IHK und Wirtschaft diskutieren über Wettbewerbsfähigkeit in Hersfeld-Rotenburg - Foto: IHK

REGION HEF-ROF Bürokratieabbau und Fachkräftemangel

Mittelstand entlasten: Regionale Wirtschaft im Dialog mit MdB Wilhelm Gebhard

25.09.26 - Weniger Bürokratie, bezahlbare Arbeit und verlässliche Rahmenbedingungen: Über zentrale Belastungen des Mittelstands hat die Regionalversammlung Hersfeld-Rotenburg der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg mit dem Bundestagsabgeordneten Wilhelm Gebhard (CDU) diskutiert.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer machten anhand konkreter Beispiele deutlich, wo gesetzliche Vorgaben sowie wachsende Dokumentations- und Nachweispflichten im betrieblichen Alltag Zeit und Ressourcen binden. Zugleich ging es um politische Ansätze, die Unternehmen spürbar entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands stärken können.

"Unsere Unternehmen erwarten nicht, dass auf notwendige Regeln verzichtet wird. Entscheidend ist aber, dass diese verständlich, praxistauglich und mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden können", sagte Horst Müller, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Hersfeld-Rotenburg. Gerade kleine und mittlere Unternehmen bräuchten wieder mehr Freiräume, um sich auf ihr eigentliches Geschäft, Investitionen und Wachstum konzentrieren zu können.

Planungssicherheit statt neuer Bürokratie

Als konkretes Beispiel diskutierten die Teilnehmer die Anforderungen der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR). Aus Sicht der IHK zeigt sich hier besonders deutlich, wie wichtig klare, widerspruchsfreie und frühzeitig verlässliche Vorgaben sind. Unternehmen brauchen Planungssicherheit und praktikable Umsetzungsfristen statt zusätzlicher Unsicherheiten und neuer bürokratischer Belastungen. Europäische Regelungen müssten so ausgestaltet werden, dass sie ihre umweltpolitischen Ziele erreichen, ohne insbesondere kleine und mittlere Betriebe mit unverhältnismäßigem Aufwand zu belasten.

Weitere Themen waren die Entwicklung der Arbeits- und Lohnnebenkosten, der Fachkräftemangel sowie die Frage, wie Beschäftigung insbesondere für personalintensive Unternehmen bezahlbar bleiben kann. Auch für den Wirtschaftsstandort Hersfeld-Rotenburg wichtige Infrastrukturfragen und verlässliche Verkehrsverbindungen kamen zur Sprache.

Innenstadtentwicklung im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt war die Zukunft der Bad Hersfelder Innenstadt. Laufer-Klitsch vom Stadtmarketingverein Bad Hersfeld beleuchtete die aktuellen Herausforderungen für Handel und Innenstadtentwicklung. Im Mittelpunkt standen die Attraktivität der Innenstadt, Besucherfrequenzen und Leerstände sowie die Frage, wie sich der Einzelhandelsstandort langfristig weiterentwickeln und stärken lässt. (js/pm)+++


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