28.08.26 - Die große Hitze scheint zunächst gebannt, es ist derzeit trüb und nur ab und zu schaut die Sonne heraus. Dennoch war die Freibadsaison in den doch sehr heißen Sommertagen für die Betreiber definitiv erfolgreich - das berichten verschiedene Schwimmbäder der Region.
Eine Verlängerung der Freibadsaison steht zumindest für die wahrscheinlich meisten Betreiber hier in Osthessen allerdings nicht im Raum. Dafür sei der Freibad-Betrieb zu stark wetterabhängig und bis zum aktuellen Saisonende Anfang September kündige sich keine akute Hitzewelle an. Der Großteil der Bäder wird also pünktlich schließen.

Saisonverlängerungen stehen derzeit noch nicht im Raum. Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
Schlitzerländer Burgenbad verzeichnet enormen Besucheranstieg in diesem Jahr

Das Schiltzerländer Burgenbad. Archivfoto: O|N / Hans Hubertus Braune
Herausragende Zahlen wurden im Vogelsbergkreis verzeichnet. Das Schlitzerländer Burgenbad konnte sich in diesem Jahr über riesige Besucherströme und dementsprechend guten Umsatz freuen. "Wir haben etwa 57.000 Besucher in diesem Jahr gehabt, letztes Jahr waren es rund 44.000", berichtete Florian Wahl, Betriebsleiter des Burgenbads. An einem Tag konnte das Bad 2.000 Gäste begrüßen. "Da war das Maximum schon so ziemlich ausgereizt", so Wahl.
Aber die Saison brachte auch das Personal an die Grenzen. "Wir sind personell nicht so gigantisch aufgestellt und die paar Leute, die wir haben, müssen diesen Ansturm stemmen", so der Betriebsleiter und machte klar: "Es reicht dann auch für diese Saison." Dennoch zeigt sich das Burgenbad sehr zufrieden über die grandiosen und beachtlichen Zahlen.
Rosenbad liegt über dem Niveau der Vorjahre

Volker Nies, Sprecher der RhönEnergie Archivfoto: O|N
In Fulda kann auch das Rosenbad auf eine tolle Sommersaison zurückblicken. "Bislang haben wir rund 135.000 Besucher gezählt – und die Saison läuft noch einige Tage. Damit liegt das Rosenbad bereits jetzt über dem Niveau der Vorjahre", erklärte Volker Nies, Sprecher der RönEnergie. Aktuell gehe das Rosenbad nicht davon aus, die Saison zu verlängern und wird wie geplant am 6. September schließen.
"Eine Verlängerung ist derzeit aufgrund der wechselhaften Wetterprognosen nicht vorgesehen. Sollte sich das Wetter kurzfristig deutlich stabilisieren und noch einmal sehr sommerlich werden, würden wir eine Verlängerung der Saison selbstverständlich prüfen. Nach der aktuellen Prognose ist das allerdings eher nicht zu erwarten", sagte uns Volker Nies.
Im Naturerlebnisbad in Bad Orb lief es gut, aber es hätte noch mehr sein können
In Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis) lief die Saison sehr gut, aber nicht so stark wie erwartet. "Wir hatten drei Mal einen Einlassstopp, der bei uns bei 1.500 Besuchern eintritt, und insgesamt haben wir rund 79.000 Besucher gehabt", so Fabian Schmidt vom Naturerlebnisbad. "Das ist zwar mehr als in den Jahren davor, für die Hitze, die wir hatten, waren es aber zu wenige", findet der Schwimmbadleiter. "Ich komme aus einer Generation, die den ganzen Sommer am See war - das scheint sich zu ändern", fügte er hinzu.

Archivfoto: O|N / Hans Hubertus-Braune
Eine Verlängerung zieht auch er derzeit nicht in Erwägung - zu undurchsichtig sei die Wetterlage. "Wir sind Freibäder und sind wetterabhängig. Schon jetzt in Erwägung zu ziehen, die Saison zu verlängern, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar", betonte Schmidt.
Bädergesellschaft Bad Hersfeld zeigt sich sehr zufrieden

Bäderbetreiber Kay Thimet (rechts), daneben Michael Heller Archivfoto: O|N / Kevin Kunze
Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg waren die Freibäder im Jahr 2026 gut besucht. "Es war eine starke und unfallfreie Saison mit vielen Tagen über 30 Grad", sagte uns Kay Thimit, Badbetreiber vom Geistalbad in Bad Hersfeld. "Die Leute haben gesehen, dass die nächsten Tage auch heiß bleiben. Aus diesem Grund haben sich die Besucherströme verteilt und wir hatten keine wirklich enorm vollen Tage. In Summe waren es aber mehr Gäste als in der Saison davor", so Thimit.
Aber auch die Bädergesellschaft Bad Hersfeld geht nicht davon aus, dass noch eine weitere Heißwetterperiode auf die Region zukommt, und zieht derzeit keine Verlängerung in Erwägung. "Jeder Tag im Schwimmbad kostet die Gemeinde Geld", betonte Thimit. Im September werde es zudem auch mit der Dunkelheit am Morgen und dem Nebel auf dem Becken schwierig, die Sicherheit im Freibad zu gewährleisten, wie der Badbetreiber erklärt. Saisonende bleibt also weiterhin der 13. September.
Dass die Freibäder großflächig wegen der starken Saison verlängern, scheint also derzeit unrealistisch. Auch das Freibad Nüsttal-Gotthards (Landkreis Fulda) verabschiedet sich am 30. August in die Winterpause und freut sich über die zahlreichen Gäste in 2026 und über viele weitere Badebegeisterte im nächsten Jahr. Die Freibäder können aber definitiv auf erfolgreiche Sommermonate zurückschauen. (pg) +++