Ehrlich, emotional und ohne Masken: Mit dem Benefizkonzert "Zwielicht & Friends: Unmaskiert – traurig, aber echt" kehrte "Das Zwielicht" nach Fulda zurück – und brachte zahlreiche musikalische Freunde mit. - Fotos: moa

FULDA Musik, die unter die Haut ging

Zwielicht & Friends: "Unmaskiert – traurig, aber echt"

23.08.26 - Ehrlich, emotional und ohne Masken: Mit dem Benefizkonzert "Zwielicht & Friends: Unmaskiert – traurig, aber echt" kehrte "Das Zwielicht" nach Fulda zurück – und brachte zahlreiche musikalische Freunde mit. Dabei stand an diesem Abend nicht allein die Musik im Mittelpunkt. Vielmehr ging es um Geschichten, Erfahrungen und Themen, über die im Alltag noch immer viel zu selten offen gesprochen wird.

Die durch die JKF ausgerichtete Veranstaltung zog dabei Menschen jeglichen Alters, Herkunft und Geschichte an und ließ diese Seite an Seite miteinander lachen, tanzen, schreien- aber auch weinen. Denn dies durfte sich an diesem Abend jeder erlauben.

"Wir wollen nicht länger so tun, als wäre psychische Gesundheit ein Thema, über das man nur hinter geschlossen Türen sprechen darf. Mental Health darf kein Tabuthema sein!" sagte "das Zwielicht" in seiner Eröffnungsrede. Kevin Dzwonek, so der Fuldaer mit bürgerlichem Namen, hat gemeinsam mit der Jugendkulkturfabrik und den Künstlern ein Jahr an diesem Event gearbeitet und zeigte sich, gemeinsam mit allen Beteiligten, stolz, dieses Projekt auf die Beine gestellt zu haben.

Das Konzert verstand sich als Veranstaltung von Betroffenen für Betroffene. Depressionen, traumatische Erfahrungen und andere psychische Erkrankungen wurden nicht verschwiegen oder beschönigt. Die Künstler teilten persönliche Geschichten und Gedanken mit dem Publikum und schufen damit einen Abend, der gleichermaßen bewegte, berührte und Hoffnung vermitteln sollte.

Als Headliner stand "Das Zwielicht" auf der Bühne. Mit dabei waren außerdem Mariechen, Tim Hettler, S.K.Y. und Paley sowie Kataka als Support-Act. Musikalisch entstand dabei eine außergewöhnliche Mischung aus Hip-Hop und Rap sowie gefühlvollen Klängen aus Soul und Pop. Trotz der unterschiedlichen musikalischen Stile verband die Künstler eine gemeinsame Botschaft: Psychische Erkrankungen sollten kein Tabuthema sein. Statt sich hinter einer Maske zu verstecken, sollte offen darüber gesprochen werden dürfen, wenn das Leben schwierig wird und die eigene seelische Gesundheit aus dem Gleichgewicht gerät.

Passend dazu trug der Abend den Titel "Unmaskiert – traurig, aber echt". Die Veranstaltung wollte Betroffenen zeigen, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht allein sind, und gleichzeitig bei Angehörigen und Außenstehenden für mehr Verständnis sorgen. Musik wurde dabei zum verbindenden Element zwischen Künstlern und Publikum. Auch der Benefizgedanke spielte eine zentrale Rolle. Die Einnahmen des Konzerts kamen der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention zugute. Lediglich die Reisekosten der auftretenden Künstler sowie unvermeidbare Kosten der Veranstaltung wurden gedeckt. Der darüberhinausgehende Erlös wurde vollständig gespendet.

Am Ende kamen auf diese Weise rund 700 Euro an Spenden zusammen.

Damit hinterließ "Unmaskiert – traurig, aber echt" nicht nur musikalische Eindrücke. Der Abend setzte zugleich ein Zeichen für mehr Offenheit, Verständnis und Hoffnung im Umgang mit psychischen Erkrankungen – ganz im Sinne der Botschaft, die Künstler und Veranstalter miteinander verband: gemeinsam statt allein. (moa) +++


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