "Unterm Heiligen Kreuz" Informationen, Mitmachangebote und Austauschmöglichkeiten rund um Europa, Demokratie und Menschenrechte. Das generationsübergreifende Interesse war deutlich spürbar: Schülerinnen und Schüler diskutierten mit Vertreterinnen der "Omas gegen Rechts", junge Menschen tauschten sich mit Europa-Aktiven und Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlichster Hintergründe aus. Begleitet wurde der Tag von einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm. Dazu gehörten unter anderem die Vorlesegeschichte "Armin und Henrike retten Lilafee – eine kleine Europareise", ein Poetry Slam von Schülerinnen und Schülern der Freiherr-vom-Stein-Schule zum Thema Menschenrechte sowie mehrere Podiumsdiskussionen zur Zukunft Europas.

Gunter Geiger, Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Fulda, zeigte sich erfreut über die große Resonanz: "Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen heute miteinander ins Gespräch kommen und Europa aktiv mitgestalten wollen." Einen besonderen Moment bildete das Friedensgebet um zwölf Uhr. Stadtpfarrer Stefan Buß erinnerte daran, dass die europäische Einigung aus den Erfahrungen von Krieg und Zerstörung entstanden sei: "Europa ist nicht Vergangenheit, es ist unsere Zukunft. Nur gemeinsam sind wir stark. Vielfalt trennt uns nicht, sondern bereichert uns."

Von 10 bis 15 Uhr boten Aktionsstände "Unterm Heiligen Kreuz" Informationen, Mitmachangebote ...

Podiumsdiskussion: Herausforderungen der Europäischen Union

In der Podiumsdiskussion "Idee von Europa: Wandel und Zukunftserwartung" diskutierten Regierungspräsident Mark Weinmeister, die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Wiesner von der Hochschule Fulda sowie Dr. Daniel Röder, Gründer der Initiative "Pulse of Europe", über aktuelle Herausforderungen der Europäischen Union. Moderiert wurde das Gespräch von der Journalistin Elisa Rheinheimer.

Prof. Dr. Wiesner betonte die Bedeutung der europäischen Wertegemeinschaft: "Der Markenkern Europas ist nicht der Binnenmarkt, sondern die Werte, für die die EU steht." Zugleich verwies sie auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart und bezeichnete die Entwicklungen der vergangenen Jahre als "Schocktherapie in Realpolitik". Daniel Röder hob insbesondere die wirtschaftliche Stärke Europas und die Bedeutung gemeinsamer Regulierung hervor, etwa im Umgang mit internationalen Tech-Konzernen. Regierungspräsident Mark Weinmeister plädierte für mehr demokratische Handlungsfähigkeit Europas und erinnerte an das bekannte Juncker-Zitat: "Europa muss in großen Dingen groß sein und in kleinen Dingen klein."

Europatag zeigt, was wichtig ist

Ein weiteres Podium widmete sich dem Thema "Europäisches Bewusstsein vor Ort". Dabei diskutierten Ute Wiegand-Fleischhacker, Landesvorsitzende der Europa-Union Hessen, Malina Krausbauer von EuroPeer sowie Erasmus-Studierende über europäische Identität, Beteiligung und Perspektiven junger Menschen.

Zum Abschluss zogen die Veranstalterinnen und Veranstalter ein positives Fazit. Der Europatag habe gezeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement, demokratischer Dialog und europäische Zusammenarbeit gerade in herausfordernden Zeiten seien. Europa lebe vom Mitmachen, vom offenen Austausch und vom gemeinsamen Einsatz für Frieden, Freiheit und Demokratie.

Die Veranstaltung wurde von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis mit zahlreichen Kooperationspartnern organisiert. Gefördert wurde der Europatag vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" (mis/pm) +++


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