20.08.26 - Ein Event, das im Mai beginnt, fand nun in der Domstadt sein Ende: Drei Wochen lang sammelten die Stadt Fulda und der Landkreis im Rahmen des Events "Stadtradeln" jeden Kilometer. Am Mittwoch stellten die Beteiligten der Veranstaltung alle Zahlen vor, ehrten die gelosten Gewinner und machten auf die jährliche, umweltschonende Aktion aufmerksam.
Bei der bekannten Aktion geht es darum, drei Wochen lang möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen und dadurch Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Dabei wurde jeder Kilometer gezählt, der auf Alltagswegen - dienstlich oder in der Freizeit - innerhalb oder außerhalb von Fulda - mit dem Rad zurückgelegt wird. Für Stephan Fehrenbach, Mobilitätsmanager der Stadt Fulda, und Christian Hillenbrand, Nahmobilitätskoordinator des Landkreises, ist dabei folgendes wichtig: "Jeder Kilometer zählt. Vor allem in den kurzen, alltäglichen Wegen kann man einen Unterschied bewirken."
Gegen 18 Uhr kamen einige der Fahrradfahrer an der Fuldaer Wiesenmühle an. "Hier gibt es gutes Bier, das Lokal passt zu unserer Route und es ist eine tolle Gegend", erklärte Fehrenbach schmunzelnd die Ortswahl.

Stephan Fehrenbach, Mobilitätsmanager der Stadt Fulda.

Christian Hillenbrand, Nahmobilitätskoordinator des Landkreises.

Das Team des Sponsors "Bio Breadness" - rechts: Andreas Swoboda, Geschäftsführer ...
Verbesserung für Stadt und Land - im Vergleich zum Vorjahr
Für den Landkreis stellte Hillenbrand alle Zahlen des Jahres vor. Dabei ist vor allem zu erkennen, dass es eine Steigerung zum Vorjahr gab. 27 Prozent mehr Anmeldungen, 40 Prozent mehr Fahrten (von 23.000 auf 32.000), 33 Prozent mehr Kilometer und damit 215 Kilometer pro Kopf. Erstmals waren in diesem Jahr auch Schulen eingebunden. Insgesamt nahmen rund ein Prozent der Bevölkerung - etwa 2.500 Menschen - teil, wobei es laut dem Nahmobilitätskoordinator "deutlich mehr" sein könnten. Durch die gemeinsame Leistung wurden 90 Tonnen CO₂ eingespart - sowohl für die Stadt als auch für den Kreis ein sehr gutes Ergebnis, das die positive Entwicklung klar zeigt.
"Für die Stadt Fulda wurden insgesamt 40 Prozent mehr Kilometer zurückgelegt. Das entspricht rund 140.000 Kilometern, was Fulda im Landesvergleich auf Platz 28 in Hessen bringt", fasste Fehrenbach für die Stadt zusammen. Gruppen wie der ADFC mit 23.000 Kilometern, die Jumo mit 11.500 Kilometern und die Stadt Fulda selbst mit 10.500 Kilometern trugen maßgeblich zum Ergebnis bei. Dank der gefahrenen Strecken wurden in der gesamten Stadt 22 Tonnen CO₂ eingespart. Trotz der gestrichenen Landesfinanzierung werde die Stadt Fulda weiterhin teilnehmen. Der Termin dafür wird künftig gemeinsam mit den Kommunen im Landkreis abgestimmt.

Die Gruppe rund um "adfc" hat die meisten Kilometer zurückgelegt.
Elfjähriger unter den drei Gewinnern
Bei der Verlosung gewannen unter anderem Clara Stephan, Leopold Burg (11) und Annika Schulz. Annika Schulz und Leopold erhielten ein Geschenk des Sponsors "Bio Breadness" - dabei beispielsweise einen praktischen Rucksack. Clara, für die ihre Schwester Lilly den Gewinn abholte, wurde von der Stadt mit einem 750‑Euro‑Fahrradgutschein - einlösbar in Fulda - beschenkt.
Wer Lust hat, noch mehr aufs Rad zu steigen und den Sport in einer lockeren, gemeinschaftlichen Atmosphäre kennenzulernen, ist bei den kommenden Aktionen genau richtig. Am 22. September startet das Night Biking 2.0 von Bio Breadness - gegen 19 Uhr am Uniplatz - und ist schon jetzt ein Format, das bei den anwesenden Radfahrerinnen und Radfahrern auf große Begeisterung stieß. Und wer nicht bis dahin warten möchte: Schon am Samstag lädt der Open‑Street‑Day im Rahmen des Stadtfests ein.

Clara, für die ihre Schwester Lilly den Gewinn abholte, wurde von der Stadt mit einem ...

Annika Schulz und Leopold erhielten ein Geschenk des Sponsors "Bio Breadness" ...
Für Fehrenbach ist das Event vor allem das: "Stadtradeln bedeutet Spaß am Fahrradfahren, Gemeinschaft, die Förderung des Radfahrens und aktiven Umweltschutz." Dennoch gebe es "noch Luft nach oben - die meisten Radler sind zwischen 25 und 50 Jahren alt." Was bei der Aktion klar wird: Jeder Weg und jeder Kilometer zählt. (mis) +++ 