12.09.26 - In Sachen Rockmusik ist der Sinntaler Ortsteil Altengronau eine überregional bekannte Nummer. Zum 9. Mal steigt bis Samstag im zweitgrößten Ortsteil der Gemeinde Sinntal (Main-Kinzig-Kreis) auf dem Festplatz im Aspenweg das Mega Open Air "Sinner Rock".
Es wird immer professioneller – aber die Atmosphäre gleicht einem riesigen Familienfest. Die Musik macht glückselig und vereint friedlich. "Papa und Mama" ist das Neu-Altengronauer Veranstalterehepaar Steve und Renate Iorio. Renate stammt aus Melbourne (Australien) und Steve aus New York (USA). 2017 zogen sie in den Sinntaler Ortsteil und brachten als international tätige Musiker (Renate Lorio ist Frontfrau und Steve Lorio Lead-Gitarrist und Songschreiber der Band "The Vagrants") "die etwas anderen Klänge" mit. Und die etwas anderen Klänge haben sich etabliert.
23 Bands und Solokünstler
Gemeinsam mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern stemmt man die Arbeiten, die bei einem solchen Mega-Ereignis anfallen. Wieder wurde ein Programm zusammengestellt, das für jeden Geschmack etwas beinhaltete. 23 Bands und Solokünstler spielten non stop auf der Kreiswerke- und Gin-Rockt-Bühne alle Rock-Facetten. Nicht nur Metal- und Hard-Rock, sondern aus Bluesrock, Stoner, Deutschrock, Rock´n Roll, Ska und Grunge. Tausende Besucher aus der ganzen Republik kommen nach "Alegrune", fahren an der über 120 Jahre alten Christi-Himmelfahrts-Kirche vorbei, über die historische Sandsteinbrücke von 1753 und gelangen zum parallel zur Sinn liegenden Festplatz.
An den drei Tagen flanieren sie der Stieglitz-Knobel-Avenue entlang zum Festplatz, sodass das Vol. 9 von Sinner Rock wieder zu einem großartigen Erfolg wird. Ganz Hartgesottene campten auch neben dem Sportplatz des FV "Viktoria" Altengronau – so viele, wie noch nie. Hingabevoll zelebrierten die Musiker und Musikerinnen ihre Gigs, das Outfit überwiegend "schwarz". Gleiches trug auch wieder das Publikum – meist mit bekennenden Fan-Aufdrucken und deshalb auch oft mit dem "SR"-Logo des Sinner Rock. Schon laut wurde es am Donnerstag beim Warm-up-Free-Konzert.
Am Samstag geht es weiter
Nach einem Gottesdienst mit Pfarrer Lukas Altvater bestiegen mit "Wayford West" (Fulda) und dann "Kimkoi" (Mühlhausen/Thüringen) zwei deutsche Rockformationen die Bühne. Am Freitag performten auf der Akustik-Bühne jeweils zweimal Clodia Quitter, Blake Cateris und Bonny Jack. Auf der großen Showbühne eröffneten die "Pussy Sister" (aus Waghäusel/Baden-Würtemberg, Hard-Rock, Rock´n´Roll-Riffs), gefolgt von "Junkyard Jesus" (Fulda, Dirty Rock´n´Roll), "Silveroller" (Großbritannien, Rockn`Roll), "All to get her" (Schweiz, Pop-Punk, Alternativ aus Zürich), "L.O.D." (League of Distortion Punkband aus Reutlingen mit Ausnahmesängerin Anna Brunner), "The Lazys" (Australien, ultimativer Rock) und "Set Your Sails" (Köln, Metalcore). Am heutigen Samstag geht es ab 13 Uhr weiter.
Auf der Akustik-Bühne gibt bei einem "Happy Hour" ein Wiedersehen und Hören mit "Scream for Metal", jeweils zweimal treten dann "Fattore Rurale" (Italien), "Lukas Ballweg" (Gewinner des diesjährigen Guinness-Singer-Songwriter-Wettbewerb, der im Irish Pub "Dahlia & Clover in Bad Brückenau ausgetragen wurde) und "Saraya" (Italien) auf. Auf der großen Open-Air-Bühne zeigen ihre Shows "Notörious" (Norwegen, Haevy Metal), "Schnogge" (Unterfranken, Punkrock), "Airstrike" (Nordhessen, Rock´n´Roll), "Mercury Riots" (Los Angeles/USA, Heavy-Riff-Rock), "Junkyard Drive" (Dänemark, Hardrock), "Michael Bormann´s Jaded Hard" (Reutlingen, Melodischer Hard Rock), "Motorjesus" (Mönchengladbach, Hard Rock) und zum krönenden Abschluss "Primal Fear" (Deutsche Power-Metal-Band).
Das zahlreich erschienene Publikum ließ sich von den Darbietungen immer wieder mitreißen, die Stimmung war an den beiden ersten Tagen fantastisch und sie wird auch heute sein. Ein Besuch in Sinntal-Altengronau lohnt sich. (Walter Dörr) +++