Keine besten Freunde: Sandhausens Akteur und Fuldas Emmanuel Elekwa hatten sich schon während des Spiels laufend behakt - Archivbilder: O|N/Martin Engel und Charlie Rolff

FULDA Selbstbewusst zum SSV Ulm

Drei Spiele Sperre für Emmanuel Elekwa: SGB ärgert sich über das harte Urteil

19.08.26 - Der große Aufreger folgte nach der letztlich knappen 3:4 (1:4)-Niederlage im Fußball-Regionalligaspiel der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz gegen den SV Sandhausen am vergangenen Samstag: Barockstadts Neuzugang Emmanuel Elekwa ließ sich nach Spielschluss so provozieren, dass Schiedsrichter Kadir Yagci (Tuttlingen) ihm die Rote Karte unter die Nase hielt. Nun kam das Urteil: Drei Spiele Sperre.

SGB-Coach Daniyel Cimen

"Wir müssen das Urteil akzeptieren", sagte Chefcoach Daniyel Cimen in der Spieltagspressekonferenz am Mittwochvormittag. Der als besonnen bekannte Coach kritisierte allerdings die Entscheidung des Sportgerichts: "Das Urteil ist zu hart. Gerade in den Videoaufnahmen sieht man die Provokationen von Sandhausener Seite und die leichte Kopfnuss gegen Emmanuel", sagte Cimen.

Bärenstarker Auftritt im Spiel

Das wurde in der Bewertung der Strafe offenbar nicht berücksichtigt. Besonders schade, zumal der Leihspieler von Drittligist Alemannia Aachen zuvor eine bärenstarke Leistung zeigte und in der Nachspielzeit mit seinem Tor zum 3:4 nochmal für ordentlich Stimmung sorgte. Sein Auftritt während der zweiten Halbzeit begeisterte die heimischen Fans. Für das Ulm-Spiel wäre er sicherlich eine Alternative, die sich nun für drei Spiele leider erledigt hat.

Die Geschichte gilt es aber nun abzuhaken. Das Spiel selbst haben das Trainerteam und die Mannschaft in der Trainingswoche aufgearbeitet. Das erste Gegentor müsse man "einfach akzeptieren". Das war One-Touch-Fußball vom Feinsten. Viel mehr haben dem Coach das zweite und dritte Tor nach Standards geärgert. "Diese Standards müssen wir besser verteidigen", sagte Cimen. Trotz der Hitze und dem 1:4-Rückstand zur Halbzeit gab es dann doch einiges Positives aus dem Spiel.

Aktion für Aktion hat sich die SG Barockstadt ins Spiel zurückgekämpft. Das schnelle 2:4 machte zusätzlich Mut. "Der Glaube muss immer da sein, das haben wir den Jungs gesagt", erklärte der Coach, und genauso trat die SGB auf. Leider kam der Anschluss zum 3:4 letztlich etwas spät. "Fällt er früher, fängt Sandhausen an, nachzudenken." So bleibt eine knappe Niederlage gegen einen der Topfavoriten der Liga.

Nun richtet sich der Fokus auf den kommenden Samstag. Dann geht die Reise für den heimischen Regionalligisten zum SSV Ulm ins Donaustadion. Der SSV ist aus der dritten Liga abgestiegen und muss sich nach einem Umbruch erst wieder fangen. Nach zwei Niederlagen bei den Stuttgarter Kickers (2:4) und Kickers Offenbach (0:2) steht Ulm aktuell am Tabellenende. "Sie haben viel Verletzungspech. Wir stellen uns auf eine Mannschaft mit viel individueller Qualität ein", sagte Cimen. Bis auf Luis Klein und Maximilian Weißbäcker sind alle Mann an Bord. Bei beiden Jungs sind die Perspektiven aber gut. Weißbäckers Ellenbogen zeigt keine Reaktion. Nach dem individuellen Aufbautraining soll der Rückkehrer aus Schweinfurt am kommenden Montag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Dann hoffentlich mit einer gut gelaunten Mannschaft, die etwas Zählbares aus Ulm mitbringen konnte. (Hans-Hubertus Braune) +++


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