01.07.26 - Im Wildpark Gersfeld (Landkreis Fulda) geht es aktuell besonders niedlich zu! Bei den etwa 20 verschiedenen Tierarten gab es bei einigen Nachwuchs. So gibt es bei den Hirscharten neue Jungtiere und Besucher können diese nun aus nächster Nähe erleben. OSTHESSEN|NEWS war am Dienstag im Rhöner Wildpark zu Besuch und durfte einen genauen Blick auf die kleinen Tiere werfen.
Bei einer exklusiven Tour durch den Wildpark erklärte Julia Kerber, Tierpflegerin und stellvertretende Leiterin des Parks, unseren Reportern so einiges zu den verschiedenen Hirscharten. So beherbergt der Park in Gersfeld gleich drei verschiedene Hirscharten: das Dybowski‑Wild, das Rotwild und das Damwild. Und dabei ist sich O|N einig: Ein Blick auf die Jungtiere lohnt sich auf jeden Fall.

Bei einer exklusiven Tour durch den Wildpark erklärte Julia Kerber, Tierpflegerin ...

Besonders beliebt bei den Besuchern ist das Damwild. Die Tiere sind kleiner, zutraulicher ...
Drei verschiedene Hirscharten mit insgesamt 18 Jungtieren - Tendenz steigend
Das Dybowski‑Wild stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und ist mit dem Sika verwandt. Es gilt als eingewandert und ist heute in Europa verbreitet. So sind auch drei Jungtiere des Dybowski-Wilds aktuell in der Rhön beheimatet. Es ist zudem nicht ausgeschlossen, dass noch weitere das Licht der Welt erblicken. Das Rotwild ist die größte Hirschart Mitteleuropas und in Deutschland noch heimisch. "Wir haben dieses Jahr sechs Jungtiere - und darauf sind wir wirklich stolz", sagt Kerber. Die ersten zwei Lebenswochen seien kritisch, doch alle hätten es geschafft. Rotwild trägt ein Stangengeweih, das wie bei allen männlichen Hirscharten einmal im Jahr abgeworfen wird.
Besonders beliebt bei den Besuchern ist das Damwild. Die Tiere sind kleiner, zutraulicher und in einem begehbaren Gehege untergebracht, in dem sogar gefüttert werden darf. Die Farbvielfalt macht sie zu echten Hinguckern: marmoriert mit weißen Tupfen, braun, grau, schwarz - und sogar eine seltene weiße Variante. Ihr Schaufelgeweih ist im Spätsommer besonders gut zu erkennen. Bei dieser Art sind aktuell neun Jungtiere zur Welt gekommen. Laut Wildparkleiter Jan Tayeb werden es aber täglich mehr.

Was laut Kerber bei vielen im Park oft zu Verwirrung führt: Hirsche sind nicht die männliche ...
Was laut Kerber bei vielen im Park oft zu Verwirrung führt: Hirsche sind nicht die männliche Art eines Rehs. Rehe sind eine eigene Spezies. So sind es vor allem Rehe, die leider Opfer von Wildunfällen werden. Ein Hinweis, der zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit im Straßenverkehr bleibt – besonders in ländlichen Regionen.

Der Wildpark Gersfeld zeigt gerade eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig die ...

Hier können die Besucher die Region auf andere Weise kennenlernen.
Ein Highlight für alle Besucher
Die Tiere vermehren sich im Park, doch um Inzucht zu vermeiden, werden vor allem männliche Tiere zwischen Tierparks getauscht. Die meisten Hirscharten erreichen ein Alter von zehn bis fünfzehn Jahren - im Park oft deutlich mehr, da sie hier sicherer leben als in freier Wildbahn. Eine besondere Zeit ist der Herbst: "Während der Brunft steigt der Adrenalinspiegel der Hirsche. Da muss man ein bisschen aufpassen", erklärte Kerber. Für Besucher stellt das aber keineswegs eine Gefahr dar.
Wie es in Gersfeld üblich ist, hat jede Wildart ihr eigenes Gehege. "Vor allem der begehbare Bereich des Damwilds kommt bei Kindern, Familien - eigentlich allen - sehr gut an. Die Tiere sind sehr zutraulich und lassen sich auch füttern", hob die Tierpflegerin im O|N-Gespräch hervor.
Der Wildpark Gersfeld zeigt gerade eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig die Rhöner Tierwelt ist. Zwischen neugierigen Jungtieren, sanften Begegnungen im Damwild‑Gehege und spannenden Einblicken in die Arbeit der Tierpfleger entsteht ein Ort, der Ruhe schenkt und Staunen weckt.
Unser O|N-Fotograf Marvin Myketin hat für Sie einige Eindrücke aus dem Wildpark festgehalten. Klicken Sie sich gerne durch unsere Bilderserie! (mis) +++ 