Mit einer Demonstration unter dem Motto "Faschismus raus aus den Köpfen" haben am Freitagabend rund 250 Menschen in Fulda ein Zeichen gegen Faschismus und Rechtsextremismus gesetzt. - Fotos: Justin Klenner

FULDA Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung

"Faschismus raus aus den Köpfen": Rund 250 Menschen bei Demonstration

19.09.26 - Mit einer Demonstration unter dem Motto "Faschismus raus aus den Köpfen" haben am Freitagabend rund 250 Menschen in Fulda ein Zeichen gegen Faschismus und Rechtsextremismus gesetzt. Hintergrund der Veranstaltung waren die jüngsten Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt, die nach Angaben der Veranstalter bei vielen Menschen für Verunsicherung gesorgt haben.

Zum Organisatoren-Team gehörte Emilly Rödel, die die Kundgebung als Aufruf zu mehr gesellschaftlichem Engagement verstand. "Viele Menschen sind verunsichert und wissen nicht, wohin mit ihrem Frust", sagte sie gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Umso wichtiger sei es, solidarisch zu handeln und sich rechtsextremen Tendenzen entgegenzustellen.

Einige Demonstranten haben sich sogar eigene Schilder gebastelt.

Redebeiträge gab es während der Demo ebenfalls.

Gemeinsam gegen rechte Tendenzen

"Wir müssen auf die Straße gehen. Gegen Faschismus muss aktiv vorgegangen werden", verdeutlichte Rödel. Ziel der Veranstaltung sei es außerdem gewesen, Menschen zusammenzubringen und zu zeigen, dass es in der Gesellschaft breiten Widerstand gegen rechte Ideologien gebe.

Begleitet wurde die Demonstration von Informationsständen verschiedener Initiativen und Organisationen. Mit dabei waren unter anderem das Bündnis "Wir sind mehr", "Pride and Parents" aus Fulda, die CSD-Bewegung Bad Hersfeld und das OAT Fulda (Offenes antifaschistisches Treffen). Die Gruppen informierten über Möglichkeiten, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren und demokratische Strukturen zu stärken.

Aufruf zu weiterem Engagement

"Wir wollen antifaschistischen Aktivismus stärken und Menschen ermutigen, selbst aktiv zu werden", erklärte Rödel im Gespräch mit O|N. Dazu gehörten auch Spendenaktionen zur Unterstützung entsprechender Initiativen und Protestformen.

Die Demonstration reihte sich nach Angaben der Organisatoren in zahlreiche bundesweite Protestaktionen ein. Gleichzeitig wurde zur Teilnahme an weiteren Veranstaltungen aufgerufen, darunter Aktionen des Netzwerks "Widersetzen" am 26. September in Frankfurt am Main sowie am 6. Oktober anlässlich der konstituierenden Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt in Magdeburg.

Der Demonstrationszug zog durch die Fuldaer Innenstadt und führte unter anderem über den Bahnhofsplatz, das Stadtschloss, die Friedrichstraße sowie den Buttermarkt. Die Eindrücke des Abends hielt unser Fotograf Justin Klenner in Bildern fest. (js)+++


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