Thomas Gutberlet hat ein großes Ziel: Er möchte Ende August eine 5.000-Kilometer-Quadtour durch Norwegen und Schweden ansteuern. - Fotos: Thomas Gutberlet

REGION "Feuer im Kompass"

Vom Lebenstraum zur Realität: Osthesse startet Quadtour durch Skandinavien

11.08.26 - Vor zwei Jahren noch ein großer Traum, wird er für Thomas Gutberlet aus Osthessen in wenigen Wochen Realität: Mit seinem Projekt "Feuer im Kompass" plant er eine rund 5.000 Kilometer lange Quadtour. Die Route führt ihn über Oslo, die Lofoten und das Nordkap in Norwegen quer durch Schweden bis zum Zielort Trelleborg. Seine Reise durch die beeindruckenden Landschaften Skandinaviens wird er mit Foto- und Videokameras sowie in Blogbeiträgen dokumentieren.

Der Entschluss für die Tour ist eng mit einer persönlichen Veränderung verbunden. Während einer Reise von Stockholm nach Kopenhagen beeindruckte die Natur Skandinaviens Gutberlet nachhaltig. Damals fühlte er sich jedoch körperlich nicht in der Lage, ein solches Abenteuer selbst zu bewältigen. Nach einer Magenoperation und einer Gewichtsabnahme von 60 Kilogramm seit Februar hat der Osthesse sein Leben grundlegend verändert.

Sein treuester Begleiter wird dabei sein Quad sein, eine CFMOTO CForce 1000 Overland. ...

"Viele Menschen haben Ideen und Träume, aber die Umsetzung ist oft die größte Herausforderung", sagt er. Mit seiner Reise möchte Gutberlet andere dazu ermutigen, ihre Vorhaben nicht nur zu planen, sondern auch aktiv umzusetzen. Für ihn markiert die Tour den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Seit Jahresbeginn laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Sein treuester Begleiter wird dabei sein Quad sein, eine CFMOTO CForce 1000 Overland.

Gutberlet möchte seine Reise durch Skandinavien fotografisch und filmisch festhalten. ...

Hobbys werden Teil des Abenteuers

Neben dem Quadfahren zählen Foto- und Videografie sowie das Angeln zu Gutberlets größten Hobbys. All diese Leidenschaften sollen auf der Reise ihren Platz finden. "Ich möchte die Sehenswürdigkeiten filmisch und fotografisch festhalten und die Menschen mitnehmen, die eine solche Reise nicht selbst machen können", sagt er. Ziel sei es, die Tour hochwertig zu dokumentieren und anschließend als vier- bis sechsteilige Serie auf YouTube zu veröffentlichen.

Unterstützung erhält er dabei vom deutschsprachigen Quad-Fachmagazin "Quadwelt". Für dessen Facebook-Seite will er bis zu zweimal pro Woche ein Reisetagebuch schreiben. Zudem soll nach Abschluss der Tour ein ausführlicher Reisebericht erscheinen. "Ich möchte nicht einfach eine GoPro einschalten und stundenlang nur fahren. Ich will die Menschen an diesem Abenteuer teilhaben lassen, mit ihnen am Lagerfeuer entspannen und die Ausblicke genießen", beschreibt er.

In den knapp drei Wochen wird der Abenteurer alle zwei bis drei Tage auf einem Campingplatz ...

5.000 Kilometer in drei Wochen

Für die rund 5.000 Kilometer lange Strecke sind etwa drei Wochen eingeplant. Um die Tour planmäßig abzuschließen, wird Gutberlet täglich bis zu 300 Kilometer zurücklegen müssen. Alle drei Tage plant er einen Aufenthalt auf einem Campingplatz, um Akkus aufzuladen und seine Ausrüstung wieder einsatzbereit zu machen. Ansonsten möchte er die Reise möglichst flexibel gestalten. Konkrete Zwischenziele hat er daher bewusst nur wenige festgelegt. "Ich möchte frei sein und mich nicht treiben lassen müssen. Wenn mich ein Ort fasziniert, dann bleibe ich auch einmal länger", erklärt er.

Intensive Vorbereitung auf besondere Herausforderungen

Die grobe Route steht bereits fest: Von Kiel aus geht es mit der Fähre nach Oslo. Anschließend führt die Strecke entlang der norwegischen Atlantikküste über die Lofoten und die Insel Senja bis zum Nordkap. Die Rückreise verläuft dann durch Schweden bis nach Trelleborg. Für die Tour hat sich Gutberlet intensiv vorbereitet. Um hochwertige Foto- und Videoaufnahmen erstellen zu können, besuchte er spezielle Kurse. Zudem wurde das für Langstreckentouren ausgelegte Fahrzeug umfassend überprüft. "Ich werde Ersatzteile und Werkzeug mitführen, um mir im Notfall selbst helfen zu können", sagt er.

Eine besondere Herausforderung erwartet ihn in den abgelegenen Regionen des hohen Nordens. Dort ist die Mobilfunkabdeckung teilweise eingeschränkt oder nicht vorhanden. Für Notfälle und die Kommunikation setzt Gutberlet deshalb auf zusätzliche Satellitentechnik. Trotz aller Vorbereitungen bleibt die Reise für ihn ein großes Abenteuer. Gerade die Mischung aus Freiheit, Natur und Ungewissheit macht für ihn den besonderen Reiz aus. Mit seinen Berichten und Aufnahmen möchte er andere Menschen inspirieren und zeigen, dass es sich lohnt, den Mut aufzubringen, eigene Träume zu verwirklichen. (jk) +++


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