Die Regierung muss jetzt etwas für den Hitzeschutz tun, fordert die Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

BERLIN Grüne äußert Kritik

Katharina Dröge: Regierung muss beim Hitzeschutz dringend handeln

29.06.26 - Die Regierung tut nach Ansicht der Grünen zu wenig, um die Menschen vor Hitze zu schützen. Die Oppositionspartei verlangt Klimaanlagen mit Solarstrom und mehr Grün in Städten.

Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hat der Bundesregierung vorgeworfen, nichts für den Hitzeschutz der Bevölkerung zu tun. "Friedrich Merz kann vielleicht aus dem klimatisierten Kanzleramt heraus die Hitze ignorieren, aber die Pflegekräfte in den Krankenhäusern, die können das nicht", sagte Dröge im ARD-"Morgenmagazin". "Die müssen bei brüllender Hitze arbeiten und die alten Menschen in den Senioreneinrichtungen leiden darunter, dass es keine Klimaanlagen gibt. Und deswegen haben wir gesagt, wir müssen ganz dringend handeln."

Dröge hatte am Wochenende angesichts der Hitzewelle ein Abkühl-Sofortprogramm gefordert, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu klimatisieren. In der "Bild am Sonntag" schlug sie die Förderung von "Klima-Solar-Anlagen" vor, also von Klimaanlagen, die mit Solarstrom betrieben werden. "Wir haben im Sommer die Situation, dass die Solaranlagen so viel extrem günstigen Strom produzieren, und deswegen sagen wir auch Klimaanlage in Kombination mit einer Solaranlage, dass das wirklich machbar wird", erläuterte sie.

Zugleich müssten in den Städten dringend mehr Bäume gepflanzt werden. "Ein Baum alleine ersetzt mehrere Klimaanlagen." Bäume, Fassadenbegrünung, Sträucher in den Städten könnten die Luft runterkühlen für alle Menschen. Hitzerekorde seien jetzt schon Realität.

"Darauf muss man sich einstellen. Wir sind jetzt schon so weit fortgeschritten mit der Klimakrise, dass das nicht mehr zu verhindern ist. Und gleichzeitig, wenn wir jetzt nicht Klimaschutz machen, dann werden wir in 20 Jahren diese Sommer als kalt empfunden haben", fügte sie hinzu. Bei der Erderwärmung zähle jedes Zehntelgrad, das verhindert werden könne. (dpa) +++


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