
Platz 17 bei der DM: Molzbacher Voltigiererin überzeugt - Fotos: Privat
MÜNSTER/MOLZBACH
Mehr als Platz 17
Molzbacher Voltigiererin überzeugt bei DM-Premiere ihres Pferdes
13.09.26 - Voltigiererin Lisa Noodt von der PSG Molzbach vertritt Hessen bei den Deutschen Meisterschaften in Münster und sammelt mit ihrem neuen Pferd Cristenee wertvolle Erfahrungen auf höchstem nationalem Niveau.
Schon die Reise nach Münster war für Lisa Noodt ein Erfolg. Die Voltigiererin der PSG Molzbach e.V. hatte sich für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert und durfte dort im Einzelvoltigieren der Damen die Farben des Teams Hessen vertreten. Am Ende stand Platz 17.
Besondere Herausforderung gemeistert
Doch weit wichtiger als die reine Platzierung war für Noodt die Erkenntnis, dass die noch junge sportliche Partnerschaft mit ihrem Schimmel Cristenee auch auf der großen Meisterschaftsbühne trägt. Denn für beide war vieles neu. Lisa Noodt absolviert ihre erste Saison auf Cristenee, und auch für den großen Schimmel waren die Deutschen Meisterschaften in Münster eine Premiere. Gemeinsam mit Longenführerin Kristina Baier stellte sich das Duo der starken nationalen Konkurrenz und meisterte die besondere Herausforderung überzeugend.
Gerade im Voltigiersport ist das Zusammenspiel zwischen Athlet und Pferd von entscheidender Bedeutung. Die Turnerinnen und Turner zeigen ihre Übungen auf dem galoppierenden Pferd. Damit Bewegungen, Sprünge und Übergänge gelingen, müssen sie sich exakt auf Rhythmus, Galoppade und Bewegungsablauf ihres vierbeinigen Partners einstellen. Jeder Pferderücken fühlt sich anders an, jeder Galoppsprung verlangt eine neue Abstimmung. Diese Erfahrung macht Noodt in dieser Saison besonders intensiv. Noch im vergangenen Jahr war sie mit dem erfahrenen Caljano unterwegs, mit dem ihr der Aufstieg in die höchste Leistungsklasse gelang. Der Wechsel auf Cristenee bedeutete deshalb nicht einfach nur einen Pferdetausch, sondern auch eine sportliche Umstellung. Die Galoppaden der beiden Pferde unterscheiden sich deutlich. Inzwischen findet Noodt jedoch zunehmend ihren Rhythmus und fühlt sich auf Cristenee, wie sie selbst sagt, "immer mehr zu Hause".
"Sind nach Münster gefahren, um Spaß zu haben"
Dass dieser Entwicklungsprozess bereits so weit fortgeschritten ist, zeigte sich in Münster vor allem in der Kür und im Technikprogramm. Dort präsentierte sich die Molzbacherin so sicher wie noch nie zuvor in dieser Saison. Lediglich in der Pflicht musste sie einen ungewohnten Fehler hinnehmen. Beim Stehen unterlief ihr ein Patzer, wie er ihr sonst nur selten passiert. Umso höher war die Zufriedenheit mit dem weiteren Verlauf der Meisterschaft. Noodt ließ sich von dem Missgeschick nicht aus dem Konzept bringen und zeigte in den anschließenden Prüfungen gute Programme. Auch Cristenee bewies bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft Ruhe und Verlässlichkeit. Die Zielsetzung des Teams war ohnehin nicht allein an einer Platzierung festgemacht. "Wir sind nach Münster gefahren, um Spaß zu haben und mit unseren Leistungen zufrieden zu sein. Das ist uns gelungen", lautete das Fazit aus dem Molzbacher Lager.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem Verein allerdings nicht. Schon am kommenden Mittwoch geht es für die Molzbacher erneut auf große Reise. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Lamspringe treten das Juniorteam sowie das erfolgreiche Doppel Ida Romeis und Aurelia Baier an. Dort geht es für die nächste Generation der PSG Molzbach um die Platzierungen auf nationaler Bühne.
(js/pm)+++