Die Vertreter stimmten für die Fusion - Foto: Martin Engel

FULDA Zukunftsweisende Vertreterversammlung

Weichen für neue VR RegionalBank eG gestellt: Vertreter stimmen für Fusion

22.05.26 - Die VR Bank Fulda und die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen haben bereits Ende September 2025 eine Fusion zur neuen VR RegionalBank angekündigt (OSTHESSEN|NEWS berichtete). Mit einer Bilanzsumme von rund 6,9 Milliarden Euro und etwa 880 Mitarbeitenden soll so eine der führenden Genossenschaftsbanken in Hessen entstehen. Bei der Vertreterversammlung der VR Bank Fulda eG wurde der Weg für die Fusion freigemacht. Wenn nächste Woche auch die Vertreter der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen zustimmen, steht der Fusion nichts mehr im Wege.

Ziel der Fusion ist es, durch gebündelte Kräfte und regionale Verankerung ein verlässlicher und innovativer Partner für Mitglieder, Kunden und Mitarbeitende zu bleiben. Die 165 Vertreter der Versammlung stimmten am Donnerstag einstimmig für die Fusion. Stefan Burkard, Vorsitzender des Aufsichtsrates, erklärte: "Heute blicken wir in die Zukunft, die wir gemeinsam gestalten können und auch gemeinsam gestalten sollten."

v.l.: Vorstand Sebastian Emmert , Stefan Burkard Vorsitzender des Aufsichtsrats, ...

Burkard betont: "Für uns als Aufsichtsrat war es eine Vernunft- und Herzensentscheidung, diesen Schritt jetzt zu gehen. Damit werden wir eine der führenden Genossenschaftsbanken in Hessen. Es entstehe ein Gewinn für alle." Der Sprecher des Vorstands, Thomas Sälzer, ergänzt: "Wir wollen nicht abwarten, was passiert, wir wollen selbst aktiv die Richtung bestimmen. Dabei schauen wir auf die Herausforderungen, die vor uns liegen." Und weiter versichert er: "Im Sinne unserer Kunden wollen wir die Position unserer Bank nachhaltig absichern, stärken und weiter ausbauen."

Neue IBAN und neue Karte

Wie Vorstand Sebastian Emmert erklärt, wurden die ersten Gespräche für die Fusion im Februar 2025 geführt. "Wir sind überzeugt: Mit der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen haben wir den richtigen Partner gefunden", versichert Emmert. Der juristische Sitz der neuen VR RegionalBank wird Fulda sein. Der Aufsichtsrat wird aus 27 Mitgliedern bestehen, der Vorstand aus sechs Mitgliedern. Einen Vorsitzenden wird es nicht geben. "Wir werden als Vorstandsteam an den Start gehen. Alle Vorstandsmitglieder sind gleichberechtigt", ergänzt Vorstand Torsten Hopf.

Wichtig für die Kunden: Die Ansprechpartner bleiben. Es werden keine Geschäftsstellen geschlossen. Auch die regionale Förderung soll bestehen bleiben und sogar ausgebaut werden. "An der Schnittstelle zwischen Kunde und Bank soll sich die Fusion positiv auswirken", macht Hopf deutlich. Auch alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Für alle Kunden ist relevant, dass sie im Zuge der Fusion eine neue IBAN und eine neue Karte bekommen. Die alte IBAN funktioniert jedoch weiterhin.

Vorstand Sebastian Emmert

Stabilität und Verlässlichkeit

Das Geschäftsjahr 2025 war für die VR Bank Fulda erneut ein erfolgreiches Jahr. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten, steigender Regulatorik und geopolitischer Herausforderungen erzielte die Genossenschaftsbank solide Ergebnisse. "Die Zeiten bleiben anspruchsvoll, doch dank klarer Strategie, starkem Team und dem Rückhalt des Aufsichtsrats haben wir ein erfolgreiches Jahr abgeschlossen", betont Vorstand Thomas Sälzer. "Mit einer Bilanzsumme von 2,635 Milliarden Euro und einem betreuten Kundenvolumen von 5,467 Milliarden Euro haben wir unsere Position weiter gefestigt. Das zeigt: Verlässlichkeit und nachhaltiges Wachstum sind Teil unserer DNA."

Als bedeutender Wirtschaftspartner leistet die Bank auch einen wichtigen Beitrag für die Region: Allein im Jahr 2025 wurden rund 2,7 Millionen Euro Gewerbesteuer gezahlt.

Region nachhaltig fördern

Über die Spendenplattform www.partnerderregion.de unterstützte die VR Bank Fulda im Jahr 2025 erneut zahlreiche Vereine und Initiativen. Insgesamt flossen 338.000 Euro, davon 118.000 Euro aus Privatspenden, in regionale Projekte. "Uns ist wichtig, gesellschaftliches Engagement sichtbar zu machen und die Projekte zu stärken, die unsere Region lebenswerter machen", betont Sebastian Emmert, Vertriebsvorstand.

Beschlüsse und Ergebnisse

Die Vertreterversammlung stimmte dem Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses zu, entlastete Vorstand und Aufsichtsrat und bestätigte Patricia Fehrmann, Elke Vollkommener, Michael Herber, Veit Küllmer, Jochen Seipel und Dr. Dietmar Schultheis in ihren Ämtern. Den Mitgliedern wird eine Dividende von vier Prozent ausgezahlt. (Moritz Pappert) +++


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