An 75 Workshops der MINT-Labortage an der Hochschule Fulda und ihren Kooperationspartnern nehmen rund 1.500 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen der Jahrgangsstufen 3 bis 10 teil. Auf dem Foto zu sehen ist ein Teil der teilnehmenden Klassen. - Fotos: MINTmachClub/ Hochschule Fulda

FULDA 20.000 Teilnehmende in zehn Jahren

Experimentieren und ausprobieren: MINT-Labortage schreiben Erfolgsgeschichte

17.09.26 - Auf dem Campus der Hochschule Fulda herrscht beste Stimmung. Zwei Wochen lang gibt es durch Schülerinnen und Schüler aus Grund- und Mittelstufen der Region auch in der vorlesungsfreien Zeit frischen Wind, denn die MINT-Labortage sind zurück – dieses Mal bereits im zehnten Jahr.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In und um Fulda sind in diesem Zeitraum die Kooperationspartner der Hochschule wieder aktiv, die gemeinsam im Projekt MINTmachClub Fulda ein starkes Netzwerk aufgebaut haben. Rund 1.500 Kinder und Jugendliche nutzen auch diesen Herbst die Chance, im Klassenverband an der zweimal jährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe teilzunehmen, die dieses Mal durch die Sparkasse Fulda finanziell unterstützt wird.

75 Schulklassen nehmen an insgesamt 75 Workshops teil. Darunter gibt es etwa Angebote zum Thema Rennfahren mit dem Wasserstoff-Auto oder Comic-Entwicklung aus Fotos, aber auch zum Leben im Wasser und unbekannten Lebensformen. Natalie Diehl, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Fulda, bietet zwei Workshops über die Barrierefreiheit und über die Schattenseiten von KI an. Sie sagt: "In unserem Workshop wollen wir mit den Schülerinnen und Schülern in einen Dialog darüber kommen, wie wir Soziale Medien und auf KI basierende Technik verantwortungsbewusst nutzen können. Unser Ziel ist es, die Jugendlichen zu sensibilisieren und ein Verständnis dafür zu schaffen, wie diese Formen der Technik überhaupt funktionieren, in welche Fallen man tappen und wie man sich gegen diese schützen kann."

Bei einem Netzwerktreffen vorab haben sich die Netzwerkpartner des MINTmachClubs ...

Junge Menschen für Technik und Naturwissenschaften begeistern

"Auch in diesem Jahr können wir mit unseren Netzwerkpartnern wieder ein abwechslungsreiches Programm anbieten. Gerade mit Blick auf den Mangel an Fachkräften im MINT-Sektor freut uns das sehr. Es ist wichtig, im Bildungsbereich bereits früh Angebote zu etablieren", betont Susan Gamper, unter deren Leitung der MINTmachClub Fulda agiert. "Besonders bedanke ich mich auch in diesem Jahr wieder für das Engagement all unserer Fachbereiche und Kooperationspartner der Hochschule." Und Sandra Blum, Koordinatorin der MINT-Labortage, ergänzt: "Wir freuen uns ganz besonders über das auch nach zehn Jahren ungebrochene Interesse von Seiten der Schulen und sind sehr stolz darauf, dass in den vergangenen zehn Jahren knapp 20.000 Schülerinnen und Schüler die Faszination von MINT erleben konnten."

Jörg Kreiker, Vizepräsident für Lehre, Studium und Digitalisierung, fasst zusammen: "Es freut mich sehr, dass die MINT-Labortage mittlerweile auf ein ganzes Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit zurückblicken können. Dass knapp 20.000 junge Menschen bereits an diesem Programm teilgenommen haben, zeigt die Strahlkraft unseres Netzwerks. Ich bin dankbar für das Engagement unserer Fachbereiche und Kooperationspartner, die gemeinsam zeigen, dass MINT-Bildung lebendig, kreativ und zukunftsorientiert sein kann." Die MINT-Labortage finden noch bis 22. September statt.

Hintergrund zu den MINT-Labortagen

In Kooperation mit zahlreichen MINT-Akteuren aus der Region veranstaltet die Hochschule Fulda seit 2016 die Veranstaltungsreihe für Schulklassen aller Schulformen für die Jahrgangsstufen 3 bis 10. Infos und das Programm gibt es auf hs-fulda.de/kooperieren/schulen/mintmachclub-fulda. Lehrkräfte, die per Mail über Termine informiert werden möchten, können sich unter [email protected] melden. Im Anschluss an die MINT-Labortage werden die Lehrkräfte, wie auch schon bereits im Frühjahr, wieder befragt. Erstmals gibt es auch eine Befragung der Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 – in Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Uni Regensburg findet eine wissenschaftliche Befragung statt. Etwa 880 Schülerinnen und Schüler geben ihre Meinung zum Thema Neugier und Kreativität in MINT-Bildungsangeboten ab.

Die Workshops an der Hochschule Fulda werden angeboten durch die Fachbereiche Angewandte Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Oecotrophologie, Lebensmitteltechnologie, Gesundheitswissenschaften und das Projekt MINTmachClub Fulda. Kooperationspartner sind Chemikum Marburg, Hans-Nüchter-Sternwarte Fulda, Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek Fulda, Kinder-Akademie Fulda, Fuldaer Kinder- und Jugendtreff Zitrone, Menschen & Medien e.V., Kulturzentrum Kreuz e.V., offenes Labor Fulda (oLaF), Stiftung Kinder forschen – Netzwerkpartner VHS Landkreis Fulda, Umweltzentrum Fulda, Vonderau Museum. In diesem Jahr beteiligen sich außerdem der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften sowie das Rechenzentrum der Hochschule Fulda und das Unternehmen FFT Produktionssysteme.

Der MINTmachClub Fulda gehört zu den sechs MINT-Regionen in Hessen. Bundesweit gibt es aktuell mehr als 150 MINT-Regionen, die jeweils vor Ort durch unterschiedliche Angebote versuchen, MINT-Bildung wirksam und nachhaltig zu gestalten. Finanziert und organisiert wird dieses Netzwerk von der Körber-Stiftung mit Sitz in Hamburg. Alle Informationen dazu gibt es unter www.mint-regionen.de. (js/pm)+++


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