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18.03.10 - Region

Kreis gibt pro Schüler 1,75 € für Schwimmunterricht - verlässt aber Zweckverbände

Der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises hat beschlossen, seine Kostenbeteiligung für Schülerinnen und Schüler für Schwimmbadbesuche im Sportunterricht einheitlich auf 1,75 Euro anzuheben. Damit macht der Kreis eine Ankündigung von Landrat Erich Pipa und Erstem Kreisbeigeordneten Günter Frenz wahr. Beide hatten im Zuge des Ausstiegs aus den Hallenbadzweckverbänden betont, die Zahlungen pro Schüler anzuheben. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden diese im Sinne des Kreises, der Schülerinnen und Schüler und in Verständigung mit den Kommunen wahrnehmen“, unterstrich Günter Frenz.

Im Lehrplan vieler Schulen ist auch der regelmäßige Schwimmunterricht festgeschrieben. Neben den Kosten für die Schülerbeförderung fallen für den Main-Kinzig-Kreis auch die Kosten für die Nutzung der Schwimmbäder an. Diese variierten in der Vergangenheit zwischen 40 Cent und 1,75 Euro pro Schüler. „Mit der Stadt Nidderau hatten wir im Zuge des Ausstiegs bereits 1,75 Euro pro Schüler ausgehandelt, für alle anderen 13 Bäder bedeutet die Aufstockung auf 1,75 Euro einen zum Teil erheblichen Anstieg“, berichtet Kämmerer Günter Frenz. Für den Main-Kinzig-Kreis bedeutet das Mehrkosten in Höhe von rund 75.000 Euro jährlich, die den Kommunen und Schwimmbadträgern zu Gute kommen.

„Mit dem Austritt aus den Zweckverbänden und dem Anheben des Eintrittsgeldes pro Schüler bekommen wir jetzt eine Gleichbehandlung aller Städte und Gemeinden im Kreisgebiet hin“, erläutert Landrat Erich Pipa. In der Vergangenheit sei dies zu unterschiedlich gewesen. „In einigen Gemeinden waren wir im Zweckverband, in anderen Kommunen, beispielsweise in Erlensee, Bruchköbel, Hanau und Großkrotzenburg zu keinem Zeitpunkt regelmäßig am Betrieb des Bades beteiligt“, führt Pipa aus.

Der Main-Kinzig-Kreis habe in den zurückliegenden Jahren bei der energetischen Sanierung der Bäder zum Teil erhebliche finanzielle Mittel eingebracht, die für die Städte und Kommunen zu einer langfristigen Einsparung verholfen habe. „Mit dem Ausstieg aus den Hallenbadzweckverbänden sind wir den Auflagen des Regierungspräsidiums nachgekommen und kommen auf der anderen Seite mit der Aufstockung der Eintrittsgelder unserer Verantwortung gegenüber den Kommunen nach“, bilanziert Erster Kreisbeigeordneter Günter Frenz.

Die Beteiligung des Kreises am Hallenbad in Nidderau endete zum 31. Dezember 2008, zum selben Zeitpunkt lief auch die Mitfinanzierung des Bades in Maintal aus. Am 9. November 2009 unterzeichnete die Stadt Schlüchtern die Auflösungsvereinbarung für die Beteiligung des Kreises am Schlüchterner Hallenbad. Der Austritt aus dem Zweckverband Mittleres Kinzigtal ist von der Verbandsversammlung beschlossen worden und liegt zur Genehmigung dem Regierungspräsidium in Darmstadt vor, beim Ausstieg aus dem Hallenbad-Zweckverband Freigericht laufen derzeit die letzten Feinabstimmungen mit allen Beteiligten. +++

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