Die Flughafen-Malaria in Frankfurt beschäftigt derzeit die Gesundheitsbehörden und Experten. - Symbolbild: O|N/Marvin Myketin

FULDA Mehrere Erkrankte, drei Tote

Nach Malaria-Fällen in Frankfurt: Was bedeutet das für Osthessen?

18.09.26 - Die Hintergründe sind noch nicht vollständig geklärt: Malaria-Infektionen im Raum Frankfurt sorgen derzeit bundesweit für Schlagzeilen. Bereits im Sommer bestätigte das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Ausbruch von mehreren Erkrankungen unter Flughafen-Beschäftigten. Nun blicken Experten und Behörden auf zwei weitere Fälle aus dem Stadtteil Schwanheim - eine infizierte Person ist mittlerweile verstorben (O|N berichtete). Somit stellt sich die Frage: Könnte die Tropenkrankheit auch hier in Osthessen zum Problem werden?

Insgesamt stehen jetzt in der Mainmetropole drei Tote im Zusammenhang mit Malaria. Zu den aktuellsten Fällen teilte das Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung am Donnerstag mit: "Beide Personen haben sich mit dem Malariaerreger Plasmodium falciparum infiziert, obwohl sie zuvor kein Malaria-Endemiegebiet bereist und nicht am Flughafen gearbeitet hatten." Lediglich ihr Wohnort habe sich in unmittelbarer Nähe des Flughafens befunden.

Entwarnung für Osthessen

Der Landkreis Fulda gibt auf O|N-Anfrage für unsere Region jedoch Entwarnung. ...Archivfoto: O|N/Moritz Bindewald

Mit Blick auf die osthessische Region besteht aber kein Grund zur Beunruhigung. Das betont die Pressestelle des Landkreises Fulda auf Anfrage von OSTHESSEN|NEWS. Konkret heißt es dazu: "Aus Sicht des Öffentlichen Gesundheitswesens ist die Lage aktuell unkritisch. Die sogenannte Flughafen-Malaria kommt weltweit immer mal wieder vor." Und weiter: "Aufgrund der derzeit ungewöhnlichen Häufung am Frankfurter Flughafen und in der Umgebung finden in Frankfurt derzeit Untersuchungen zur weiteren Aufklärung, insbesondere der genauen Infektionswege, statt. Es handelt sich aktuell konkret um Fälle aus Frankfurt bzw. dessen Umgebung. Über hiermit in Verbindung stehende Fälle wurde bisher nicht berichtet."

Zahlen aus dem Landkreis Fulda

Symbolbild: O|N/Marvin Myketin

Einige wenige registrierte Malaria-Erkrankungen gab es in der Vergangenheit im Landkreis Fulda. So wurden nach offiziellen Angaben im Jahr 2025 zwei Malaria-Fälle festgestellt, in 2024 drei Malaria-Fälle und in 2023 einen Malaria-Fall. Der gemeinsame Nenner: "Alle Fälle standen ausschließlich mit einer positiven Reiseanamnese in Verbindung."

Handlungsempfehlung bei Krankheitssymptomen

Für mögliche Erkrankungsfälle gibt es abschließend klare Hinweise: "Bei dem Verdacht auf eine Malaria-Infektion ist in weniger akuten Fällen eine niedergelassene Ärztin oder ein niedergelassener Arzt aufzusuchen." Vorsicht gilt jedoch: "Bei schweren Verläufen, zum Beispiel mit Fieber über 40 Grad Celsius, ist die Notaufnahme einer Klinik aufzusuchen." (mkr) +++


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