"Wir wollen Musik zu den Menschen bringen", sagt Clara Reinisch und macht mit diesem Satz klar, wofür die neue Konzertreihe "Fulda-Festival" steht. - Archivfoto: O|N/Marvin Myketin

FULDA Erste Ausgabe bricht mit alten Konzertregeln

Klassische Musik anders kennenlernen: "Fulda‑Festival" mit neuen Impulsen

18.09.26 - "Wir wollen Musik zu den Menschen bringen", sagt Clara Reinisch und macht mit diesem Satz klar, wofür die neue Konzertreihe "Fulda-Festival" steht. Vom 19. bis zum 26. September verwandelt sich die Domstadt in einen Ort, an dem sich die klassische Musik aus ihrem traditionellen Rahmen löst und dorthin bringt, wo Menschen sie unmittelbar erleben können.

Aurelia Visovan am Klavier. Foto: Sofija Palurovic

Can Cakmur am Klavier. Foto: Ole Bunke

Filip Zaykov an der Violine. Foto: Dominik Falenski

So dienen das Konzepthaus Karl, die Severikirche, die Stadtpfarrkirche und das Kulturzentrum "L14zwo" als Kulissen für das neue Event. Dabei setzt das Festival bewusst auf ungewöhnliche Perspektiven: kurze, zugängliche Konzertformate, Begegnungen zwischen Publikum und Künstlerinnen und Künstlern und sogar Elemente aus Elektronik und Beats, die klassische Musik in einen modernen Kontext stellen. So entsteht eine Mischung aus Bühnen‑ und Begegnungskonzerten, die Musik nahbar macht und Hemmschwellen abbaut. Dr. Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister der Stadt Fulda, agiert während der Konzertreihe als Schirmherr.

Gesine Hadulla an der Viola. Foto: Gesine Hadulla

Clara Eglhuber am Cello. Foto: Maik Abitz - kamerazurhand

Joel Siepmann am Cello. Foto: Nina Slagmolen

Dominik Wagner am Kontrabass. Foto: Andrej Grilc

Dominik Wagner am Kontrabass. Foto: Andrej-Grilc

#poetrymeetsbeats.

"Eine Einladung an alle"

Mit musikalischer Vielfalt möchte das Festival neue Wege der Musikvermittlung gehen - und ist alles andere als langweilig. Mit Acts wie dem Kurzkonzert des Festivalensembles "5 vor 12", dem Rooftop-Konzert auf dem Karl, "86 colours" zwischen Wort und Klang mit Worten von Wortkünstler Marco Michalzik und einem Auftritt von Clara Reinisch und Musikfilmen im "L14zwo" wird die Breite der klassischen Musik erkennbar - und sorgt gleichzeitig für ein offenes, lebendiges Miteinander. "In einer Mischung aus Bühnen- und Begegnungskonzerten werden Ohren geöffnet und die Musik wird für alle auf Augenhöhe fühlbar und hautnah erlebbar", heißt es auf der Website. Hier gibt es auch einen genauen Überblick zu den anstehenden Konzerten.

Pianistin Clara Reinisch hat das "Fulda-Festival" gegründet und ist zeitgleich ...Archivfotos (2): O|N/Marvin Myketin

Pianistin Clara Reinisch hat das "Fulda-Festival" gegründet und ist zeitgleich als künstlerische Leiterin tätig. Gegenüber OSTHESSEN|NEWS beschreibt sie das Event wie folgt: "Das ist eine Einladung an alle, unabhängig davon, ob sie bereits eine Verbindung zur klassischen Musik haben. Wir möchten etwas schaffen, das überrascht, berührt und neugierig macht." Kein Wunder also, dass das als jährliches Konzept angedacht ist.

Eine Kopie von "86 colours". Foto: Dominik Wagner

Foto: Ionuț Poptelecan

Foto: Karlchen vom Dach

Foto: Stefan Franke

Foto: Ionuț Poptelecan

Das "Fulda‑Festival" zeigt eindrucksvoll, wie nahbar und lebendig klassische Musik sein kann. Eine Woche lang wird Fulda zu einem Ort, an dem Klang, Begegnung und neue Ideen zusammenkommen. Für Clara Reinisch und ihr Team ist es der Start einer Reihe, die Menschen unabhängig von ihrer musikalischen Erfahrung erreichen soll. Musik auf Augenhöhe – mitten in der Stadt und mitten im Leben. (mis) +++


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