22.08.26 - Rotenburg an der Fulda war am Samstag mal wieder Veranstalter des Red Castle Runs. Das Sportevent fand zum siebten Mal statt, und auch in diesem Jahr gab es neue Hindernisse, die auf die Läufer warteten. Mehr als 1500 Teilnehmer meldeten sich für die insgesamt drei verfügbaren Strecken an und machten das Event mit sportlichem Ehrgeiz – aber auch viel guter Laune – zu einem Highlight.
Wie immer durften sich die Sportler an drei Distanzen versuchen: die vier Kilometer lange Familientour, die VR-Bankvereinrunde über acht Kilometer. Und natürlich, für die sportlichsten der Teilnehmer, die sogenannte Ritterrunde über 16 Kilometer. Pro Strecke waren zehn bis 20 Hindernisse in den Kurs eingebaut, der die Läufer durch Matschgruben, über glitschige Hügel und sogar durch die Fulda führte. Als offizieller Medienpartner war OSTHESSEN|NEWS mit einem großen Team vor Ort und hat die Veranstaltung über den Tag hinweg begleitet.

Es wurde nass...
Veranstalter begeistert vom Zuspruch
Julius Braun, der Teil des Veranstalterteams der Sportagentur "SPEED" ist, zeigte sich am Tag des Laufs sehr zufrieden: "Wir hatten über 1500 Anmeldungen vorab und auch heute kamen noch einige Leute, die teilnehmen wollten. Damit sind wir sehr glücklich." Wie er und seine Kollegen betonten, steht der Red Castle Run vor allem für Spaß statt harten Wettkampf. Deswegen waren im Teilnehmerfeld Sportler aller Altersgruppen vertreten. Von Schülern unter zehn Jahren bis hin zur ältesten Sportlerin mit über 60 Jahren. Ein Mann berichtete sogar, dass er für diesen Lauf über 300 Kilometer anreiste. Er wohnt eigentlich in Stuttgart.

...es ging hoch hinaus...

Läufer im wald

Manch einer hat sich richtig rausgeputzt für den Hindernislauf.
Gestaffelt je nach Distanz machten sich die Läufer in kleinen Gruppen ab 11:30 Uhr vom Rotenburger Festplatz aus auf den Weg. Dass genau zu diesem Zeitpunkt die dunklen Wolken über Rotenburg sämtliche Schleusen öffneten und wie es aus Eimern schüttete, war dabei eigentlich schon egal. Nach einem ersten Kletterhindernis führte der Streckenverlauf nämlich einmal quer durch die Fulda. Nass wurde also jeder, so oder so. Von den ganzen Hindernissen mit jeder Menge Matsch und Schlamm ganz zu schweigen.
Keine größeren Verletzungen gemeldet
Bei einem solch großen Sportevent ist klar: Das geht nicht ohne Helfer. Neben dem Team des Veranstalters standen an der ganzen Strecke Helfer von THW, Feuerwehr, dem Roten Kreuz und sogar dem DLRG. Bei einem Unfall waren also sofort fähige Personen zur Stelle, um etwaige Verletzungen zu versorgen.
Laut Julius Braun kam es aber zu keinen größeren Vorfällen: "Hier und da gibt es mal eine Schramme oder eine Verstauchung. Das gehört aber bei solchen Events leider einfach dazu und lässt sich unmöglich vermeiden." Einsatzkräfte der Wasserrettung DLRG teilten gegenüber OSTHESSEN|NEWS mit, dass sie kurz nach dem Start eine Person aus der Fulda retten mussten. Aber auch hier ist zum Glück nichts Schlimmeres passiert.
Neuerungen für das kommende Jahr
Julius Braun hatte also alles in allem jeden Grund, mit dem diesjährigen Red Caste Run zufrieden zu sein. Denn: "Auch von den Läufern haben wir nur positives Feedback gehört", sagte er. Schon jetzt ist klar: Auch 2027 geht der Lauf wieder an den Start, diesmal am 21. August. "Die Stadt Rotenburg führt dann einige Bauarbeiten dort durch, wo unsere Strecke jetzt langgeht. Die Teilnehmer dürfen sich also auf viele Neuerungen freuen", verkündete Braun mit einem Lächeln.
Nach den sportlichen Strapazen ließen die Läufer am Nachmittag und Abend den Tag auf dem Festplatz gebührend ausklingen. Die Stimmung? Ausgelassen. Jeder war happy mit seiner Leistung – egal, ob er den Lauf zum Spaß gemeistert hat oder ob er sich an seine körperlichen Grenzen bringen wollte. Und in einem waren sich die Teilnehmer auch einig: Das schlimmste "Hindernis" waren die vielen Steigungen und Höhenmeter, die es auf der Strecke zu bewältigen gab. Das Wort "brutal" fiel in diesem Zusammenhang auffällig häufig.
(Kevin Hildebrand) +++