24.07.26 - Die Domstadt entwickelt sich stetig weiter, das wird an vielen verschiedenen Orten immer deutlicher und wo neue Möglichkeiten zum Lernen und Zusammenleben entstehen, da entsteht Gemeinschaft. Ein ganz besonderes Beispiel hierfür ist das Fuldaer Ostend und genauer gesagt der Gallasiniring. Bei der alljährlichen CDU-Sommerbegehung schauten sich die Fraktionsvertreter an, wie die baulichen Maßnahmen der Cuno-Raabe-Schule vorangehen, was bereits schon entstanden ist und was in Zukunft noch folgen soll.

Die Fraktion machte sich ein Bild von der Entwicklung im Gallasiniring. ...
Geleitet wurde die Begehung durch die Fraktionsvorsitzende Patricia Fehrmann, Fuldas Bürgermeister Dag Wehner und Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld, die sich gemeinsam mit allen Interessierten der CDU einen Einblick in das verschafften, was in der Vergangenheit durch gemeinsames Handeln von privaten Investoren und der Stadt möglich geworden war.

Dr. med. Thomas Vietor (links)

So voll ist es selten in den Gängen der Praxis
Die Hausarztpraxis in der ehemaligen "Mütze"
Die Begehung startete mit einem Besuch in der "Hausarztpraxis Fulda", welche mit sechs Ärzten und einem guten Team nun da die Menschen versorgt, wo früher einmal das Mütterzentrum "Mütze" war - nämlich im Gallasiniring 8. Die Praxis ist dabei nicht nur für Patienten wichtig, sondern dient gleichzeitig auch als akademische Lehrpraxis, die von der Universität Marburg mitgenutzt wird. "Es ist wunderschön, modern und freundlich - wir freuen uns, dass Sie den Schritt hier gewagt haben", lobte Fehrmann die Ärzte der Praxis und in besonderer Weise die anwesenden Dr. med. Tabea Röder und Dr. med. Thomas Vietor.
Bürgermeister Dag Wehner gab aber zu verstehen, dass das Gebäude viel mehr ist als nur eine Arztpraxis - mit 21 Wohnungen, von denen 18 bereits bezogen sind bietet die Gallasiniring 8 außerdem noch Wohnraum, der gut angenommen wird. Aber auch der VdK nutzt die Räumlichkeiten. Drei Wohnungen, die speziell barrierefrei konstruiert wurden sind derzeit noch frei und sollen denjenigen zur Verfügung gestellt werden, die sie benötigen.

Quartiersmanager, Christian Völkel

Im Stadtteilzentrum kann gewerkelt werden...

... und gekocht.
Das Stadtteilzentrum und "Das Haus der Familie"
Dann ging es weiter in zwei Orte, die im Fuldaer Ostend dafür sorgen, dass Gemeinschaft entsteht und gelebt wird. Im ehemaligen "Georg-Stieler-Haus" im Gallasiniring 1 befindet sich nun ein Stadtteilzentrum, inklusive Jugendclub, Küche, Seminarräumen, aber auch Räumlichkeiten für Behörden, die aber allesamt einen Familienbezug haben. Quartiersmanager Christian Völkel zeigte sich besonders stolz auf den Werkraum und auf die Küche - für beide Räume gilt: "Hier kann richtig was gezaubert werden", wie es Völkel beschreibt. Dag Wehner hob zudem hervor, wie wichtig vor allem so ein Werkraum ist. "So ein Raum ist Gold wert, hier kann gebastelt werden und hier kann man auch mal Krach machen", so der Bürgermeister.
In der Küche ist mit zwei Kochinseln, insgesamt vier Herdplatten und allerlei Kochutensilien einiges möglich für all diejenigen, die sich kulinarisch ausleben möchten. Draußen lassen sich allerdings noch Bauvorhaben erkennen. Bürgermeister Wehner gab zu verstehen, dass beim Stadtteilzentrum schon bald ein zusätzliches Parkdeck errichtet werden soll, welches den Bedarf für den Stadtteil abdecken soll. Anschließend kam man auf dem Weg zum Bauprojekt "Cuno-Raabe-Schule" vorbei am Haus der Familie. Christian Völkel erklärte, wie gut die Angebote vor Ort, wie beispielsweise das Stadtteilcafé, angenommen und genutzt werden. Er betont: "Es ist toll, dass wir so viele Bildungsinstitutionen beieinander haben und es ist auch einfach sinnvoll, dass wir diese Ressourcen gemeinsam nutzen."

Das Haus der Familie stellt einen zentralen Treffpunkt dar.
Neubau der Cuno-Raabe-Schule soll 2027 fertig werden
Das Highlight der Begehung und wahrscheinlich eines der spannendsten Bauprojekte derzeit in Fulda ist die neue Cuno-Raabe-Schule, welche auf dem Gebiet nahe der ehemaligen St. Elisabet-Kirche entsteht. Das alte, entweihte Kirchengebäude soll, wenn alles fertiggestellt ist natürlich mitgenutzt werden - für die Stadt war das Vorhaben eine Herausforderung, dennoch nimmt die Idee langsam gestalt an. Derzeit wartet man noch darauf, dass die Holzarbeiten endlich starten können. "Wir sind hier ein wenig im Verzug, eigentlich wollten wir nämlich mit den Holzbauten schon starten. Voraussichtlich werden wir aber erst Ende der Sommerferien im Westen anfangen können und dann in Richtung Osten weiterbauen", so Dag Wehner.

Bürgermeister Dag Wehner mit den Plänen zur Cuno-Raabe-Schule

CDU-Fraktionsvorsitzende, Patricia Fehrmann

Schon bald sollen die Holzarbeiten in der Cuno-Raabe-Schule beginnen.
Die Arbeiten für den Innenausbau sollen dann im Winter starten. Der Magistrat der Stadt Fulda möchte die anfallenden Arbeiten an heimische Unternehmen vergeben. In weiteren Bauabschnitten, soll die Fassade und auch das Dach der ehemaligen Kirche stückweise geöffnet werden. "Die bauliche Idee ist es eigentlich, eine Art Schuhkarton in das Gebäude einzuschieben, wo auf zwei Ebenen die Nachmittagsbetreuung stattfindet. Im Erdgeschoss gibt es dann die Mensa für die Kinder und im Obergeschoss die Nachmittagsbetreuung." Geplant ist der Start im Jahr 2027 - ursprünglich sollte die Schule pünktlich zum Schulstart 2027/28 eröffnet werden, diesen Termin könne man aber nicht halten. Die Schüler der Cuno-Raabe-Schule werden aber derzeit bereits in den verschiedenen Räumlichkeiten des Gallasanirings untergebracht, beispielsweise auch im Stadtteilzentrum.
Oberbürgermeister Wingenfeld betonte zum Bauvorhaben: "Es ist aufwändig, es kostet viel Geld, aber es ist ein Beispiel dafür, wie wir die Aufbruchstimmung dieser Kirche bewahren und sie mit dem Schulgebäude kombinieren." Und erklärte, dass man gerade dort besonderes Augenmerk auf die Qualität setze.
Abschließend gab es noch einen kleinen Ausblick in die folgenden Jahre: Ebenfalls auf dem Gelände, nahe der ehemaligen Kirche, soll nämlich der Neubau für die Kindertagesstätte "Schatzinsel" starten. Das sei aber ein Projekt, welches man erst später angehen möchte und aktuell noch eher Zukunftsmusik. Hier konnte noch kein konkretes Datum für den Baustart, geschweige denn die Fertigstellung genannt werden. "Ich bin der Überzeugung, dass all diese Investitionen sich auszahlen werden - die Entwicklung des Quartiers ist etwas ganz Besonderes", fasste es Oberbürgermeister Wingenfeld treffend zusammen. Das Quartier entwickelt sich und das ist gut so.
(pg) +++