Unverständlicher Post vom Bundeskanzler sorgt nach WM-Aus für Unverständnis. - Archivfotos: O|N/ Hendrik Urbin

BERLIN Hat Merz das falsche Spiel geschaut?

Unverständlicher Post vom Bundeskanzler sorgt nach WM-Aus für Unmut

01.07.26 - Nach dem desaströsen WM-Aus der deutschen Mannschaft macht der Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit einem etwas unverständlichen Statement auf sich aufmerksam. Die DFB-Elf patzte gegen den Außenseiter Paraguay und verlor mit 4:5 n.E. verdient und schied somit bei der dritten Weltmeisterschaft in Folge vor dem Achtelfinale aus.

Auf "X" (ehemals "Twitter") wendet sich der Kanzler jedoch mit einem positiven Statement an die Nationalmannschaft: "Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel. Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch." - Bundeskanzler Friedrich Merz (@bundeskanzler) 29. Juni, 2026.


Der X-Post von Friedrich Merz sorgte bei vielen deutschen Fußball-Fans für Unmut. ...Archivfotos: (3) O|N/ tomafocus

Post sorgt für Unverständnis

Dieser Post sorgte bei der deutschen Bevölkerung für Kopfschütteln. Zwischenzeitlich trendet auf X die Frage, welches Spiel Merz eigentlich gesehen hätte. Und auch die Bild titelt mit: "Meint der Bundeskanzler das ernst?" Sehr verständlich, denn für jeden, der das Spiel letzte Nacht sah, sollte klar sein, dass die deutsche Mannschaft eine "Unleistung" gegen Paraguay zeigte.

Putin-Vertrauter spottet über den Kanzler

Der als enger Vertrauter von Wladimir Putin geltende Kirill Dimitirev (51), der unter anderem an Gesprächen mit den USA über einen möglichen Friedensplan für die Ukraine beteiligt war, nutzte das frühe WM-Aus Deutschlands für einen politischen Seitenhieb gegen Bundeskanzler Friedrich Merz. Und antwortete auf den "Merz-Tweet" mit: "Merz ist immer gut darin, immer wieder ein Scheitern zu fördern." - Kirill Dmitriev (@kadmitriev) 30. Juni, 2026.

Friedrich Merz ist damit, wieder einmal, in ein Fettnäpfchen getreten. ...

Mit seinem Beitrag verband der russische Spitzenbeamte den sportlichen Misserfolg der deutschen Mannschaft mit scharfer Kritik am Kanzler und sorgte so für eine provokante politische Reaktion. Der Bundeskanzler, der ohnehin nicht ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht, hat sich damit keinen Gefallen getan. (Nicolas Kraus)+++


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