Richtfest in Niederrode! - Fotos: Justin Klenner

FULDA Gemeinschaft bekommt Raum

Richtfest in Niederrode: Bürgerhaus soll wieder zum Dorfmittelpunkt werden

04.09.26 - Im Fuldaer Stadtteil Niederrode schreitet ein Projekt voran, auf das viele Menschen im Ort warten. Mit dem Richtfest für den neuen Anbau am Bürgerhaus wurde am Donnerstagnachmittag ein wichtiger Bauabschnitt erreicht. Bereits im Sommer 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sodass dort wieder das Dorfleben stattfinden und erste Feierlichkeiten ausgerichtet werden können.

Das Bürgerhaus stammt aus den Jahren 1988 und 1989 und ist inzwischen in die Jahre gekommen. Sowohl beim Platzangebot als auch bei der Barrierefreiheit und dem Brandschutz bestand Handlungsbedarf. Deshalb hat die Stadt Fulda gemeinsam mit dem Ortsbeirat Niederrode die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes auf den Weg gebracht. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Ortsvorsteher Michael Wiegand zeigt sich mit den Baufortschritten zufrieden. ...Fotos: Martin Engel

Für Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtbaurat Daniel Schreiner ...

Richtfest markiert wichtigen Meilenstein

Mit dem Richtfest hat Niederrode einen wichtigen Meilenstein bei der Modernisierung seines Dorftreffpunkts gefeiert. Für Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld ist das Projekt ein sichtbares Zeichen dafür, dass gelebte Gemeinschaft keine Selbstverständlichkeit ist. "In Niederrode wird Gemeinschaft nicht nur in guten Zeiten gelebt, sondern auch dann, wenn Herausforderungen zu bewältigen sind", sagte Wingenfeld. Der starke Zusammenhalt im Ort habe eine lange Tradition. Bereits beim Bau des Bürgerhauses 1988 und 1989 hätten die Bürgerinnen und Bürger erhebliche Eigenleistungen erbracht.

Seitdem spielt das Gebäude eine zentrale Rolle für das gesellschaftliche Miteinander. "Gemeinschaft kommt nicht von ungefähr. Sie braucht Orte, an denen Menschen zusammenkommen können", betonte der Oberbürgermeister. Deshalb sei die Modernisierung des Bürgerhauses eine wichtige Investition in die Zukunft. Niederrode hat mit seinen rund 300 Einwohnern zwar eine überschaubare Größe, kann aber stolz auf seinen lebendigen dörflichen Charakter sein. "Um nicht nebeneinander, sondern miteinander zu leben, braucht es die entsprechenden Räumlichkeiten", sagte Wingenfeld.

Thomas Schneck von der gleichnamigen Holzbaufirma übernahm den traditionellen ...

Der Ausführungsplan für die Modernisierung des Bürgerhauses.

Der Ausführungsplan für die Modernisierung des Bürgerhauses.

Modernisierung mit breiter Unterstützung

Ortsvorsteher Michael Wiegand erinnerte an die teils kontroversen Diskussionen über die Zukunft des Bürgerhauses. "2021 haben wir uns erstmals zusammengesetzt. Damals wurde durchaus hitzig darüber diskutiert, ob das Projekt sinnvoll ist", berichtete Wiegand. Letztlich sei die Entscheidung in einer Bürgerversammlung getroffen worden. Das Votum für die Modernisierung sei einstimmig ausgefallen.

Wiegand zeigte sich mit dem bisherigen Baufortschritt zufrieden. Von den neuen Räumlichkeiten würden zahlreiche Gruppen profitieren, darunter die Gymnastikgruppe, die Yogagruppe und die Jugendlichen des Ortes. Besonders die neugestaltete Theke im Erdgeschoss wird künftig eine wichtige Rolle spielen. "Was hier entstanden ist, ist sehr gut geworden", sagte Wiegand. Das Bürgerhaus werde wieder ein Ort sein, "an dem wir Gemeinschaft feiern können".

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Niederrode kamen zum traditionellen Richtfest. ...

Bauen im Bestand bringt Herausforderungen mit sich

Die Arbeiten seien mit besonderen Herausforderungen verbunden gewesen. "Bauen im Bestand bringt immer wieder Überraschungen mit sich", erklärte Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner. Das Bürgerhaus werde nicht nur modernisiert, sondern auch in der Fläche sowie in der Höhe erweitert. Umso größer sei die Freude, die Aufgaben gemeinsam mit regionalen Unternehmen gemeistert zu haben. "Die gute Zusammenarbeit passt hervorragend zur starken Gemeinschaft, die Niederrode auszeichnet", ergänzte Wiegand.

Die Bauarbeiten begannen im November zunächst mit einer notwendigen Kanalsanierung. Die Rohbauarbeiten am Gebäude starteten im Mai dieses Jahres, im August folgten die Arbeiten am Dachstuhl. Ab September stehen die Dachdeckerarbeiten an. Spätestens Anfang Oktober sollen anschließend die Installationen für Heizung, Sanitär und Elektro beginnen. Ab Mitte Oktober sollen die Fenster geliefert werden, so dass im Innern des Gebäudes auch über den Winter Arbeiten erfolgen können. Die Fertigstellung ist dann je nach Witterung zwischen Mai und Juni 2027 angepeilt. (jk) +++

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