Nach seiner Flucht aus türkischer Haft ist ein zu mehr als 30 Jahren Gefängnis verurteilter 29-Jähriger in Mainz festgenommen worden. - Symbolfotos: O|N

REGION Erfolgreicher Zugriff

Vergewaltigung, Gewalt, Drogen: Flucht nach Hessen statt 30 Jahre Knast

21.08.26 - Wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes, Freiheitsberaubung, Körperverletzung mit einer Waffe, Bedrohung, Drogendelikten und mehreren Einbrüchen war er in der Türkei zu mehr als 30 Jahren Haft verurteilt worden. Dann gelang dem 29-Jährigen die Flucht. Er setzte sich nach Deutschland ab - doch am Donnerstagabend war in Mainz Schluss: Zielfahnder des Hessischen Landeskriminalamts nahmen den türkischen Staatsangehörigen fest.

Gegen den Mann liegt ein Auslieferungshaftbefehl des Oberlandesgerichts Rostock vor. Nach Angaben des Hessischen Landeskriminalamts muss er von seiner in der Türkei verhängten Strafe noch mehr als 14 Jahre verbüßen.

Zielfahnder des Hessischen Landeskriminalamtes griffen am Donnerstagabend zu. ...Archivfoto: O|N/Carina Jirsch

Lange Liste an Straftaten

Neben dem schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes wurde der 29-Jährige in der Türkei unter anderem wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit einer Waffe verurteilt. Hinzu kommen Bedrohung, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie mehrere Einbrüche in Geschäfte.

Irgendwann gelang ihm die Flucht aus der Haft. Danach soll er sich zunächst nach Norddeutschland abgesetzt haben. Später führte seine Spur in den Raum Lübeck.

Die dortigen Ermittler verloren ihn offenbar trotzdem nicht aus den Augen. Schließlich ergaben sich Hinweise darauf, dass sich der Gesuchte inzwischen in Hessen aufhalten könnte. Die Zielfahndung des Hessischen Landeskriminalamts übernahm.

Festnahme ohne Widerstand

Am Donnerstagabend erfolgte dann der Zugriff in Mainz. Unterstützt wurden die Zielfahnder dabei vom Mobilen Einsatzkommando des HLKA. Der 29-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen.

Gegen den Mann liegt ein Auslieferungshaftbefehl des Oberlandesgerichts Rostock ...

Auch Beamte aus Rheinland-Pfalz waren an den weiteren Maßnahmen beteiligt. Als Nächstes soll der Mann einem Haftrichter am Amtsgericht Mainz vorgeführt werden. Die Vorführung übernehmen nach Angaben des HLKA Beamte der rheinland-pfälzischen Polizei. (Constantin von Butler/pm) +++


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