Ein 10-Punkte-Plan für die Agrarpolitik - Symbolbild: Pixabay

REGION "Verlässlichkeit und klare Entscheidungen"

Hessischer Bauernverband legt 10-Punkte-Plan für die Agrarpolitik in Hessen vor

21.05.26 - Der Hessische Bauernverband (HBV) hat seinen 10‑Punkte‑Plan für die hessische Agrar‑ und Umweltpolitik veröffentlicht. Darin formuliert der Verband zentrale Forderungen an die Landespolitik, um die heimische Landwirtschaft zukunftsfähig aufzustellen. Ziel ist es, die Versorgung mit Lebensmitteln, die regionale Wertschöpfung und lebendige ländliche Räume dauerhaft zu sichern.

"Die Landwirtschaft ist eine tragende Säule unseres Landes. Sie sichert die Versorgung mit Lebensmitteln, schafft Arbeitsplätze und prägt den ländlichen Raum", betont HBV‑Präsident Karsten Schmal. "Dafür brauchen unsere Betriebe verlässliche und praxistaugliche politische Rahmenbedingungen." Der Hessische Bauernverband fordert daher, die Ernährungssicherheit als staatliche Kernaufgabe anzuerkennen und die Landwirtschaft bei politischen Entscheidungen stärker zu berücksichtigen.

Tierhaltung stärken und Betriebe absichern

Ein Schwerpunkt des Positionspapiers liegt auf der Zukunft der Tierhaltung in Hessen. Der HBV fordert mehr Planungssicherheit für Investitionen, einen verlässlichen Bestandsschutz für genehmigte Ställe sowie eine dauerhafte Finanzierung höherer Tierwohlstandards.

Als konkretes Instrument fordert der Verband, wie auch im Koalitionsvertrag vereinbart, die Einführung einer hessischen Strohprämie. Sie soll das Tierwohl verbessern, die Wettbewerbsfähigkeit stärken und die gesellschaftliche Akzeptanz der Nutztierhaltung erhöhen. "Wer mehr Tierwohl will, muss dies auch bezahlen", erklärt Karsten Schmal. "Die landwirtschaftlichen Betriebe dürfen mit den gesellschaftlichen Erwartungen nicht allein gelassen werden."

Risiken absichern und Flächen schützen

Angesichts zunehmender Wetterextreme fordert der Hessische Bauernverband die Einführung einer staatlich geförderten Mehrgefahrenversicherung als dauerhaftes Instrument. Schäden durch Trockenheit, Starkregen, Sturm oder Frost sollen so besser abgesichert werden.

Praxisgerechte Regeln und starke Interessenvertretung

Weitere Forderungen des 10‑Punkte‑Plans betreffen ein praktikables Wasser‑ und Düngerecht, eine verhältnismäßige Ausgestaltung von Schutzauflagen sowie eine Anpassung übergroßer Wasserschutzgebiete in Hessen. Der HBV setzt sich außerdem für eine Gleichstellung der Landwirtschaft mit anerkannten Naturschutzverbänden beim Verbandsklagerecht ein. Darüber hinaus fordert der Verband die Weiterentwicklung des Hessischen Landwirtschaftsgesetzes als agrarpolitisches Leitgesetz sowie eine dauerhafte Absicherung von Bildung und Beratung im Agrarbereich.

"Unsere Betriebe brauchen weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und eine starke Stimme auf Landes‑, Bundes‑ und europäischer Ebene", so HBV‑Präsident Karsten Schmal. "Nur so kann die hessische Landwirtschaft auch in Zukunft ihren wichtigen Beitrag für Gesellschaft, Umwelt und den ländlichen Raum leisten." (lu/pm) +++


Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön