Im Sinntaler Ortsteil Weichersbach fand mit "Sonnenbrand am Mühlenstrand" erneut das "Mikro-Festival" statt - klein und gemütlich - Fotos: Andreas Bejm

SINNTAL Zwei Tage handgemachte Musik

"Sonnenbrand am Mühlenstrand" - Musik hautnah an der Biemühle

24.08.26 - Klein, handgemacht und bewusst ein bisschen anders: Am Freitag und Samstag verwandelte sich die Biemühle im Sinntaler Ortsteil Weichersbach (Main-Kinzig-Kreis) beim "Sonnenbrand am Mühlenstrand" wieder in einen Treffpunkt für Musikfans. Statt großer Bühnen und riesiger Menschenmengen setzte das "Mikro-Festival" auf Nähe, familiäre Atmosphäre und Live-Musik zum Anfassen.

"Sonnenbrand ist ehrlich, bodenständig und trotzdem ein bisschen verrückt", beschreibt Daniel Pfeffer aus dem Organisationsteam den Charakter der Veranstaltung. Genau die überschaubare Größe gehört zum Konzept: Die Musiker spielen nur wenige Meter vom Publikum entfernt. Das Handgemachte, teilweise Improvisierte und vor allem das persönliche Miteinander sollen das Festival von größeren Veranstaltungen unterscheiden.

Von Nachwuchsmusikern bis zur Hausband

Auch jungen Musikerinnen und Musikern wurde in diesem Jahr wieder eine Bühne geboten. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, Bühnenerfahrung zu sammeln und Spielroutine zu entwickeln. Insgesamt setzte das Programm auf eine Mischung aus Nachwuchsacts, Bands und Einzelkünstlern. Während in der Scheune die Bands spielten, sorgten Solo-Künstler an der Lagerfeuerbühne für eine etwas ruhigere und besonders persönliche Atmosphäre. Mit "Palmtree" gehörte auch die Hausband des Festivals zum Programm.

Eine Premiere gab es bereits am Freitag: Zum ersten Mal startete das Festivalwochenende mit einem Raveabend. Die Stimmung wurde vom Organisationsteam als hervorragend beschrieben. Nach der ersten Ausgabe soll sich zeigen, ob das neue Format künftig weiter wachsen kann.

Viel Herzblut hinter dem kleinen Festival

Dass das Wetter nicht immer mitspielt, gehört an der Biemühle mittlerweile fast dazu. Durch die Scheunenbühne und zusätzliche Unterstände ist das Festival jedoch gut auf Regen vorbereitet. Selbst schlechtes Wetter soll der Stimmung keinen Abbruch tun – bei Kälte wird für Wärme und bei großer Hitze für Abkühlung gesorgt.

Hinter den zwei Festivaltagen steckt für das Organisationsteam viel Arbeit. Über das Jahr wird geplant und vorbereitet, ehe vor dem eigentlichen Wochenende der Aufbau beginnt. Ein großer finanzieller Gewinn ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr lebt der "Sonnenbrand am Mühlenstrand" vom Engagement der Menschen, die das Festival auf die Beine stellen.

Ob es 2027 eine Neuauflage geben wird, steht noch nicht endgültig fest. Wie viele andere Festivals steht auch der "Sonnenbrand" vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Wunsch nach einer Fortsetzung ist jedoch vorhanden. Das dritte Augustwochenende ist an der Biemühle bereits reserviert – und beim Organisationsteam ist die Lust auf eine weitere Ausgabe ebenfalls da: "Wir haben Bock und es ist schön hier." (Andreas Bejm) +++


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