29.08.26 - Rund 100 Unternehmer, politische Entscheidungsträger sowie Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden kamen am Donnerstag zum 1. Hessischen Familienunternehmer-Kongress in Neu-Anspach bei Frankfurt zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung von DIE FAMILIENUNTERNEHMER in Hessen und DIE JUNGEN UNTERNEHMER Rhein-Main standen die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Hessen, der Bürokratieabbau, die Fachkräftesicherung sowie die Chancen von Digitalisierung, Raumfahrt und KI für Familienunternehmen.
"Familienunternehmen sind das Rückgrat der hessischen Wirtschaft. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden aus, investieren langfristig und übernehmen Verantwortung für ihre Regionen. Damit sie auch künftig erfolgreich wirtschaften können, brauchen sie verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen", betonte Sophia von Rundstedt, Landesvorsitzende von DIE FAMILIENUNTERNEHMER in Hessen.

Sophia von Rundstedt, Landesvorsitzende der Familienunternehmer in Hessen, und ...
"Die Herausforderungen reichen von der weiterhin hohen Bürokratiebelastung über die Fachkräftesicherung bis hin zu steigenden Kosten und internationalem Wettbewerbsdruck. Deshalb fordern wir konsequenten Bürokratieabbau, schnellere Genehmigungsverfahren, eine leistungsfähige digitale Verwaltung und bessere Voraussetzungen für unternehmerisches Wachstum und Nachfolge."
Pentz fordert weniger Bürokratie
Auch Staatsminister Manfred Pentz (CDU), Minister für Entbürokratisierung, unterstrich die Bedeutung des Mittelstands für den Standort Hessen. "Wir wollen, dass sich unsere Familienunternehmen auf das konzentrieren können, was sie stark macht: gute Produkte, gute Arbeitsplätze und gute Ausbildung – statt immer mehr Zeit mit Bürokratie zu verlieren. Weniger Papier, mehr Unternehmertum – das ist unser Anspruch. Gerade der Mittelstand ist das Rückgrat unserer hessischen Wirtschaft: fest in der Region verwurzelt, innovativ und verlässlich.

Sophia von Rundstedt, Landesvorsitzende der Familienunternehmer in Hessen, eröffnet ...

Manfred Pentz, Hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales ...

Sophia von Rundstedt, Landesvorsitzende der Familienunternehmer in Hessen, Prof. ...
Deshalb machen wir Verfahren einfacher und schneller. Dazu gehört auch, ausländische Berufsabschlüsse zügiger anzuerkennen. Wer bei uns gebraucht wird und etwas kann, soll nicht an langen Verfahren scheitern. Das hilft unseren Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften und stärkt den Wirtschaftsstandort Hessen."
Sinemus sieht Digitalisierung als Chance
Die Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, Prof. Dr. Kristina Sinemus (CDU), hob ebenfalls die zentrale Rolle der Familienunternehmen für die Zukunft des Landes hervor. "Familienunternehmen haben Hessen stark gemacht. Mit ihrer Innovationskraft, dem Mut der nächsten Generation und den richtigen Rahmenbedingungen werden sie auch die digitale Zukunft unseres Landes erfolgreich gestalten. Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck. Sie ist ein Werkzeug, mit dem Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern, neue Produkte entwickeln, Prozesse effizienter machen und Wertschöpfung in Hessen halten können. Digitalisierung ist eine Chance, das Unternehmen konkret stärker zu machen", sagte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, ...
Austausch über die kommenden Jahre
Der Kongress machte deutlich, welche Bedeutung Familienunternehmen für den Wirtschaftsstandort Hessen haben. Gleichzeitig erwarten sie von der Politik weitere Schritte, um Investitionen, Innovationen und Wachstum zu erleichtern. Die Teilnehmer nutzten die Veranstaltung für einen intensiven Austausch über die wirtschaftspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre und die notwendigen Weichenstellungen für einen starken Mittelstand. (pm/cb) +++