22.09.26 - Es hat sich schon länger angedeutet und war zuletzt ein offenes Geheimnis: Der Hohenrodaer Bürgermeister und Schatzmeister des Hessischen Fußball-Verbands, André Stenda (40, CDU), soll Landrat des Landkreises Hersfeld-Rotenburg werden.

Landrat Torsten Warnecke (SPD, rechts) und sein designierter Herausforderer André ...
Das geht aus einer am Dienstag verschickten Pressemitteilung des CDU-Kreisverbandes hervor. Der erweiterte Kreisvorstand der CDU Hersfeld‑Rotenburg hat am Montagabend in Mosebergs Brauhaus in Bebra einstimmig entschieden, den Hohenrodaer Bürgermeister Andre Stenda (40) als Kandidaten für die Landratswahl am 7. März 2027 vorzuschlagen. Die Amtszeit des aktuellen Landrats Torsten Warnecke endet am 31. August 2027.
Die endgültige Entscheidung über die Kandidatur trifft der Kreisparteitag der CDU Hersfeld-Rotenburg am 21. Oktober 2026. Dort wird Andre Stenda den Mitgliedern zur Wahl als Landratskandidat vorgeschlagen.
Als Bürgermeister langjährige kommunalpolitische und administrative Erfahrung
Mit 40 Jahren steht Andre Stenda für eine neue Generation kommunalpolitischer Verantwortungsträger. Er führt die Gemeinde Hohenroda seit 2013 und wurde im März 2025 für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Als Bürgermeister verfügt er über langjährige kommunalpolitische und administrative Erfahrung. Stenda lebt mit seiner Familie in Hohenroda und ist hier fest verwurzelt.

Andre Stenda wurde als neuer Landrat in Hersfeld-Rotenburg vorgeschlagen. ...Fotos: CDU-Kreisvorstand
CDU-Kreisvorstand
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit als Bürgermeister sind solide und generationengerechte Finanzen. Als Stenda das Amt übernahm, war Hohenroda bilanziell überschuldet und nahm als Schutzschirmkommune Konsolidierungshilfen des Landes in Anspruch. Während seiner Amtszeit gelang Hohenroda der Weg zu einer schuldenfreien Kommune, die heute wieder über erhebliche finanzielle Handlungsspielräume verfügt. Als Schatzmeister des Hessischen Fußball-Verbandes bringt Stenda zudem Erfahrung in der Steuerung eines großen Verbandshaushalts mit.
Finanzielle Stabilität ist für Stenda kein Selbstzweck, sondern die Grundlage, um Wirtschaft, Infrastruktur, Bildung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und notwendige Investitionen zu ermöglichen. Angesichts der anhaltenden Defizite des Landkreises sieht er deshalb dringenden Handlungsbedarf. Dauerhafte Defizite schränken die Handlungsmöglichkeiten zunehmend ein und gefährden die Zukunftsfähigkeit des Landkreises.
Leitmotiv "Zukunft. Gemeinsam. Machen."
"Ich danke dem erweiterten Kreisvorstand für das einstimmige Votum und das große Vertrauen. Ich bin bereit, Verantwortung für unseren Landkreis zu übernehmen. Hersfeld-Rotenburg ist unsere lebenswerte und vielfältige Heimat. Als Familienvater ist mir besonders wichtig, dass unser Landkreis auch morgen noch gestalten und in seine Zukunft investieren kann. Dabei ist für mich klar: Zukunft müssen wir gemeinsam machen", erklärt Andre Stenda. Seine Kandidatur stellt er deshalb unter das Leitmotiv "Zukunft. Gemeinsam. Machen."
Die Konsolidierung der Kreisfinanzen werde deshalb eine zentrale Aufgabe sein. "Wir müssen sehr genau prüfen, wofür wir das Geld der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Dabei geht es nicht um pauschale Kürzungen. Wir brauchen klare Prioritäten, effiziente Strukturen und Investitionen, die unseren Landkreis dauerhaft voranbringen. Generationengerechtigkeit bedeutet für mich, heute verantwortungsvoll zu entscheiden und unseren Kindern finanzielle Gestaltungsspielräume zu bewahren", so Stenda weiter.
Stendas Kandidatur trifft auf Zuspruch
Der CDU-Kreisvorsitzende Andreas Börner wertet das einstimmige Votum als starkes Signal: "Andre Stenda hat in Hohenroda bewiesen, dass er Verantwortung übernimmt, eine Verwaltung erfolgreich führt und eine Kommune nachhaltig gestalten kann. Diese Erfahrung und seine kommunalpolitische Kompetenz braucht unser Landkreis."
Auch der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Herbert Höttl, unterstützt den Vorschlag: "Andre Stenda kennt die Herausforderungen unserer Städte und Gemeinden aus eigener Verantwortung. Er weiß, wie sich Entscheidungen des Landkreises vor Ort auswirken, und bringt die Erfahrung mit, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen. Zugleich hat er einen klaren Blick dafür, wie wir unseren Landkreis zukunftsfähig aufstellen können. Diese Verbindung aus kommunaler Erfahrung und Zukunftsorientierung macht ihn zu einem starken Kandidaten für Hersfeld-Rotenburg." (mis/pm) +++